Zum Inhalt springen

Emil Greul

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. März 2025 um 14:16 Uhr durch imported>Andim (PD-Fix).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Johann Emil Greul (* 29. Dezember 1895 in Neubessingen, Bezirksamt Karlstadt; † 30. Oktober 1993 in Bremen) war ein deutscher Offizier, zuletzt Admiralstabsarzt sowie letzter Sanitätschef der Kriegsmarine und Chef des Marinemedizinalamtes<ref name="marinearchiv">Marinemedizinalabteilung / Marinemedizinalamt (G) / Sanitätschef der Kriegsmarine, Deutsches Marinearchiv.</ref>.

Leben

Greul trat während des Ersten Weltkriegs als Freiwilliger am 1. Mai 1915 in die Bayerische Armee ein und wurde der Feldartillerie zugeteilt. Mit Beendigung des Krieges, in dem er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Verwundetenabzeichen in Schwarz ausgezeichnet worden war,<ref name="RanglisteM1929">Rangliste der Deutschen Reichsmarine. Hrsg.: Reichswehrministerium. E.S. Mittler & Sohn. Berlin 1929. S. 68.</ref> erfolgte als Leutnant der Reserve seine Entlassung aus dem Militärdienst.

Während seines Studiums wurde er Mitglied der Akademisch-Musikalischen Verbindung Würzburg.<ref>Verband Alter SVer (VASV): Anschriftenbuch und Vademecum. Ludwigshafen am Rhein 1959, S. 48.</ref>

Er bemühte sich um die Aufnahme in die Reichsmarine und wurde am 17. Februar 1922 durch Verfügung der Marineleitung in das aktive Marinesanitätsoffizierskorps eingestellt.

Als Flottenarzt der Kriegsmarine war er im Zweiten Weltkrieg ab 1939 Chefarzt des Marinelazaretts in Wesermünde. Ab 1941 leitete er in Tübingen als Admiralarzt bis Oktober 1943 die Marineärztliche Akademie. Seit Oktober 1943 Sanitätschef der Kriegsmarine, bekleidete er dieses Amt auch nach der Kapitulation bis zum 23. Mai 1945. Greul war einer der Herausgeber der Zeitschrift Der Deutsche Militärarzt.<ref name="Klee200">Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 200.</ref>

In der Nachkriegszeit befand er sich vom 23. Mai 1945 bis zum 17. August 1947 in alliierter Kriegsgefangenschaft. Später ermunterte er Hartmut Nöldeke zur Veröffentlichung erster Arbeitsergebnisse zum Thema Sanitätsdienst an Bord und „zu weiterem Suchen nach noch verborgenen Unterlagen, vor allem aus dem Zweiten Weltkrieg, um die Lehren aus der Vergangenheit für die Gegenwart und die Zukunft nutzbar zu machen“.<ref name="nödelke">Aus dem Vorwort zu Der Sanitätsdienst in der deutschen Flotte im Zweiten Weltkrieg, Vizeadmiral a. D. Günter Fromm, Schortens, im April 2003</ref> Greul war ab 1948 Präsident der Landesgesundheitsverwaltung Bremen und von 1953 bis 1962 als Senatsdirektor Stellvertreter der Senatsverwaltung für Gesundheit.<ref name="Klee200" />

Greul war seit dem 14. Juli 1932 mit Irma Gertrud Johanna geb. Sievers (1907–1986) verheiratet. Die Eheschließung fand in Hamburg statt. Emil Greul starb am 30. Oktober 1993 um 05:30 Uhr in seiner Wohnung in der Anna-Lühring-Straße 37 in Bremen im Alter von 97 Jahren.<ref>Standesamt Bremen-Mitte, Sterberegister 1993. Signatur: StAB 4.60/5 14030. In: arcinsys.niedersachsen.de. Staatsarchiv Bremen, abgerufen am 26. März 2025 (4934 / 1993).</ref>

Auszeichnungen

Literatur

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 1: A–G. Biblio Verlag. Osnabrück 1988. ISBN 3-7648-1499-3. S. 458–459.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Sanitätschefs der deutschen Marinen

Vorlage:Hinweisbaustein