Schweers + Wall
| Schweers + Wall
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Schweers+Wall.png | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1986 (?) |
| Auflösung | 2023 |
| Auflösungsgrund | Liquidation |
| Sitz | Köln |
| Leitung | Henning Wall |
| Mitarbeiterzahl | 1 |
| Branche | Verlag |
| Website | schweers-wall.de |
| Stand: 2021 | |
Der Verlag Schweers + Wall war ein auf Eisenbahnthemen, ab den 2000er-Jahren besonders auf Eisenbahnatlanten, spezialisierter Verlag.
Geschichte
Der Verlag hatte in den 1970er-Jahren seinen Sitz in Aachen (Lothringerstr. 66) und gab anfangs vor allem Bücher zur geschichtlichen Entwicklung einzelner regionaler Eisenbahnen in Deutschland mit einem Schwerpunkt auf dem Großraum Köln/Aachen heraus (1978 waren Titel wie „Der Heggeströöefer“, „Die Flutsch“, „Die Jülicher Kreisbahn“, „Der Borkumer Dünenexpreß“ u. a. m. im Angebot)<ref>Wolfgang Naß: Die Jülicher Kreisbahn (1978), Auszug aus dem Verlagsprogramm auf S. 126/127</ref>, erweiterte sein Programm aber in den 1980er-Jahren auch auf Bahnen außerhalb Deutschlands.<ref>Daten zum Buch „Furka-Oberalp“ (1981) bei der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 23. März 2026.</ref>
Am 3. April 1986 wurde ein neuer Gesellschaftsvertrag errichtet; Geschäftsführer waren demnach der Verlagskaufmann Johannes („Hans“) Schweers (* 1952) sowie Diplom-Ingenieur Henning Wall (* 1944), beide aus Aachen.<ref>Handelsregister beim Amtsgericht Aachen (HRB 3454, Historischer Druck). Abgerufen am 23. März 2026.</ref> Zum 13. Juli 2005 wurde der Unternehmenssitz nach Köln verlegt. Nachdem Hans Schweers am 26. Dezember 2011 im Alter von 59 Jahren starb<ref>Dierk Lawrenz: Ein Nachruf: Hans Schweers. EK-Verlag GmbH, Freiburg im Breisgau, 11. Januar 2012, abgerufen am 13. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, führte Henning Wall den Verlag noch 10 Jahre alleine weiter.
Nachdem die 10. Ausgabe des Eisenbahnatlas' Deutschland im Jahr 2017 gemeinsam mit dem Eisenbahningenieur Vasco Paul Kolmorgen erschien, sollte ein Teil der Atlanten im Zuge einer Nachfolgeregelung beim Dresdner Büro Bahnkonzept weitergeführt werden.<ref>Eisenbahnatlas Deutschland. Bahnkonzept GmbH Deutschland, Dresden, 17. Juni 2020, abgerufen am 13. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem sich diese Zusammenarbeit im Jahr 2020 zerschlagen hatte, übernahm der EK-Verlag in Freiburg/Breisgau den überwiegenden Teil des Verlagsprogramms und gibt die Eisenbahnatlanten als Edition Schweers + Wall weiterhin heraus.
Der Verlag Schweers + Wall GmbH wurde daraufhin zum 4. Januar 2022 in die Liquidation überführt und zum 17. August 2023 aus dem Handelsregister gelöscht.<ref>Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 56131, Chronologischer Druck). Abgerufen am 23. März 2026.</ref>
Verlagsprogramm
Das Verlagsprogramm umfasste in den 2000er-Jahren – neben Bildbänden über historische und zeitgenössische Eisenbahnen und Straßenbahnen – insbesondere Eisenbahnatlanten:
- Deutschland (1. Auflage 1994 bis 11. Auflage September 2020; ab 12. Auflage 2023 im EK-Verlag)
- Österreich (1. Auflage 2005 bis 2. Auflage 2010; ab 3. Auflage 2021 im EK-Verlag)
- Schweiz (1. Auflage 2004 bis 2. Auflage 2012; ab 3. Auflage 2024 im EK-Verlag)
- Italien und Slowenien (2010)
- Frankreich Nord (2015); Ausgabe Frankreich Süd nicht mehr erschienen
- Griechenland (1. Auflage 2018; Neuauflage für 2024 im EK-Verlag vorgesehen<ref>Eisenbahnatlas Griechenland. Abgerufen am 13. Juli 2024.</ref>[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} )
- Eisenbahnatlas EU (1. Auflage 2013 bis 3. Auflage 2017, später im EK-Verlag)
Eisenbahnatlas Deutschland
Der Eisenbahnatlas Deutschland, oft einfach Schweers + Wall genannt, gibt das gesamte deutsche Eisenbahnnetz mit allen Betriebsstellen, Kursbuch- und Streckennummern sowie betrieblichen Informationen wieder, dazu nahezu alle historischen Strecken und auch Teile vieler Straßenbahn-, Stadtbahn- und U-Bahn-Netze sowie Bahnen besonderer Bauart. Der Atlas wird auch heute noch in der deutschen Eisenbahnbranche als Referenz verwendet. Die Atlanten der weiteren Länder hatten einen ähnlichen Anspruch.
Digitale Ausgaben
Der Verlag Schweers + Wall stellte bereits sehr zeitig auch digitale Ausgaben des Eisenbahnatlas Deutschland bereit. Zuerst wurde im Jahr 2008 der Eisenbahnatlas Deutschland 2008 digital als CD-ROM für Windows 98, 2000 und XP herausgegeben, der neben den Karten als Bitmap-Grafiken noch einige Tabellen mit Infrastrukturdaten der DB Netz und NMEA-Anbindung für GNSS-Geräte beinhaltete.
Am 5. Juni 2013 wurde eine für das iPad optimierte iOS-App bereitgestellt, welche die Inhalte des jeweiligen Eisenbahnatlas' (Deutschland, Österreich, Schweiz) darstellen konnte.<ref>Eisenbahnatlas Schweers+Wall Kiosk. Abgerufen am 13. Juli 2024.</ref> Während die App selbst kostenfrei im iTunes-Store erhältlich war, mussten die Eisenbahnkarten als In-App-Kauf zum gleichen Preis wie ein Atlas in Papierform erworben werden, was wesentlich zum Misserfolg der App beitrug.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sortiment des Verlags (Stand: September 2019) ( vom 12. September 2019 im Internet Archive)
- Heutiges Sortiment der Schweers + Wall-Atlanten beim EK-Verlag
- Beispielkarte Ostberlin aus dem Eisenbahnatlas Deutschland 2023
Einzelnachweise
<references />