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Thimerfonat

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Strukturformel
Struktur von Thimerfonat
Allgemeines
Name Thimerfonat
Andere Namen
  • Timerfonat
  • Ethyl-(4-sulfophenyl)sulfanylquecksilber
  • Natriumtimerfonat (Na-Salz)
  • Natriumthimerfonat (Na-Salz)
Summenformel C8H10HgO3S2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 169497
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Antiseptikum

Eigenschaften
Molare Masse 418,88 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.786">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330​‐​310​‐​300​‐​373​‐​410
P: ?
Toxikologische Daten

56 mg·kg−1 (LD50Mausi.v.)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Thimerfonat, auch Timerfonat, ist eine organische Quecksilberverbindung und eine Benzolsulfonsäure, die seit den 1930er Jahren Impfstoffen zugesetzt wird, um diese keimfrei zu halten.<ref>H. Spiess, U. Heininger: Impfkompendium. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2005, ISBN 3-13-498906-9, S. 62–63.</ref> Es wurde meist als Natrium­salz eingesetzt. Mit Ausnahme von pandemischen Impfstoffen in Mehrdosenbehältnissen (also spezielle Impfstoffe im Falle einer Pandemie) werden indes keine organische quecksilberhaltige Verbindungen mehr eingesetzt.<ref>PEI Impfung und Quecksilber / Thiomersal - Antworten auf kritische Fragen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Juli 2018; abgerufen am 31. Juli 2018.</ref>

Thimerfonat war in vielen bakteriellen Impfstoffen (Cholera, Pneumokokken)<ref>Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH: Pharmazeutische Zeitung online: Heil- und Nutzpflanzen mit Haut-Tücken. Abgerufen am 31. Juli 2018.</ref>, in Grippeimpfstoffen<ref>Grippeimpfstoffe 97/98 im Vergleich - arznei telegramm. (arznei-telegramm.de [abgerufen am 31. Juli 2018]).</ref> oder auch bei Impfstoffen gegen Diphtherie<ref></ref> enthalten. Die WHO hatte seinerzeit keine Bedenken gegen den Einsatz.<ref name=":0">Burkhard Schneeweiß und Brigitte Keller-Stanislawski: Impfsicherheit versus Impfskepsis. Abgerufen am 31. Juli 2018.</ref> Sowohl die EMA, als auch das Institute of Medicine sahen keine wissenschaftlichen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus oder anderen neurologischen Störungen bei Kindern.<ref name=":0" /> Die FDA schloss sich dieser Einschätzung an.<ref>Center for Biologics Evaluation and Research: Vaccine Safety & Availability - Thimerosal and Vaccines. Abgerufen am 31. Juli 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Natriumtimerfonat wird von der EU auf der Liste der pharmazeutischen Stoffe geführt, für die Zollfreiheit gilt.<ref>Verordnung (EG) Nr. 578/2002 der Kommission vom 20. März 2002 zur Änderung des Anhangs I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den Gemeinsamen ZolltarifVorlage:Abrufdatum. In: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften. L, Nr. 97, 13. April 2002, S. 1–98.</ref>

Einzelnachweise

<references />