Zum Inhalt springen

Bernard Purdie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. Oktober 2025 um 05:50 Uhr durch imported>Freimut Bahlo (Werdegang).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Bernard Purdie 2020.jpg
Bernard Purdie, 2020

Bernard Lee „Pretty“ Purdie (* 11. Juni 1939 in Elkton, Maryland), auch „Mississippi Bigfoot“ genannt, ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Sessionmusiker, der mit unterschiedlichen weltberühmten Soul-, Rock-, Pop- und Jazz-Musikern gearbeitet hat. Nach eigenen Angaben hat er mit 2500 Musikern gespielt und ist auf mehr als 4000 Aufnahmen zu hören. Damit wäre er der weltweit am meisten aufgenommene Schlagzeuger.<ref>www.youtube.com Dokumentation der New York Times (englisch)</ref>

Werdegang

Purdie hatte seinen ersten Auftritt im Alter von 11 Jahren. Er zog 1960 nach New York City und begann mit Lonnie Youngblood zu spielen, bevor er bei King Curtis arbeitete; Albert Ayler holte ihn 1968 zu den Aufnahmen seines Ensembles; außerdem wirkt er bei Archie Shepps Album Kwanza (1974) mit. 1970 arbeitete er bei Aretha Franklin und war für fünf Jahre ihr Musical Director. Er tourte auch mit Trompeter Dizzy Gillespie und Saxophonist Hank Crawford und spielte mit Max Roach und Miles Davis (Get Up with It, 1974).

Purdie gilt als einflussreicher und innovativer Vertreter des Funk und ist bekannt für einen „rolling“ Shuffle Beat, den er den Purdie Shuffle nennt. Zwei Beispiele sind auf Steely Dans Home at Last und Babylon Sisters zu hören.<ref>Mein Klassiker - Achim Hagemann über "Babylon Sisters" - "Das ist ein Lied zum Auto fahren". Abgerufen am 13. Februar 2022.</ref> Er gilt auch als einer der Erfinder des Acid-Jazz-Genre. Kollegen beschrieben seinen Stil als funkiest soul beat im Musikgeschäft. Er spielte den Soundtrack zu dem ersten afroamerikanischen Pornofilm namens Lialeh aus dem Jahr 1974.

2016 listete ihn der Rolling Stone auf Rang 20 der 100 größten Schlagzeuger aller Zeiten.<ref>100 Greatest Drummers of All Time. Rolling Stone, 31. März 2016, abgerufen am 6. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Musiker und Gruppen, mit denen Purdie zusammen gespielt hat

(Auswahl)

Ausgewählte Diskographie

Als Leader

  • Soul Drums (1968)
  • Soul Fingers (1968)
  • Purdie Good (1971)
  • Soul Is...Pretty Purdie (1972)
  • Lialeh (1974)
  • Master Drummers Vol.1 (1994)
  • Master Drummers Vol.2 (1996)
  • Get It While You Can (1999)

Als Sideman

Trivia

Für den Bee-Gees-Hit Stayin’ Alive wurden zwei Takte des bereits aufgenommenen Liedes Night Fever hintereinander auf einem Band aufgenommen („geloopt“) und für Stayin’ Alive verwendet. Als Schlagzeuger gaben die Bee Gees „Bernard Lupé“ an, eine frankophone Anspielung auf Bernard Purdie. Es gab viele Anfragen zu Bernard Lupé, bis bekannt wurde, dass es ihn nicht gab.<ref>CLASSIC TRACKS: The Bee Gees 'Stayin' Alive'. Abgerufen am 3. Oktober 2021.</ref>

Literatur

  • Bernard Purdie. In: The New Grove Dictionary of Jazz. 2. Auflage, 2001.

Weblinks

Commons: Bernard Purdie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Musikbeispiele

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein