Candelariales
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| Candelariales | ||||||||||||
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| Datei:Candelariella.coralliza2.-.lindsey.jpg
Candelariella coralliza | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Klasse | ||||||||||||
| Candelariomycetes | ||||||||||||
| Voglmayr & Jaklitsch | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Unterklasse | ||||||||||||
| Candelariomycetidae | ||||||||||||
| Miadl. et al. ex Timdal & M.Westb. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Ordnung | ||||||||||||
| Candelariales | ||||||||||||
| Miadl., Lutzoni & Lumbsch |
Die Candelariales sind die einzige Ordnung der Unterklasse der Candelariomycetidae der Schlauchpilze (Ascomycota), deren Arten Flechten bilden.
Merkmale
Die Candelariales sind flechtenbildende Pilze, ihre Photobionten sind chlorococcale Grünalgen (Chlorophyta). Sie sind vorwiegend nitrophil (stickstoffliebend). Der Thallus ist verschieden geformt. Durch Pulvinsäure und deren Derivate ist er gelb bis orange gefärbt. Die Fruchtkörper sind am Thallus sitzende, gelbe bis orange Apothecien, deren Rand deutlich oder nur undeutlich ausgeprägt ist. Die Fruchtkörperwand wird durch dicht septierte, gedrehte Hyphen gebildet. Die Paraphysen sind meist einfach. Das Excipulum ist durchscheinend (hyalin), das Hymenium ist amyloid. Die Asci sind unitunicat und vom Candelaria-Typ: der untere Teil der apikalen Kuppel ist amyloid, es gibt ein breites apikales Kissen, es gibt häufig viele Sporen. Die Ascosporen sind hyalin, und nicht septiert, selten einfach septiert.<ref name="Hibbett" />
Systematik
Die Candelariales wurden erst 2007 mit zunächst zwei Gattungen (Candelaria und Candelariella), die der von Hakulinen 1954 aufgestellten Familie Candelariaceae entsprechen, beschrieben.<ref name="Miadlikowska">Miadlikowska et al.: New insights into classification and evolution of the Lecanoromycetes…, 2006.</ref> Sie wurden anfangs keiner Unterklasse der Lecanoromycetes zugerechnet.<ref name="Hibbett">Hibbett et al.: A higher-level phylogenetic classification of the Fungi, 2007.</ref> Die Ordnung wurde erst 2007 erstbeschrieben, Eriksson<ref>O. E. Eriksson (Hrsg.): Outline of Ascomycota - 2006 In: Myconet, Band 12, 2006, S. 1–82. (online html)</ref> führt die Gattungen noch bei den Lecanoraceae (Lecanorales), von denen sie sich morphologisch nicht abgrenzen lassen. Nach einer Überarbeitung der Systematik aller flechtenbildenden Pilze wurde die Ordnung in eine eigene Unterklasse, die Candelariomycetidae gestellt.<ref name="Lücking2016" /> 2019 wurde die Ordnung in eine eigene Klasse, die Candelariomycetes, gestellt.<ref name="Voglmayr2019" /> Nach Lücking und Mitarbeiter besteht die Ordnung aus zwei Familien mit vier bzw. einer Gattung:<ref name="Lücking2016" /><ref name="Outline" />
Quellen
Literatur
- Jolanta Miadlikowska et al.: New insights into classification and evolution of the Lecanoromycetes (Pezizomycotina, Ascomycota) from phylogenetic analyses of three ribosomal RNA- and two protein-coding genes. In: Mycologia, Band 98, 2006, S. 1088–1103.
- D. S. Hibbett et al.: A higher-level phylogenetic classification of the Fungi. In: Mycological research, Mai 2007; 111(5): 509–547. Epub 2007 13. März 2007. doi:10.1016/j.mycres.2007.03.004, (PDF; 1,3 MB)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Lücking2016"> </ref> <ref name="Outline"> </ref> <ref name="Voglmayr2019"> </ref> </references>