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Piaranthus

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Piaranthus
Datei:Piaranthus gem glob.jpg

Piaranthus geminatus

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Ceropegieae
Untertribus: Stapeliinae
Gattung: Piaranthus
Wissenschaftlicher Name
Piaranthus
R.Br.

Die Piaranthus sind eine Pflanzengattung der Unterfamilie Asclepiadoideae, die der Familie Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) zugerechnet wird.

Merkmale

Die Gattung Piaranthus umfasst kleine, stammsukkulente Formen mit plagiotropen Trieben und rasenförmigem Wuchs. Die Triebe sind kugelig oder zylindrisch (1–6 cm × 0,8–2 cm) mit einem vier- oder fünfkantigen Querschnitt. Die sehr kleinen (etwa 1 mm) Laubblätter sind dreieckig und fallen schnell ab.

Der Blütenstand entwickelt sich an der Seite der Stämmchen und umfasst ein bis zehn Blüten, die sich mehr oder weniger gleichzeitig öffnen. Die Blüte misst 6–42 mm im Durchmesser. Die fünf Kronblätter sind sternförmig mit freien Kronenzipfeln oder glockenförmig verwachsen mit kurzen Kronenzipfeln. Die Kronenzipfel sind außen grün, innen gelblich, cremegelb, elfenbeinfarben bis weißlich mit roten oder rotbraunen Punkten oder Bändern. Sie sind kahl, papillös oder mit kurzen Haaren versehen. Die Nebenkrone ist intensiv gelb.

Die paarigen Balgfrüchte messen jeweils 6–14 cm in der Länge und 4–8 mm im Durchmesser und enthalten bis zu 130 Samen.

Vorkommen

Das Vorkommen der Gattung ist auf Namibia und Südafrika beschränkt.

Datei:Piaranthus comptus.jpg
Piaranthus comptus
Datei:Piaranthus comptus 1DS-II 2943.jpg
Piaranthus comptus
Datei:Piaranthus parvulus (4354661554).jpg
Piaranthus parvulus

Taxonomie und Systematik

Piaranthus wurde 1809 von Robert Brown in Memoirs of the Wernerian Natural History Society Band 1 Seite 23 erstbeschrieben.

Meve (in Albers & Meve) verzeichnet sieben Arten (mit je zwei Unterarten und Varietäten). Nach WCSP durch R. Govaerts sind es nun neun Arten:<ref name="WCSP" />

  • Piaranthus atrosanguineus <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Bruyns: Südöstliches Botswana bis nördliches Südafrika.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus comptus <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Brown: Kapprovinz (südliche Karoo).<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus cornutus <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Brown (Syn.: Piaranthus decorus ssp. cornutus <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Meve), mit drei Varietäten:
    • Piaranthus cornutus var. cornutus: Südliches Namibia bis Oranje-Freistaat.<ref name="WCSP" />
    • Piaranthus cornutus var. mennellii <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.A.Lückh.) Plowes: Kapprovinz.<ref name="WCSP" />
    • Piaranthus cornutus var. ruschii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nel) Bruyns: Südwestliches Namibia.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus decipiens <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Bruyns (Syn.: Huerniopsis decipiens <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Brown): Sie kommt in Südafrika vor.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus erratus <templatestyles src="Person/styles.css" />Plowes: Sie wurde 2014 aus der westlichen Kapprovinz erstbeschrieben.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus fuscatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Plowes (Syn.: Piaranthus pillansii var. fuscatus <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Brown) Sie wurde 2014 von der Varietät zur Art eingestuft.<ref name="WCSP" /> Sie kommt in der Kapprovinz vor.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus geminatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Masson) N.E.Brown: Mit zwei Unterarten:
    • Piaranthus geminatus subsp. decorus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Masson) Bruyns (Syn.: Piaranthus decorus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Masson) N.E.Brown): Sie kommt in der Kapprovinz vor.<ref name="WCSP" />
    • Piaranthus geminatus subsp. geminatus (Syn.: Piaranthus barrydalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Meve, Piaranthus geminatus var. foetidus <templatestyles src="Person/styles.css" />(N.E.Br.) Meve): Sie kommt in der südlichen und südöstlichen Kapprovinz vor.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus parvulus <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Brown: Sie kommt in der Kapprovinz (südwestliche Karoo) vor.<ref name="WCSP" />
  • Piaranthus punctatus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Masson) Schultes, mit den Varietäten:
    • Piaranthus punctatus var. framesii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pillans) Bruyns (Syn.: Piaranthus framesii <templatestyles src="Person/styles.css" />Pillans): Sie kommt in der westlichen Kapprovinz vor.<ref name="WCSP" />
    • Piaranthus punctatus var. punctatus: Sie kommt in der westlichen Kapprovinz vor.<ref name="WCSP" />

Literatur

  • Focke Albers, Ulrich Meve (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon, 3. Band: Asclepiadaceae, Ulmer Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-8001-3982-8.

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Piaranthus - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 13. November 2018. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Piaranthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien