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Ruine Neideck

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Ruine Neideck
Alternativname(n) Neidegg, Herlisberg
Staat Deutschland
Ort Eberhardzell
Entstehungszeit 1200 bis 1300
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Mauerreste
Ständische Stellung Adlige
Geographische Lage 48° 0′ N, 9° 49′ OKoordinaten: 48° 0′ 28,8″ N, 9° 49′ 20,6″ O
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Höhenlage 640 m ü. NN
Ruine Neideck (Baden-Württemberg)
Ruine Neideck (Baden-Württemberg)

Die Ruine Neideck, auch Neidegg oder Herlisberg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg in der Gemeinde Eberhardzell im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg.

Geographische Lage

Die Ruine Neideck befindet sich auf der bewaldeten Ostflanke des Hochgeländs auf einem westlichen Bergsporn (ca. 640 m ü. NN<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref>) des Tals der Umlach, etwa 650 Meter nördlich der Eberhardzeller Kirche.

Geschichte

Die Burg wurde 1331 von den Herren von Waldsee an die Habsburger verkauft. 1478 erwarben die aus Graubünden stammenden Herren von Neidegg die Anlage, die fortan ihren Namen trug. Im Jahr 1520 kaufte Truchsess Georg III. von Waldburg die Herrschaft Eberhardzell-Schweinhausen und das damit verbundene Schloss in Eberhardzell. Entgegen der Annahme, die Burg sei im Bauernkrieg 1525 zerstört worden, war sie 1607 laut einer Quelle durch hohes Alter verwittert, jedoch nicht verfallen. Die Mauern der Burg Neidegg wurden ab 1609 größtenteils abgetragen, um als Baumaterial für den Bau der nahegelegenen Heinrichsburg zu dienen.<ref name=":0" />

Architektur

Die Burganlage Neidegg bei Eberhardzell, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückreichen, besteht aus einem Kernbereich und einer etwa 3 bis 4 Meter tiefer gelegenen Vorburg. Beide Teile waren durch einen 30 Meter breiten und bis zu 12 Meter tiefen Halsgraben getrennt.

Von der einstigen Bebauung sind heute nur noch geringe Mauerreste erhalten. Dazu zählen die Fundamente des 16 mal 14 Meter großen Hauptgebäudes mit einem Anbau, eines kleineren Nebengebäudes sowie Teile der Umfassungsmauer.<ref name=":0">Karte der Kulturdenkmale des Landes Baden-Württemberg. geoportal-bw.de, abgerufen am 22. September 2025.</ref> Von der ehemaligen Burganlage sind noch Mauerreste erhalten.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Max Miller (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6: Baden-Württemberg (= Kröners Taschenausgabe. Band 276). Kröner, Stuttgart 1965, DNB 456882928.
  • Stefan Uhl: Burgen, Schlösser und Adelssitze im Landkreis Biberach. In: Gesellschaft für Heimatpflege (Kunst- und Altertumsverein) Biberach e.V. (Hrsg.): Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach. Jahrgang 9. Sonderheft 1. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1986, DNB 860992969, S. 53–54.

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