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Kailbach

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Kailbach
Stadt Oberzent
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(254)&title=Kailbach 49° 32′ N, 9° 5′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(254) 49° 32′ 11″ N, 9° 4′ 36″ O
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  }}
Höhe: 233 m ü. NHN
Fläche: 7,07 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 254 (31. Dez. 2022)<ref name="DF">Zahlen und Daten. In: Webauftritt. Stadt Oberzent, abgerufen im Dezember 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Eingemeindet nach: Hesseneck
Postleitzahl: 64760
Vorwahl: 06276
Datei:Haintalviadukt-Kailbach-Odenwald 01.JPG
Das Haintalviadukt der Odenwaldbahn auf Kailbacher Gemarkung südlich gegenüber dem Oberdorf von Friedrichsdorf (Baden-Württemberg)

Kailbach ist ein Stadtteil der am 1. Januar 2018 neu gegründeten Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis.

Geographie

Kailbach liegt im Ittertal dort, wo die Landesstraße L 3108 Richtung Schöllenbach und Beerfelden von der Landesstraße L 2311 abzweigt, die von Eberbach nach Amorbach führt. Auf der Gemarkung von Kailbach liegt das einsame Forsthaus Eduardsthal, das der letzte Rest des in der Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben und vom Fürstenhaus Leiningen aufgekauften Dorfes Galmbach ist. Auf der westlichen Seite des Ittertales liegt noch der ebenfalls zu Kailbach gehörende Weiler Hohberg sowie vermutlich auch die frühmittelalterliche Siedlung Moresdal.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte uns gesicherte schriftliche Erwähnung von Kailbach erfolgte unter dem Namen Keilbach im Jahr 1359.<ref name="lagis" /> Die ersten Häuser standen wohl auf der Ostseite des Itterbaches der damals die Grenze zwischen den Besitzungen der Klöster Lorsch und Amorbach bildete.

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Selbst als das Gebiet im Jahr 1806 dem Großherzogtum Hessen übergeben wurde, blieb die Trennung noch bestehen. Es gab Kailbach diesseits, das zur Gemeinde Schöllenbach gehörte und Kailbach jenseits, das ein Teil von Hesselbach war.

Hessische Gebietsreformen (1970–1977, 2018)

Erst als sich im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1971 die bisher selbständigen Gemeinden Hesselbach, Kailbach und Schöllenbach freiwillig zur neuen Gemeinde Hesseneck zusammengeschlossen, wurden beide Teile vereinigt.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 25. Oktober 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 43, S. 1716, Punkt 1425; Abs. 15. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,6 MB]).</ref><ref></ref> Durch den Zusammenschluss Hessenecks mit weiteren Gemeinden am 1. Januar 2018 zur neuen Stadt Oberzent wurde Kailbach sowie die anderen Ortsteile vom Hesseneck Stadtteile von Oberzent. Für die ehemalige Gemeinde Hesseneck wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet. Dieser Ortsbezirk umfasst die Gemarkungen Hesselbach, Kailbach und Schöllenbach.<ref>Hauptsatzung § 4. (PDF; 197 kB) Stadt Oberzent, abgerufen im Dezember 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Kailbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

  • 1829: 114 (Kailbach jenseits), 76 (Kailbach diesseits) Einwohner<ref name="lagis" />
  • 1961: 76 evangelische (= 49,67 %), 77 katholische (= 50,33 %) Einwohner<ref name="lagis" />
Kailbach: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2020
Jahr  Einwohner
1829
  
190
1834
  
201
1840
  
141
1846
  
122
1852
  
104
1858
  
97
1864
  
112
1871
  
115
1875
  
131
1885
  
110
1895
  
120
1905
  
112
1910
  
116
1925
  
123
1939
  
164
1946
  
188
1950
  
173
1956
  
139
1961
  
153
1967
  
128
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
261
2018
  
233
2020
  
242
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" /><ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Kailbach 261 Einwohner. Darunter waren 9 (3,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 45 Einwohner unter 18 Jahren, 87 zwischen 18 und 49, 66 zwischen 50 und 64 und 63 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 117 Haushalten. Davon waren 30 Singlehaushalte, 39 Paare ohne Kinder und 33 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 30 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 39 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Sehenswürdigkeiten

In der Gemarkung Kailbach befinden sich insgesamt elf eingetragene Kulturdenkmäler nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz<ref>Denkmaldatenbank des Hessischen Landesdenkmalamtes (abgerufen am 14. Juli 2014)</ref>.

Datierung Flur Lage Beschreibung Bild
1880/1882 Flur 18, Flurstück 114/10 Haintalviadukt
1885/1890 Flur 18, Flurstück 114/11 Bahnhofstraße 9 Bahnhofsempfangsgebäude
1927 Flur 1, Flurstück 18/3 Friedrichsdorfer Straße/Ecke Friedhofstraße Bildstock
1838 Flur 1, Flurstück 1/16 Siegfriedstraße 53 Laufbrunnen
18. Jahrhundert Flur 2, Flurstück 20/2 Steinweg 2 Einhaus
17. Jahrhundert Flur 13, Flurstück 21 Hohberg 5 Forsthaus Hohberg
1591 Flur 5, Flurstück 6 Eduardsthal 2 Forstgehöft Eduardsthal
18. Jahrhundert Alter Reisenbacher Weg Bildstock
1582 Leegwald, Bezirk „Saubirn“ Grenzstein
1731 Wüstung Galmbach Bildstock
1744 Wüstung Galmbach Bildstock

Verkehr

Der Bahnhof Hesseneck-Kailbach ist mit Odenwaldbahn über die Strecke von Eberbach nach Darmstadt Hbf beziehungsweise Frankfurt (Main) Hbf erreichbar. Dort verkehren je Fahrtrichtung jeweils im Zweistundentakt Züge der VIAS GmbH.

Literatur

  • Peter W. und Marion Sattler: Burgen und Schlösser im Odenwald. Diesbach, Weinheim 2004, ISBN 978-3-936468-24-3, S. 129
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Commons: Kailbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Kailbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 36 und 90, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> <ref name="EW"> Einwohnerzahlen aus dem Webarchiv </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>

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