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Schesatobel

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Datei:Buerserberg Murbruch.JPG
Der Murbruch Schesatobel von Nordosten

Das Schesatobel im Gemeindegebiet von Bürserberg (Vorarlberg, Österreich) ist einer der größten Murbrüche Europas in den Ostalpen.

Geschichte

Datei:Jehly bludenz.jpg
Schwemmkegel des Schesabaches (rechts) auf Gemälde von 1890

Die Schesa entspringt im Bereich einer Anlagerung und Ablagerung des eiszeitlichen Illgletschers.

Seit dem Mittelalter wurde das Einzugsgebiet dieses kleinen und ruhigen Baches für Alm- und Forstwirtschaft genutzt. Im Jahre 1796 wurden aber etwa 15 ha Wald zur Ausweitung der Weideflächen abgeholzt. Ab 1804 kam es dann an den Hängen über etwa 100 Jahre verteilt immer wieder zu großen Murenabgängen.

Zirka 40 Millionen m³ Moränenmaterial wurde in der Talsohle des Illtals zu einem großen Schuttkegel (80 ha) abgelagert bzw. über die Ill weitergetragen.

Datei:Blick ins Schesatobel.jpg
Blick von der in etwa 1400 m Höhe gelegenen Abbruchkante. Der winzige rote Bagger in der Mitte (siehe Annotierung) verdeutlicht die Dimension des Murbruchs.

Durch umfangreiche Wildbachverbauungen seit 1899 ließen sich die Gefahren eindämmen. Unter anderem wurden Hänge begrünt. In Bürs errichteten 1916 etwa 200 russische Kriegsgefangene einen etwa 1.300 Meter langen Damm, vulgo Russendamm genannt,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />montafon. 1906_2006 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/activepaper.tele.net (PDF-Datei; 5,9 MB)</ref> und analog dazu auf der Burtschaalpe, parallel und oberhalb der Abbruchkante, einen Russenkanal.<ref>buerserberg_64t8pi: Geschichte. In: Gemeinde Bürserberg. Abgerufen am 8. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit letzterem sollte Wasser aufgefangen und abgeleitet werden, ehe dieses die Abbruchkante erodiert. Inzwischen wurde der Murkegel mit ca. 250 Wohnhäusern verbaut, bis nahe zum Schesatobel hin.<ref>Alpen: Naturgefahrenprozesse (Seite 6/7) (PDF-Datei; 1001 kB)</ref>

Der Abriss ist heute noch weithin sichtbar. Es kommt im Tobel immer wieder zu Teilbewegungen, sodass man nach einem Unwetter oder nach dem Winter, nur noch Teilstrecken einer Baustellenzufahrt der Wildbachverbauung antrifft. Das abgetragene Gesteinsmaterial wird zur Baustoffgewinnung genutzt, am unteren Bereich des Schesabaches arbeitet ein Kieswerk.<ref>Schesa-Murbruch. 26. April 2021, abgerufen am 8. Mai 2022.</ref>

Fossilienfunde

Im Juli 1859 fand Christian Ganal im Schesatobel einen Mammutzahn und seither konnten im Bereich Schesatobel noch andere urgeschichtliche Fundstücke sichergestellt werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zottige Eiszeitgiganten auf Sommerfrische im Ländle (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. August 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.inatura.at</ref>

Weblinks

Commons: Schesatobel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 47° 8′ 18,8″ N, 9° 46′ 0,5″ O

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