Talsperre Lichtenberg
| Talsperre Lichtenberg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lage | Landkreis Mittelsachsen | |||||
| Zuflüsse | Gimmlitz | |||||
| Abfluss | Gimmlitz | |||||
| Größere Orte in der Nähe | Lichtenberg | |||||
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| Koordinaten | 50° 48′ 19″ N, 13° 27′ 39″ O
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| Daten zum Bauwerk
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| Bauzeit | 1966–1975 | |||||
| Höhe über Talsohle | 42,8 m | |||||
| Höhe über Gründungssohle | 46,0 m | |||||
| Höhe über Gewässersohle | 40 m | |||||
| Höhe der Bauwerkskrone | 497,00 m | |||||
| Bauwerksvolumen | 600.000 m³ | |||||
| Kronenlänge | 300 m | |||||
| Kronenbreite | 6 m | |||||
| Böschungsneigung luftseitig | 1:1,5 | |||||
| Böschungsneigung wasserseitig | 1:2 | |||||
| Kraftwerksleistung | 17 kW | |||||
| Daten zum Stausee | ||||||
| Wasseroberfläche | 92,6 ha | |||||
| Speicherraum | 14,42 Mio. m³ | |||||
| Gesamtstauraum | 15,08 Mio. m³ | |||||
| Einzugsgebiet | 38,80 km² | |||||
Die Talsperre Lichtenberg ist eine Talsperre im Freistaat Sachsen in der Nähe von Lichtenberg/Erzgebirge im Landkreis Mittelsachsen. Sie dient der Trinkwasserversorgung, dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung und der Stromerzeugung. Sie ist eine „große Talsperre“ nach ICOLD-Kriterien.
Bauwerk und Betrieb
Der Staudamm der Talsperre Lichtenberg ist ein gerader Steinschüttdamm mit bituminöser Außenhautdichtung. Die Talsperre wurde 1966 bis 1975 in der Nähe von Frauenstein im Erzgebirge erbaut (Inbetriebnahme 1975). An der Luftseite hat der Staudamm zwei Bermen. Im Stausee befindet sich ein Turm, der zur Entnahme des Wassers und als Hochwasserentlastung genutzt wird. Das gestaute Gewässer ist die Gimmlitz.
Von der Talsperre Rauschenbach kann Rohwasser über die Revierwasserlaufanstalt Freiberg hier hin, und weiter zur Talsperre Klingenberg transportiert werden.<ref>Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Talsperre Lichtenberg - Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen - sachsen.de. Abgerufen am 22. Februar 2026.</ref>
Die Dammkrone ist öffentlich begehbar. Es gibt dort einige Ausstellungsstücke, wie z. B. nicht mehr verwendete Ventile zu besichtigen. Ein Rundwanderweg führt um den Stausee. Baden und Freizeitsport im Stausee sind wegen des Trinkwasserschutzes nicht möglich. Angeln ist nur dem Anglerverband Südsachsen gestattet.
Die Talsperre Lichtenberg hat eine Vorsperre (Dittersbach) und zwei Vorbecken (Dittersbach und Burkersdorf).
Sanierung
Nach knapp 50 Jahren durchgängigen Betrieb war eine umfassende Instandsetzung erforderlich, um auch in Zukunft die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Die Sanierung beinhaltet eine neue Außenabdichtung des Staudammes auf der Wasserseite, die Erneuerung der Dammkrone und Baumesswerkstechnik und auch eine Komplettsanierung des Entnahmeturms. Die Kosten dafür werden auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Der Baubeginn war zunächst für 2024 geplant, wurde jedoch aufgrund von Lieferschwierigkeiten von Bauteilen um ein Jahr verschoben. Dafür wurde bereits im Herbst 2024 die Talsperre vollständig entleert. Um den Wasserbedarf während des Baus zu decken, musste vorher eine Ersatzwasserversorgung für die Wasserwerke Freiberg und Lichtenberg aufgebaut werden, die unter anderem durch die Talsperren Rauschenbach und Lehnmühle gewährleistet wird. Im Januar 2025 begannen die Arbeiten: eine Umleitung der Gimmlitz und ein Fangedamm, zum Schutz vor Überflutung der Baustelle.<ref name=":0">Talsperre Lichtenberg – Sanierung der Talsperre Lichtenberg. Abgerufen am 22. Februar 2026.</ref>
Am Staudamm wurde die Dammkrone im Sommer 2025 zurückgebaut und später mit Betonfertigteilen neu aufgebaut. In dem Zuge wird auch das Geländer, der Belag und die Beleuchtung erneuert. In dieser Zeit ist der Übergang für Besucher vollständig gesperrt. Die Asphaltaußenhautdichtung und die Anschlussfuge zum Entnahmeturm, welche vor der Sanierung Probleme bereiteten erhalten eine neue Abdichtung. Die 10 Objektpunktpfeiler zur Bauwerksüberwachung wurden auch neu errichtet, da sie leicht Richtung Luftseite kippten. Andere Bauwerkstechnik im Inneren des Absperrbauwerkes wird auf den gegenwärtigen Stand gebracht.<ref name=":0" />
Bei dem Entnahmeturm wurden die Rohre des Grundablasses und der Rohwasserentnahmeöffnungen erneuert bzw. saniert, zusätzlich eine Epilimnion-Entlastung eingebaut, die wärmeres Wasser aus der oberen Schicht abführen soll. Der Turmkopf bekam neue Fassadenelemente und wurde mit Lagern an dem Turmschaft befestigt um Spannungen, verbunden mit Rissbildungen zu vermeiden.<ref name=":0" />
Siehe auch
Weblinks
- Talsperre Lichtenberg. Informationen zur Talsperre von der sächsischen Landestalsperrenverwaltung
Einzelnachweise
<references />