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Frank Appel

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Datei:2017-03-08 DHL Vorstand Frank Appel by Olaf Kosinsky-9.jpg
Frank Appel (2017)

Frank Burkhard Bernhard Appel (* 29. Juli 1961 in Hamburg) ist ein deutscher Manager. Er war seit 2002 Mitglied des Vorstands und seit Februar 2008 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG. Am 4. Mai 2023 schied er dort aus.<ref>Deutsche Post DHL Group. In: dpdhl.com. Abgerufen am 17. Februar 2021 (Dr. Frank Appel).</ref> Appel war Mitglied des Aufsichtsrats der Adidas AG.<ref>Post-Chef Frank Appel verlässt Adidas-Aufsichtsrat nach einem Jahr - News : nominations (#1080492). In: de.fashionnetwork.com. 19. März 2019, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Er ist Mitglied des Senates der Max-Planck-Gesellschaft<ref>Übersicht über die Zusammensetzung des Senats der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (PDF; 44,42 kB) In: mpg.de. 8. Dezember 2020, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> und seit April 2022 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Telekom.

Herkunft und Studium (1961 bis 1993)

Frank Appel wuchs in Hamburg-Bergedorf auf. Laut Eigenangaben „ein klassisches Mittelstandskind, in einem Hamburger Neubauviertel, in einem Reihenhaus mit 90 Quadratmeter, da habe ich mir mit meinem Bruder 15 Jahre acht Quadratmeter geteilt“.<ref>Caspar Busse, Caspar Dohmen und Ulrich Schäfer: Post-Chef Appel im Interview - "Ich habe gedacht, es geht schneller" - Wirtschaft - SZ.de. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Mai 2010, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Sein Vater war im Vertrieb einer Shampoofirma tätig<ref>Georg Meck: Konzernspitzen: Der Chefreport - Unternehmen - FAZ. In: faz.net. 25. Juli 2011, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref><ref>adidas - Aufsichtsrat. In: www.adidas-group.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2018; abgerufen am 4. Oktober 2018.</ref>, und sein erstes Geld verdiente er mit 16 Jahren in den Ferien durch Aufstellen und Auszeichnen von Kosmetikprodukten in Hamburger Geschäften.<ref>Frank Appel: "Das war ein prima Ferienjob", General-Anzeiger Bonn</ref> Nach dem Abitur 1981 am Gymnasium Lohbrügge und Grundwehrdienst bei der Luftwaffe im Bodendienst begann er 1983 mit 22 Jahren an der Universität München Chemie zu studieren.<ref>Barbara Nolte, Jan Heidtmann: Die da oben Innenansichten aus deutschen Chefetagen. Suhrkamp Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-46285-0, S. 50 (onleihe.de [PDF; abgerufen am 17. Februar 2021]).</ref> Das Studium schloss er 1989 als Diplom-Chemiker ab. 1993 promovierte er im Bereich Neurobiologie an der ETH Zürich zum Thema {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).

Frank Appel ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Königswinter bei Bonn.

Karriere (1993 bis heute)

Seit 1993 arbeitete Frank Appel in einer deutschen Niederlassung des Unternehmensberaters McKinsey und wurde dort 1999 Mitglied der Geschäftsführung.

2000 wechselte er als Zentralbereichsleiter für die Konzernentwicklung zur Deutschen Post AG.

2002 wurde er in dem Konzern zum Vorstandsmitglied bestellt und verantwortete das Ressort Global Business Services, das globale Key-Account-Management Global Customer Solutions sowie die operative Führung des Konzernprogramms First Choice. 2005 organisierte er die Übernahme des britischen Logistikers Exel.<ref>Michael Machatschke: Zumwinkel-Nachfolger Appel: Der Post-Heroe - manager magazin. In: manager-magazin.de. 15. Februar 2008, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Nachdem der langjährige Postchef Klaus Zumwinkel im Februar 2008 seinen Rücktritt angeboten hatte, wurde Frank Appel am 18. Februar 2008 vom Aufsichtsrat einstimmig und mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Post gewählt.<ref>Erklärung des Aufsichtsrats der Deutschen Post AG. In: www.dpwn.de. 18. Februar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Februar 2008; abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Bereits vor den Steuervorwürfen gegen Klaus Zumwinkel wurde Appel als sein möglicher Nachfolger gehandelt.<ref>Stefan Schultz: Post-Chef Zumwinkel: Die gelbe Eminenz - Der Spiegel. In: spiegel.de. 7. Februar 2008, abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Er beerbte Zumwinkel auch als Aufsichtsratsvorsitzender der Postbank.<ref>Postbank: Postbank: Frank Appel wird neuer Aufsichtsrats-Chef. In: www.postbank.de. 3. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juli 2018; abgerufen am 6. Juli 2018.</ref> Zum 31. Dezember 2010 legte Appel sein Aufsichtsratsmandat bei der Postbank nieder.<ref>Postbank: Veränderung im Aufsichtsrat der Postbank. In: archive.is. 2. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. September 2012; abgerufen am 17. Februar 2021.</ref>

Als Vorstandsvorsitzender der Post verdiente Frank Appel im Jahr 2020 zehn Millionen Euro und war damit bestbezahlter CEO eines DAX-Unternehmens. Diesbezüglich behauptete er, dass sein Gehalt „letztlich vom Markt bestimmt“ werde.<ref>Christoph Schäfer: Post-Chef Appel verteidigt sein Zehn-Millionen-Gehalt. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. März 2023]).</ref>

Am 9. Mai 2018 wurde Appel von der Hauptversammlung der Adidas AG in den Aufsichtsrat gewählt. Ein Jahr später schied er aus dem Aufsichtsrat wieder aus.

Auf der Hauptversammlung am 7. April 2022 wurde Appel bis 2026 in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG gewählt. Noch am selben Tag wurde er durch den Aufsichtsrat, als Nachfolger von Ulrich Lehner, zu dessen Vorsitzendem gewählt.<ref>Deutsche Telekom AG: Aufsichtsrat. Abgerufen am 10. April 2022.</ref>

Frank Appel wurde im August 2023 als Mitglied des Verwaltungsrats in die Max-Planck-Gesellschaft aufgenommen und zum Juli 2024 zum Vizepräsidenten des Verwaltungsrats befördert.<ref>Frank Appel, Königswinter - Manager-Profil | CompanyHouse. Abgerufen am 19. Mai 2025.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Frank Appel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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