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Klevtsov-Teleskop

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Datei:Klevcov-féle távcső.png
Strahlengang eines Klevtsov-Teleskops

Das Klevtsov-Teleskop ist ein Spiegelteleskop, das von dem Russen Juri A. Klewzow ab dem Jahr 1974 konstruiert wurde, bei dem zwei Spiegel mit Linsen zu einem katadioptrischen System kombiniert sind. Damit gelingt die Beseitigung von Abbildungsfehlern auf einfache Weise, und das Teleskop erzeugt so ein scharfes Bild von einem weiten Sichtfeld.

Durch die zwei Spiegel ergibt sich bei dem Klevtsov-Teleskop ein Strahlengang ähnlich dem Cassegrain-Teleskop. Jedoch vermeidet es die schwierig herstellbaren Spiegelflächen des Cassegrain und nutzt wie das Maksutov-Teleskop einen sphärischen Hauptspiegel und eine meniskusförmige Linse, mit der die sphärische Aberration des Teleskops korrigiert wird. Diese Linse befindet sich bei dem Klevtsov-Teleskop im sich verjüngendem Strahlengang nahe des kleineren zweiten Spiegels und ist aufgrund der sich daraus ergebenden geringeren Größe einfacher herzustellen. Der zweite Spiegel ist zudem als Manginspiegel ausgeführt, wodurch es sich von ähnlichen früheren Entwürfen unterscheidet.<ref name="Klevtsov1de">Yu. A. Klevtsov: Neue optische Systeme für Teleskope kleinerer Abmessungen. In: Opticheskij Zhurnal. Band 67, 2000, S. 104–109 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />telescopes.ru [Memento vom 25. September 2006 im Internet Archive]).</ref><ref>Patent SU605189A1: КАТАДИОПТРИЧЕСКИЙ ТЕЛЕСКОП. Angemeldet am 22. Dezember 1975, Erfinder: Юрий Андреевич Клевцов. (Digitalisat der russischen Patentdatenbank Rospatent)</ref>

Im Gegensatz zum Maksutov- und dem Schmidt-Cassegrain-Teleskop ist das Klevtsov-Teleskop jedoch vorn offen (wie ein Newton-Teleskop): Das optische Korrektionselement befindet sich nicht an der vorderen Tubusöffnung, sondern ist auf der Innenseite des Sekundärspiegels montiert. Die Korrektionslinse hat den gleichen Durchmesser wie der Sekundärspiegel und ist somit deutlich kleiner als in einem Maksutov-Teleskop.

Der Strahlengang läuft vom Hauptspiegel durch die Korrektionslinse zur Mangin-Fangspiegel, an dessen Rückseite das Licht reflektiert wird. Die Strahlen treten aus den Glas des Mangin-Fangspiegels aus, durchlaufen die Korrektionslinse und werden durch die Bohrung des Hauptspiegels zum Okular geführt.

Das Klevtsov-Teleskop weist im Prinzip ähnliche Vorzüge auf wie ein Maksutov-Teleskop. Wegen der kleineren Korrektionslinse ist es jedoch deutlich leichter (und billiger) als ein Maksutov-Teleskop gleicher Öffnung und eignet sich deshalb auch für größere Öffnungen. Allerdings ergibt sich durch den optisch ungünstiger positionierten Korrektor nur ein kleineres Sichtfeld, von deutlich weniger als 1 Grad.<ref name="to-sub">Vladimir Sacek: Sub-aperture corrector examples: Two-mirror systems. Abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> Nachteilig ist weiterhin, dass das Korrektionselement mit besonderer Präzision gefertigt und justiert werden muss, da sich optische Fehler wegen des zweimaligen Strahlendurchgangs und aufgrund seiner geringen Größe stärker auswirken. Auch wird meist der Sekundärspiegel und Korrektor von Streben gehalten, da im vorderen Teil des Tubus kein Glaselement die volle Öffnung einnimmt; dies führt zu Bildartefakten durch Lichtbeugung an den Streben.

Klevtsov-Teleskope mit einer Apertur von 15, 20 und 25 Zentimeter wurden von der Firma TAL angeboten und mit einer Apertur von 30 cm wurde experimentiert.<ref name="Klevtsov1de" /> Zudem wurde eine zerlegbare Ausführung konstruiert und gebaut.<ref>Rinaldo Sperottoa, Sergio Poppib, Claudio Pernechele: A new optical design for dismountable and portable catadioptric telescope. (astropolis.pl).</ref>

Ähnliche Varianten

Einzelnachweise

<references />

Weblinks