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Dilidschan

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Dilidschan
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Wappen
Staat: ArmenienDatei:Flag of Armenia.svg Armenien
Provinz: Tawusch
Gegründet: seit 1951 Stadt
Koordinaten: 40° 44′ N, 44° 52′ OKoordinaten: 40° 44′ N, 44° 52′ O
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Höhe: 1510 m
Fläche: 13 km²
Einwohner: 15.601 (2009)
Bevölkerungsdichte: 1.200 Einwohner je km²
Zeitzone: UTC+4
Postleitzahl: 3901–3906
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: David Sargsjan<ref>https://dilijancity.am/Pages/DocFlow/Default.aspx?a=v&g=0a30e735-a03f-48f0-951c-119adf49a7f2 (Abruf am 2. Februar 2022)</ref> (Zivilvertrag)
Webpräsenz:
dilijancity.am (arm., russ., engl.)
Dilidschan (Armenien)
Dilidschan (Armenien)
Dilidschan
Datei:Sharambeyan Dilijan.jpg
Scharambejan-Straße
Datei:Hagharzin nach renovation 02.JPG
Das Hagharzin-Kloster nach der Renovierung
Datei:Khachkars at Haghartsin Monastery.jpg
Chatschkare in der Nähe des Klosters

Dilidschan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Dilijan, Delijan und Delidschan) ist eine Stadt in der nordarmenischen Provinz Tawusch, die in der sowjetischen Zeit zu einem der führenden Kurorte des Landes ausgebaut wurde.

Lage

Die Stadt erstreckt sich über 20 km an den Ufern des Aghstafa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), am Unterlauf in Aserbaidschan Ağstafacay) und liegt auf 1500 m Höhe umgeben von Bergen im 2002 gegründeten Dilidschan-Nationalpark. In Dilidschan münden auch Golowinka und Dilidschanka in den Aghstew. Die gebirgige Umgebung bedeckt ein 34.000 Hektar großes Waldgebiet. Einheimische nennen es wegen dieser idyllischen Lage daher auch die „Kleine Schweiz“ Armeniens. Dilidschan ist reich an Mineralquellen, und dem „Dilidschan“-Mineralwasser sagt man heilfördernde Wirkung nach.

Geschichte

In der Nähe Dilidschans wurde bei Straßenbauarbeiten im Jahr 1859 ein spätbronzezeitliches Gräberfeld von etwa 1300 v. Chr. entdeckt. Der Fundort ist nach dem leitenden Ingenieur der Bauarbeiten, Redkin, als „Redkin-Lager“ bekannt. Viele Grabkammern waren noch unberührt und besaßen reiche Grabbeigaben. Die Toten wurden häufig in seitlicher Hockstellung mit dem Gesicht nach Westen bestattet.<ref>Elisabeth Bauer-Manndorff: Das frühe Armenien. Grundlagen der Archäologie und Urgeschichte. Verlagsbuchhandlung der Mechitaristen-Congegration, Wien 1984, S. 85</ref>

Früher wurde die Region um Dilidschan Hovk genannt und war bei lokalen Fürsten, unter anderem den Arsakiden, als Jagdrevier beliebt. 1666 erwähnte der französische Reisende Jean Chardin erstmals den Ort Dilidschan. Unter russischer Herrschaft begann im 19. Jahrhundert ein Bevölkerungszuwachs. Erste Schulen sowie 1908 eine öffentliche Bibliothek wurden gegründet.

Dilidschan war im Mittelalter der Urlaubsort der armenischen Könige. Während der Sowjetzeit kamen die Partei- und Politikbosse aus Moskau hierher zur Kur. Auch in der Gegenwart nennen viele armenische Künstler und Filmemacher die Stadt ihr Zuhause.

Stadtbild

Dilidschan erhielt 1951 die Stadtrechte<ref name="gse">Artikel Dilidschan in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D027900~2a%3D~2b%3DDilidschan</ref> und hatte im Jahr 2009 15.601 Einwohner,<ref>Marzes of the Republic of Armenia in figures, 2004–2008 (englisch, armenisch; PDF-Dateien; S. 193–276)</ref> etwa ein Drittel weniger als 1989. Dilidschan ist einer der wichtigsten Erholungs- und Tourismusorte in Armenien. Beliebt sind vor allem Wander- und Fahrradtouren, insbesondere im Naturschutzgebiet.

In der Ortsmitte befindet sich entlang der Scharambejan-Straße die mit Mitteln der Tufenkian-Stiftung restaurierte Altstadt. Hier sind ein Museum und eine Galerie zu finden. In den dortigen Häusern ist teilweise noch die historische Inneneinrichtung des beginnenden 20. Jahrhunderts erhalten.

Hagharzin-Kloster

Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählt das Kloster Haghartsin. Es setzt sich zusammen aus drei Kirchen und einem Refektorium, die zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert erbaut wurden. Im Kloster und in der näheren Umgebung sind mehrere Chatschkare zu besichtigen. Zwischen 2008 und 2013 wurde das Kloster mit arabischen Spendengeldern renoviert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Armenia Fund Will Upgrade Haghartsin Monastery With Donation from HH the Ruler of Sharjah (Memento vom 4. Oktober 2011 im Internet Archive), Hayastan All Armenian Fund, 19. März 2008.</ref> Ein weiteres mittelalterliches Kloster, Goschawank, befindet sich im wenige Kilometer entfernten Dorf Goscha.

Sonstiges

Der Fußballclub Impuls Dilidschan spielte 1993 in der ersten armenischen Fußballliga. 2014 wurde das UWC Dilijan College (UWCD) eröffnet.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Dilidschan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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