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Fleet Air Arm

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Die Fleet Air Arm („Flottenluftabteilung“, kurz FAA) ist als Teil der Royal Navy für den Betrieb von Flugzeugen an Bord ihrer Schiffe zuständig. Die Fleet Air Arm betreibt die Lockheed Martin F-35 in einer maritimen Angriffsrolle<ref>F-35 Lightning. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, die AW159 Wildcat<ref name="royalnavy.mod.uk">Wildcat. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und AW101 Merlin in Kommando-<ref name="merlin-mk3">Merlin Mk3. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und U-Jagd-Rollen<ref name="merlin-mk2">Merlin Mk 2. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sowie den BAE Hawk in einer Aggressorenrolle.<ref>Hawk. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit dem Sommer 2023 ist die Princess of Wales die Oberbefehlshaberin der Flottenluftstreitkräfte.<ref>The King and Princess of Wales take on new Naval appointments: The King and Princess of Wales take on new Naval appointments. 11. August 2023, abgerufen am 12. Oktober 2023.</ref>

Fleet Air Arm

Aufstellung 1 April 1924
Staat Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
Typ Flottille (Royal Navy)
Stärke 6.200
Führung
Kommandeur Kommodore in Chief HRH Catherine, Princess of Wales
Insignien
Flugzeugkokarde Datei:RAF Lowvis Army roundel.svg
Datei:Roundel of the United Kingdom.svg
Low-visibility Roundel semi-transparente Kokarde Datei:Low-visibility-RAF-Roundel.svg
Datei:HMS Ark Royal h85716.jpg
Ein Schwarm Fairey Swordfish der FAA über der Ark Royal, 1939

Geschichte

Die Anfänge

Im Januar 1914 wurde vom Air Department der britischen Admiralität der Royal Naval Air Service (kurz RNAS) gegründet. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs hatte der RNAS die Kontrolle über eine größere Anzahl von Flugzeugen als das Royal Flying Corps (RFC) der British Army.

Hauptaufgabe des RNAS waren Aufklärungsflüge über See und Patrouillenflüge entlang der Küste gegen feindliche Schiffe und U-Boote sowie die Verteidigung gegen feindliche Luftangriffe. Im April 1918 verschmolz die RNAS, welche zu diesem Zeitpunkt eine Personalstärke von 67.000 Mann hatte und über 2.949 Flugzeuge, 103 Luftschiffe und 126 Küstenstationen verfügte, mit dem Royal Flying Corps zur Royal Air Force.

Fleet Air Arm

Am 1. April 1924 wurde die Fleet Air Arm of the Royal Air Force gegründet<ref>Fleet Air Arm, Naval Aviation, Royal Navy Air Service History. Abgerufen am 6. Mai 2020.</ref>. Diese umfasste all jene Einheiten der RAF, welche auf Flugzeugträgern und Kampfschiffen stationiert waren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interwar: Fleet Air Arm. (Memento vom 5. Mai 2009 im Internet Archive) Sea Your History.</ref> Am 14. Mai 1937 ging die Fleet Air Arm wieder unter das Kommando der Admiralität. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bestand die Fleet Air Arm aus 20 Staffeln mit insgesamt nur 232 Flugzeugen. Zum Ausrüstungsbestand gehörten noch Doppeldecker wie die Fairey Swordfish. 1945 betrug die Stärke der Fleet Air Arm 59 Flugzeugträger, 3.700 Flugzeuge, 72.000 Personen und 56 Luftstützpunkte, welche über die ganze Welt verteilt waren. Der Flugzeugträger hatte das Schlachtschiff als Großkampfschiff der Flotte verdrängt. Etwa die Hälfte der Flugzeuge war von den USA im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes zur Verfügung gestellt worden.<ref>David Hobbs: The British Carrier Strike Fleet After 1945, Pen & Sword Books, 2015. ISBN 978-1-84832-412-1</ref> Trägergestützte Flugzeuge waren jetzt Angriffswaffen unter eigener Regie.

Nachkriegsgeschichte

Nach dem Krieg stand die Fleet Air Arm vor der schwierigen Aufgabe, Jets in den Flugzeugträgerbetrieb einzugliedern, Ende der 1940er Jahre erhielt die Fleet Air Arm mit der Sea Vampire ihr erstes Strahlflugzeug. Die Düsenflugzeuge jener Zeit waren bei niedrigen Geschwindigkeiten deutlich weniger beschleunigungsfähig als Propellermaschinen. Die Fleet Air Arm verwendete auch noch im Koreakrieg leistungsstarke Kolbenmotorflugzeuge, welche aber schnellfliegende Jets nicht bekämpfen konnten. Einer Staffel von Hawker Sea Furies gelang in einem Angriff dennoch der Abschuss einer MiG-15 und die Beschädigung weiterer Feindflugzeuge.

Datei:Sea Harrier FA2 801 NAS hovers over HMS Illustrious (R06) 2001.jpeg
Sea Harrier FA.2 auf der Illustrious

Als die Jets dann größer, stärker und schneller wurden, benötigten sie auch längere Strecken für Start und Landung. Die United States Navy baute deshalb einfach größere Flugzeugträger. Die Royal Navy baute nach dem Krieg ebenfalls einige wenige große Flugzeugträger, von welchen die großen Kampfflugzeuge De Havilland Sea Vixen und McDonnell F-4 Phantom II sowie Blackburn Buccaneer zum Einsatz kamen, aber man suchte aufgrund notorischer Budgetprobleme nach einer sparsameren, „natürlicheren“ Lösung. Dies führte zur Einführung der Hawker Siddeley Harrier Senkrechtstarter, die von Schiffen jeder Größe aus effektiv eingesetzt werden konnten. In den 1970er Jahren führten Etatkürzungen der britischen Streitkräfte zur Streichung sämtlicher bisheriger Flugzeugträger der Royal Navy. Dennoch gelang es, eine neue Reihe von Trägern im Format von Kreuzern, die Invincible-Klasse, zu bauen und mit Sea Harrier Flugzeugen auszurüsten. Bis 2010 stellten die Harrier das Rückgrat der Starrflügel-Streitkräfte der Royal Navy dar.

Hubschrauber wurden seit den 1960er Jahren ebenfalls zu einem wichtigen Teil der Marineluftwaffe. Zuerst setzte man sie neben den Starrflügel-Flugzeugen auf den Trägern ein, später kamen sie auch auf die meisten kleineren Schiffe. Heute befindet sich auf jedem Schiff von der Größe einer Fregatte oder größer mindestens ein Hubschrauber. Westland Wasps und Sea Harrier spielten 1982 im Falklandkrieg eine wichtige Rolle. 1991 wurden beim Angriff auf irakische Patrouillenboote im Zweiten Golfkrieg Westland Lynx eingesetzt. Sea Kings leisteten bei der Bekämpfung Aufständischer in Sierra Leone Unterstützung.

Die Fleet Air Arm unterhält auf der Basis „Royal Naval Air Station Yeovilton“ in Somerset ein eigenes Museum.

Organisation

Der FAA ist in Staffeln (Squadrons) organisiert. Sie werden mit „# NAS“ benannt, wobei „#“ eine Nummer ist und NAS für „Naval Air Squadron“ (Marine-Luft-Staffel) steht. Die Nummern aus dem Bereich 700 bis 799 werden für Schulungseinheiten verwendet und Nummern aus dem Bereich 800–899 für Staffeln im operativen Einsatz. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die 1700er und 1800er Zahlenbereiche ebenfalls für Staffeln im operativen Einsatz verwendet.

Von den einst diversen Militärflugplätzen werden noch zwei hauptsächlich vom Fleet Air Arm genutzt, das sind die HMS Heron, (Royal Naval Air Station Yeovilton) und die HMS Seahawk (Royal Naval Air Station Culdrose). Einige Einheiten liegen auf weiteren Plätzen, zum Flugtraining (RAF Barkston Heath und RAF Shawbury). Die Flugzeuge vom Typ F-35 sind gemeinsam mit den RAF-Flugzeugen auf RAF Marham stationiert.

Flugtraining

Spezialaufgaben

Einsatzgeschwader

  • 809 Naval Air Squadron, Reaktiviert 2023<ref>809 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf F-35.
  • 814 Naval Air Squadron<ref>814 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Merlin Mk2 U-Boot-Jäger
  • 815 Naval Air Squadron<ref>815 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wildcat HMA 2 U-Boot-Jäger
  • 820 Naval Air Squadron<ref>820 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Helikopterstaffel für den Einsatz vom Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth
  • 824 Naval Air Squadron<ref>824 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> „Operationelle“ Helikopter-Schulungsstaffel für Merlin Helikopter in Culdrose
  • 825 Naval Air Squadron<ref>825 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Operational Conversion Unit, „operationelle“ Helikopter-Schulungsstaffel für Wildcat Helikopter in Yeovilton
  • 845 Naval Air Squadron (für Royal Marines)<ref>845 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 24. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mit Merlin HC4
  • 846 Naval Air Squadron (für Royal Marines)<ref>846 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Operational Conversion Unit und Maritime Counter Terrorism Air Group (MAG) mit Merlin HC4
  • 847 Naval Air Squadron (für Royal Marines)<ref>847 Naval Air Squadron. Royal Navy, abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mit Wildcat

Ausrüstung

Datei:Westland.eh101.merlin.fairford.arp.jpg
Merlin HM1, RAF Fairford
Datei:Britain's most advanced jets touch down on home soil MOD 45164370.jpg
F-35B Lightning II
Datei:Royal Navy Wildcat Helicopter MOD 45158434.jpg
AgustaWestland AW159 Wildcat
Datei:Royal Navy Commando Helicopter Force Merlin HC3-3A (28450747245).jpg
Merlin HC3
Datei:ZM320 Grob G120TP-A Prefect T1 (27903385637).jpg
Grob Prefect T1, ein Turboprop-Trainer

Der FAA betreibt sowohl Starrflügel-Flugzeuge als auch Hubschrauber. Die Flugzeuge werden nach dem gleichen System bezeichnet, welches auch die RAF verwendet.

Der FAA betrieb im Jahr 2020 deren 174 Flugzeuge.<ref>Military Aircraft:Written question - 225369. Abgerufen am 6. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hierbei handelt es sich in erster Linie um Hubschrauber mit zusätzlichen F-35-Flugzeugen, die derzeit getestet werden.

Die Royal Navy beschaffte zum Betrieb der F-35B Lightning II (STOVL) die Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse. Die gemeinsame Landbasis aller britischen F-35 ist RAF Marham.

Erwähnenswerte Mitglieder des Fleet Air Arm

Siehe auch

Literatur

  • Ray Sturtivant, Theo Ballance: The Squadrons of the Fleet Air Arm. 1. Auflage. Air Britain, Kent UK 1994, ISBN 0-85130-223-8.

Weblinks

Commons: Fleet Air Arm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />