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Hofreitschule

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Datei:Queluz Solo Picador (9181009668) (cropped).jpg
Reiter der Hofreitschule in Queluz
Datei:Reitschule 1760.jpg
Eine Reitschule auf einem Guckkastenblatt um 1760
Datei:Cadre noir - reprise de manege 1.jpg
Vorstellung beim Cadre Noir

Eine Hofreitschule war eine Institution am Hof eines Herrscherhauses, die Teil des höfischen Marstalls war. Sie diente der reiterlichen Betätigung der Mitglieder der Herrscherfamilie und lehrte sie die Reitkunst. Auch anderen adeligen Mitgliedern des Hofs standen die Einrichtungen meist zur Verfügung. Die Hofreitschule stellte ausgebildete Pferde und Räumlichkeiten zum Reiten, beispielsweise eine Reitbahn zur Verfügung. Aufgrund der großen Bedeutung des Pferdes als Transportmittel nahm alles, was mit Reiten und Fahren zu tun hatte, an den Höfen eine wichtige Stellung ein. Im Barock diente eine Hofreitschule auch der Repräsentation.

Berühmte Hofreitschulen gab es beispielsweise in Versailles, die Spanische Hofreitschule in Wien<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule. (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) Österreichische UNESCO-Kommission: Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich. immaterielleskulturerbe.unesco.at</ref> oder im Schloss Christiansborg in Kopenhagen. Das heute als Marstall bezeichnete Gebäude in München war nur das Reithaus der Hofreitschule, ein Nachfolgebau des am Hofgarten gelegenen alten Turnierhauses, das 1822 abgerissen wurde. Der gesamte ehemalige Münchner Marstall wurde im Zweiten Weltkrieg zerbombt; der jetzige „Marstall“ ist eine Fassadenrekonstruktion.<ref>Josef H. Biller, Hans-Peter Rasp: München Kunst & Kultur Lexikon. Stadtführer und Handbuch. W. Ludwig Verlag im Südwest Verlag, München 1994, ISBN 3-7787-2133-X.</ref><ref>Hof- und Staatshandbuch des Kurfürstentums bzw. ab 1806 des Königtums Bayern. verfügbar z. B. (unvollständig) in der Bayerischen Staatsbibliothek</ref>

Der breiten Öffentlichkeit standen die Einrichtungen nicht zur Verfügung. Dies trug mit dazu bei, dass nach dem Ende der Monarchien zumeist auch die Hofreitschulen verschwanden. Deren Bedeutung für die Reitkunst wurde erst später erkannt, daraufhin wurden einige Hofreitschulen wieder neu gegründet.

Bekannte Hofreitschulen und Institute für klassische Reitkunst

Die Spanische Hofreitschule in Wien sicherte nach dem Ende der k.u.k. Monarchie 1918 ihr weiteres Überleben, indem die sich der Öffentlichkeit öffnete und durch Vorführungen rasch eine breite Popularität erlangte. In Frankreich bewahrt der Cadre Noir die Reitkunst. Portugal und Spanien erhalten die Reitkunst des 15. bis 18. Jahrhunderts durch den Stierkampf.<ref name="OrtrereBand1">Ulrike Ortrere: Die Geschichte des Reitens (= ArtEquestre Geschichte des Reitens. Band 1), ISBN 979-8-33378682-1.</ref> Im 20. Jahrhundert wurden in Jerez de la Frontera, Spanien und in Queluz, Portugal Hofreitschulen wieder eröffnet. Historische staatliche Reitschulen mit Vorführungen der Reitkunst sind:

</ref>

Weitere Stätten mit Reitschulen und Vorführungen der Reitkunst sind:

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />