Jona Metzger
Jona Metzger ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Yona Metzger transkribiert; * 4. August 1953 in Haifa) war in der Zeit von 2003 bis 2013 aschkenasischer Oberrabbiner in Israel. Er gilt als nationalreligiös-orthodox.<ref>Jüdische Zeitung, 2010 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online / Artikel in der Jüdischen Zeitung ( vom 21. August 2011 im Internet Archive))</ref>
Leben
Metzger war Soldat in der israelischen Armee und kämpfte in mehreren Kriegen. Er verließ die Armee als Militärrabbiner im Rang eines Hauptmanns.
Anschließend studierte Metzger an der Kerem Be-Yavne Hesder-Jeschiwa und lehrte gleichzeitig an einer Jeschiwa und an Schulen. Er übernahm die Stelle des Rabbiners an der Tiferet Zvi Synagoge in Tel Aviv und war später für den ganzen Norden Tel Avivs zuständig. Er veröffentlichte mehrere Bücher.
Metzger gab im Januar 2008 der Haaretz ein Interview, in dem er sich dafür einsetzte, die Palästinenser in den Gazastreifen und die ägyptische Sinai-Halbinsel zu vertreiben. Jerusalem würde den Juden gehören, und die Muslime hätten keine Beziehung dazu.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel in der Haaretz ( vom 3. Dezember 2009 im Internet Archive) (engl.)</ref> Metzger wurde von moderaten Israelis und der arabischen Welt kritisiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The rabbi lights the fuse - Haaretz Daily Newspaper ( vom 21. August 2008 im Internet Archive), Israel News</ref>
Im August 2012 reiste er nach Deutschland, um sich mit Vertretern der Bundesregierung wegen eines zukünftigen Gesetzes zur Brit Mila zu treffen. Seine Position erläuterte er anschließend auch vor der Bundespressekonferenz.<ref>Thorsten Denkler: Oberrabbiner in Berlin – Rabbi Metzger zieht die Grenzen der Beschneidung. In: Süddeutsche Zeitung. 22. August 2012.</ref> Dieser Solidaritätsbesuch war nicht angekündigt und stieß auf den Widerstand des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Aufgrund von Korruptionsvorwürfen, die er zunächst bestritt, suspendierte er sich im Juni 2013 selbst von seinem Amt als Oberrabbiner.<ref>Sabine Brandes: Oberrabbiner suspendiert sich selbst: Jona Metzger weist nach wie vor alle Vorwürfe zurück. In: Jüdische Allgemeine. 24. Juni 2013.</ref> Am 18. November 2013 wurde er in Untersuchungshaft genommen. Ihm wurden unter anderem die Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von mehreren Millionen Schekel sowie Geldwäscherei, Behinderung einer Untersuchung und Betrug vorgeworfen. Die Polizei verdächtigte Metzger, von nicht-gewinnorientierten Organisationen Bestechungsgelder akzeptiert und im Gegenzug deren Interessen gefördert zu haben. Letztendlich gab er einige Tatbestände zu und trat, nachdem ein Vergleich gescheitert war, 2017 eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren an.<ref>Rabbi Metzger punishment worsened. 23. Februar 2017, abgerufen am 14. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Als Nachfolger im Amt als Oberrabbiner der aschkenasischen Oberrabbiner in Israel wurde im Juli 2013 David Lau gewählt.<ref>Haaretz: Israel's New Chief Rabbis Are Chosen: Sephardi Rabbi Yitzhak Yosef and Ashkenazi Rabbi David Lau</ref>
Weblinks
- Ashkenazi Chief Rabbi Yona Metzger, Eintrag auf der Website des israelischen Außenministeriums
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Metzger, Jona |
| ALTERNATIVNAMEN | יונה מצגר; Metzger, Yona; Meṣger, Yônā |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Oberrabbiner |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1953 |
| GEBURTSORT | Haifa |