Zum Inhalt springen

Nassau-Klasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. März 2026 um 20:58 Uhr durch imported>Ambross07 (IB, Linkfix, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | Nassau-Klasse
Datei:Rheinland.jpg
Die Rheinland
Die Rheinland
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Land Deutsches ReichDatei:War Ensign of Germany (1903-1918).svg Deutsches Reich
Schiffsart Schlachtschiff
Bauzeitraum 1907 bis 1910
Stapellauf des Typschiffes 7. März 1908
Gebaute Einheiten 4
Dienstzeit 1909 bis 1919
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 146,1 m (Lüa)
145,6 m (KWL)
137,7 m (Lpp)
Breite 26,9 m
Tiefgang (max.) 8,76 m
Verdrängung Konstruktion: 18.873 t
Maximal: 20.535 t
 
Besatzung 972 bis 1.033 Mann
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 12 × Marinekessel
3 × 3-Zyl.-Verbundmaschine
Maschinen­leistung 26.244 PS (19.302 kW)
Höchst­geschwindigkeit 20,0 kn (37 km/h)
Propeller 3 × vierflügelig ⌀ 5,0 m
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung
  • 12 × Sk 28 cm L/45 (900 Schuss)
  • 12 × Sk 15 cm L/45 (1.800 Schuss)
  • 16 × Sk 8,8 cm L/45 (davon ab 1915 2 Flak, 2.400 Schuss)
  • 6 × Torpedorohr ⌀ 45 cm (4 Seiten, 1 Bug, 1 Heck unter Wasser, 16 Schuss)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Panzerung
  • Wasserlinie: 80–300 mm
  • Deck: 55–80 mm
  • Torpedoschott: 30 mm
  • Türme: 90–280 mm
  • Kasematten: 160 mm
  • vorderer Leitstand: 80–400 mm
  • achterer Leitstand: 50–200 mm

Die Nassau-Klasse war eine Klasse von vier Großlinienschiffen der Kaiserlichen Marine, benannt nach preußischen Provinzen. Sie war die erste deutsche Schiffsklasse, die nach ähnlichen Prinzipien wie die britischen Dreadnought-Schlachtschiffe entworfen wurde.

Entwurf

Die Nassau war der erste deutsche Dreadnought und nur unwesentlich größer als der Namensgeber dieser Schiffskategorie in Diensten der Royal Navy. Der Entwurf trug den neuesten Entwicklungen im Bereich der Feuerleitung Rechnung, bei der man auch mit größeren Geschützen mit ihrer höheren Reichweite sicher zielen konnte. Im Inneren wurde das Einrichtungsmaterial Holz immer mehr durch Blech ersetzt. Weitere konstruktive Verbesserungen im Detail betrafen die systembedingten Wanddurchbrüche (Kabelführungen, Rohrsysteme) sowie die Notfallausrüstung (Feuerlösch-, Lenz- und Flutvorrichtungen). Für deren Bauausführung war bis 1914 August Müller zuständig.

Bewaffnung

Die Schiffe der Nassau-Klasse wurden mit den neu konstruierten 28-cm-SK-L/45-Geschützen ausgerüstet. Der Turm wurde als „Drh.L. C/06“ bezeichnet. Die Geschütze darin konnten 6° gesenkt und 20° erhöht werden. Die Türme auf der Mittellinie konnten 150° auf jede Seite der Schiffe geschwenkt werden. Die Seitentürme hatten einen Schwenkbereich von jeweils 160°. Als Granaten standen 302 kg schwere panzerbrechende Geschosse zur Verfügung, die bei maximaler Erhöhung bis zu 18,9 km (ab 1915 20,4 km) weit verschossen werden konnten. Jedes Geschütz hatte einen Munitionsvorrat von 75 Granaten, und die Türme konnten drei Salven pro Minute feuern.

Neben der 28-cm-Hauptartillerie behielt man jedoch, im Unterschied zur Royal Navy, eine mittlere Artillerie von 15-cm-Geschützen bei. Diese hatte Geschütze vom Typ 15-cm-SK L/45 in Kasematten, wo sie 5° gesenkt und 20° erhöht sowie um 80° auf jede Seite geschwenkt werden konnten. Es konnten bis zu sieben Schuss pro Minute mit einem Geschossgewicht von 45,3 kg bei maximaler Erhöhung 14,9 km weit verschossen werden.

Panzerung

Um die damals schon sehr hohe Sprengkraft der Torpedos abzufangen, wurde beginnend mit dem Großen Kreuzer Blücher ein völlig neuartiger Torpedoschutz entwickelt, der bei allen folgenden Schlachtschiff- und Schlachtkreuzerklassen beibehalten und kontinuierlich ausgebaut wurde. Die Dicke der Außenhaut betrug lediglich 12 mm. Dahinter befand sich ein mehrere Meter breiter leerer Raum, der äußere Wallgang. In ihm konnte ein Teil der Sprengenergie abgebaut werden. Hinter einer weiteren normalen, aus ungepanzerten Schiffbaustahl bestehenden Wand, dem Wallgangschott, befand sich als zweiter Raum, der innere Wallgang, der als Kohle- oder Ölspeicher diente. Hier wurde weitere Energie abgebaut und sorgte für eine gleichmäßige Belastung des folgenden aus Panzermaterial bestehenden Torpedoschotts. Bei der Nassau-Klasse betrug dessen Wandstärke 20 mm. Deutsche Schlachtschiffe besaßen durch diese Bauweise eine vergleichsweise große Rumpfbreite.

Literatur

  • Erwin Strohbusch: Kriegsschiffbau seit 1848. Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven 1984.

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Nassau | Westfalen | Rheinland | Posen

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Vorlage:Klappleiste/Ende