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Rostschwanzdrossel

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Rostschwanzdrossel
Datei:Naumann's Thrush in Temple of Heaven.JPG

Rostschwanzdrossel (Turdus naumanni)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Rostschwanzdrossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus naumanni
Temminck, 1820
Datei:Turdus naumanni MHNT.ZOO.2010.11.189.10.jpg
Turdus naumanni , Sammlung Museum von Toulouse

Die Rostschwanzdrossel (Turdus naumanni) auch Naumanndrossel ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).<ref name="avibase">Rostschwanzdrossel (Turdus naumanni) bei Avibase</ref><ref>P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF</ref>

Die Art brütet in Sibirien vom Jenissei östlich bis zum Lenabecken, das Überwinterungsgebiet reicht vom äußersten Südosten Russlands über Nordkorea und Ostchina bis zum Jangtsekiang und Taiwan, selten auch Japan.<ref name="Birds">N. Collar: Naumann's Thrush (Turdus naumanni), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus naumanni</ref>

Die Art wurde früher als konspezifisch mit der Rostflügeldrossel (Turdus eunomus) angesehen.<ref>Turdus [naumanni or eunomus] in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 9. Februar 2026.</ref>

Der Lebensraum umfasst Weiden mit einzelnen Bäumen, auch Kulturland und Gärten, Tundra und baumbestandene Steppe, dicht mit Weiden und Pappeln bewachsene Ufer, buschiges Flachland mit Birken und Erlen<ref name="Birds" /><ref name="BNI">R. Grimmett, T. Inskipp: Birds of Northern India. Helm Field Guides, 2017, ISBN 978-0-7136-5167-6</ref>

Der Artzusatz bezieht sich auf Johann Andreas Naumann.<ref>J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.</ref>

Merkmale

Der Vogel ist 23–25 cm groß und wiegt 63–81 g. Merkmale sind der auffallende Überaugenstreif, gegen dunkle Kopfkappe und Ohrdecken abgesetzt, die Flecken auf der Brust, die ein bis auf die Flanken reichendes Brustband bilden, gegen weiße Unterseite abgesetzt, sowie ein kastanienbrauner Flügelspiegel. Das Männchen ist an der Oberseite graubraun blass olivfarben überhaucht, der Überaugenstreif ist blass rotbraun bis gelbbraun. Die Schulterfedern tragen rotbraune Spitzen ebenso wie die mittleren Flügeldecken. Der Schwanz ist blass rotbraun. Die Unterseite ist orange bis rotbraun, der schmale Kinnstreif ist dunkel gefleckt, der Übergang Brust zu Unterseite weißlich geschuppt. Der Schnabel ist dunkel mit gelblichem Unterschnabel, die Beine sind gelblich braun. Weibchen zeigen keinen Flügelspiegel, einen brauneren Schwanz und eine gelbbraune Kehle mit deutlicherem Kinnstreif. Jungvögel sind kräftig gelbbraun gestrichelt am Mantel und den Schulterfedern, an der Unterseite haben sie schwarze Flecken, der Flügelspiegel ist kaum sichtbar.

Die Oberseite ist graubraun. Brust und Flanken sind auf weißem Grund kräftig rostrot gefleckt. Der Schwanz ist rostrot. Die Rostschwanzdrossel ist Brutvogel im südlichen Mittel- und Ostsibirien. Umherstreifende Vögel gelangen selten bis Mittel- und Westeuropa.

Gegenüber der Rostflügeldrossel (Turdus eunomus) ist der Vogel heller gefärbt mit etwas orangefarbenen Flanken, auch unterscheiden sich die Lebensräume im nördlichen bzw. südlichen Sibirien.<ref name="Birds" /><ref name="BNI" />

Geografische Variation

Die Art ist monotypisch.<ref name="avibase" /><ref name="Birds" /><ref>IOC World Bird List 15.1 Thrushes</ref><ref name=AviList>AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025</ref>

Früher wurde die Rostflügeldrossel (Turdus eunomus <templatestyles src="Person/styles.css" />Temminck, 1831)<ref name="temminck514">Coenraad Jacob Temminck (1831), Tafel 514 & Text.</ref> als deren Unterart geführt.

Es wurden Hybride mit der Rotkehldrossel (Turdus ruficollis) Turdus ruficollis x naumanni , mit der Schwarzkehldrossel (Turdus atrogularis) Turdus atrogularis x naumanni und mit der Rostflügeldrossel (Turdus eunomus) Turdus eunomus x naumanni nachgewiesen.

Stimme

Der Gesang des Männchens besteht aus kurzen Strophen mit längeren Pausen dazwischen, mit einem Pfeifen beginnend und zunehmend in raues Rasseln. Ihr Ruf „quapos“ wird oft mit dem der Wacholderdrossel verwechselt, ihr Gesang ähnelt dem der Rotdrossel (Turdus iliacus).<ref name="Birds" />

Lebensweise

Die Art ist ein Zugvogel, das Brutgebiet wird zwischen September und November verlassen. Die Vögel kehren ab April bis Anfang Juni zurück.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Insektenlarven, im Herbst auch aus Beerenobst.

Die Brutzeit liegt zwischen Mai und Juni.<ref name="Birds" />

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025. Eingestellt von: BirdLife International, 2025. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

Literatur

  • Lars Svensson, Peter J. Grant, Killian Mullarney, Dan Zetterström: Der neue Kosmos Vogelführer. Kosmos, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07720-9.
  • Coenraad Jacob Temminck: Manuel d'ornithologie, ou, Tableau systématique des oiseaux qui se trouvent en Europe: précédé d'une analyse du système général d'ornithologie, et suivi d'une table alphabétique des espèces. 2. Auflage. Band 1. H. Cousin, Paris 1820, S. 170–171 (biodiversitylibrary.org – Erschien zwischen 1820–1840).
  • Coenraad Jacob Temminck: Nouveau recueil de planches coloriées d'oiseaux: pour servir de suite et de complément aux planches enluminées de Buffon (Tafel 514 & Text). Band 2, Lieferung 87. Legras Imbert et Comp., Straßburg 1831 (biodiversitylibrary.org – Erschien zwischen 1820–1839 in 102 Lieferungen).

Weblinks

Commons: Rostschwanzdrossel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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