Dexter Scott King
Dexter Scott King (* 30. Januar 1961 in Atlanta, Georgia; † 22. Januar 2024 in Malibu, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Bürgerrechtler, Dokumentarfilmer und Schauspieler und Sohn von Martin Luther King.
Leben und Wirken
Dexter Scott King wurde als das dritte Kind von Martin Luther King und dessen Frau Coretta Scott geboren. Er war der Bruder von Yolanda King († 2007), Martin Luther King III und Bernice King. Den Namen „Dexter“ erhielt er nach der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery (Alabama), wo sein Vater als Pastor wirkte.<ref name=":2" />
Dexter King absolvierte das Morehouse College und studierte Betriebswirtschaftslehre.<ref name=":1">King Center (Atlanta, Georgia) | The Martin Luther King, Jr. Research and Education Institute. In: Stanford University. Abgerufen am 23. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als Bürgerrechtler setzte er die Arbeit seiner Eltern fort. Seine filmische Karriere begann er im Jahr 1977 mit der Darstellung eines in der Bürgerrechtsbewegung engagierten Studenten. 1999 produzierte er den für den Emmy in der Kategorie „Best Animated Program“ nominierten Animationsfilm Our Friend Martin, der an das Leben seines Vaters angelehnt war. Im Jahr 2002 spielte er die Rolle seines Vaters im von CBS produzierten Fernsehfilm The Rosa Parks Story.
King sorgte in den 1990er Jahren für Aufsehen, als er öffentlich erklärte, er halte den des Mordes an seinem Vater für schuldig befundenen und verurteilten James Earl Ray für unschuldig. Bei einem Treffen mit Ray im Jahr 1997 in einem Gefängnis in Nashville beteuerte Ray, dass er nicht der Mörder sei. King erwiderte, dass er und seine Familie dies glaubten.<ref name=":2" />
Seit 2005 war er Vorsitzender und Präsident des King Center for Nonviolent Social Change (kurz King Center) in Atlanta,<ref>King, Dexter Scott. The Martin Luther King, Jr. Research and Education Institute. In: Stanford University. Abgerufen am 23. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> das 1968 nach dem Tod von Martin Luther-King von dessen Witwe Coretta Scott ins Leben gerufen worden war.<ref name=":1" /> Außerdem war er Präsident des King-Nachlasses und kontrollierte das Vermögen der Familie gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern.
Im Jahr 2014 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Geschwistern, als Dexter King und sein Bruder Martin Luther King III versuchten, den Friedensnobelpreis, mit welchem ihr Vater 1964 ausgezeichnet worden war, sowie seine Reisebibel zu veräußern, womit ihre Schwester Bernice King nicht einverstanden war. Die Streitigkeiten wurden durch Vermittlung des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter beigelegt.<ref name=":2">Jessica Kröll: Sohn von Martin Luther King Jr. stirbt mit 62 Jahren an Krebs. In: Stern. 23. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024.</ref>
King war seit 2013 mit der Unternehmerin und früheren Fernsehjournalistin Leah Weber verheiratet<ref>Rachel Bowman: Inside the family life of Martin Luther King’s son. In: Daily Mail. 22. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":0">Katherine Fung Senior Writer: Read Dexter Scott King’s wife Leah Weber’s tribute to late husband. In: Newsweek. 22. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und hatte keine Kinder.<ref>Zoe Sottile: Martin Luther King Jr.’s youngest son Dexter has died at age 62. In: CNN. 22. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er starb am 22. Januar 2024 im Alter von 62 Jahren nach Kampf gegen eine Krebserkrankung im Schlaf in seinem Haus in Malibu.<ref name=":0" /><ref>Dexter Scott King, son of Martin Luther King Jr., has died at the age of 62. In: fox5atlanta.com. 22. Januar 2024, abgerufen am 22. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Dexter Scott King, der jüngste Sohn von Martin Luther King Jr., im Alter von 62 Jahren verstorben. In: dagens.de. Abgerufen am 23. Januar 2024.</ref>
Autobiografie
- mit Ralph Wiley: Growing Up King. An Intimate Memoir. Warner, New York 2003.
Filmografie (Auswahl)
Als Schauspieler
- 1976: Schwarze Revange (Originaltitel Emma Mae)
- 1978: King
- 1986: King Holiday (King Dream Chorus & Holiday Crew)
- 1999: Our Friend, Martin
- 2002: The Rosa Parks Story
- 2004: Missing – Verzweifelt gesucht (Episode Lost Sister)
Als Produzent / Co-Produzent
- 1986: King Holiday (King Dream Chorus & Holiday Crew)
- 1988: Living the Dream: A Tribute to Dr. Martin Luther King Jr.
Quelle:<ref>Dexter King. In: IMDb. Abgerufen am 24. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biografie auf The Kingcenter ( vom 8. April 2009 im Internet Archive)
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | King, Dexter Scott |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Bürgerrechtler |
| GEBURTSDATUM | 30. Januar 1961 |
| GEBURTSORT | Atlanta, Georgia |
| STERBEDATUM | 22. Januar 2024 |
| STERBEORT | Malibu, Kalifornien |