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Neuselingsbach

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Neuselingsbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(100)&title=Neuselingsbach 49° 28′ N, 10° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(100) 49° 28′ 5″ N, 10° 38′ 33″ O
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Höhe: 332–360 m ü. NHN
Einwohner: 100 (2017)<ref name="Neuhof"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.neuhof-zenn.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Dezember 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neuhof-zenn.de</ref>
Postleitzahl: 90616
Vorwahl: 09107

Neuselingsbach (früher auch Buckmühle genannt<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 772.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Neuselingsbach liegt in der Gemarkung Neuziegenrück.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>

Geografie

Das Dorf liegt am Neuselingsbach, einem linken Zufluss der Zenn. 0,5 km westlich des Ortes liegt das Waldgebiet Fichtlein, im Süden befindet sich der Sandbühl. Neuselingsbach lässt sich in zwei Dorfteile einteilen: den Ortskern im Süden und das ehemalige Wochenendgebiet im Norden, in dem noch einige Wochenendhäuser, aber größtenteils jetzt Eigentumshäuser stehen. Der Ort wird von der Staatsstraße 2255 tangiert, die nach Neuziegenrück (0,6 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2413 (0,9 km südöstlich) führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an der Röschenmühle vorbei nach Altselingsbach (1,7 km nordwestlich) bzw. zur St 2413 (0,8 km südlich), eine weitere führt nach Vockenroth (1 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde wie Neukatterbach und Neuziegenrück im 17. Jahrhundert von österreichischen (und Schweizer) Glaubensflüchtlingen gegründet.<ref>H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 117.
Nach H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 32, soll Neuselingsbach 1720 gegründet worden sein.</ref><ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neuselingsbach sechs Anwesen (1 Mühle, 5 Häuser). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof.<ref name="H116">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 116.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neuselingsbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhof an der Zenn und der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Neuhof an der Zenn zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Neuziegenrück umgemeindet.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 204.</ref> Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, wurde Neuselingsbach nach Neuhof an der Zenn eingemeindet.<ref>Neuhof an der Zenn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 19. April 2025.</ref>

In Neuselingsbach gibt es noch eine alte Mühle, die mittels Wasserkraft Holz sägte und Mehl mahlte. Die Mühle ist an die 300 Jahre alt. Das genaue Alter ist jedoch nicht bekannt, außerdem sind das Hauptgebäude und einige Nebengebäude extrem verfallen, jedoch ist sie eins der zwei ältesten Gebäude in Neuselingsbach, das zweite und weitaus ältere Gebäude ist das Haupthaus der im Ort befindlichen Gastwirtschaft Hammer, historischen Quellen zufolge war es lange Zeit eine Station für Kutschen und Postkutschen, um die Pferde für den Berganstieg nach Markt Erlbach zu wechseln, wurde dann aber mit der Zeit in eine Gastwirtschaft umgewandelt.

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner 57 73 65 57 58 44 56 52 56 54 60 100
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 9 10 16 12 11 10 10 29
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 78 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 98 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1061, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1228, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1162 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1235 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1273 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1100 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 807 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 176 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 341 (Digitalisat).</ref> || <ref name="Neuhof"/>

Religion

Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Thomas (Neuhof an der Zenn) gepfarrt.<ref name="H116"/> Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war<ref name="OV 1961"/><ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref> und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.<ref>Gemeinden. In: ssb-westmittelfranken.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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