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Roeland Raes

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Roeland H. T. Raes (* 4. September 1934 in Gent, Belgien; † 28. November 2024<ref name=":0">Oud-ondervoorzitter Vlaams Blok Roeland Raes (90) overleden. In: Het Belang van Limburg. 28. November 2024, abgerufen am 29. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein flämischer Jurist, rechtsgerichteter Politiker und Negationist.

Leben

Raes studierte Rechtswissenschaften an der Universität Gent, wo er zum Doctor juris promovierte. Anschließend war er in der Versicherungsbranche tätig.

Seit 1955 war Raes politisch aktiv, zunächst für die Partei Volksunie, später für die Partei Vlaams Blok und seit deren Auflösung im November 2004 als Reaktion auf die Verurteilung durch das oberste belgische Berufungsgericht für die Nachfolgepartei Vlaams Belang.

Von 1968 bis 1971 war Raes Mitglied im Rat der Provinz Ostflandern und saß von 1991 bis 1995 im Flämischen Parlament. Von 1995 bis 2001 saß er für den Vlaams Blok im Belgischen Senat. Raes war stellvertretender Parteivorsitzender des Vlaams Blok und bis 2001 Mitglied im Verwaltungsrat der Universität Gent.<ref name="JW"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel bei nadir.org (Jungle World) (Memento vom 4. Juli 2008 im Internet Archive), abgerufen im Januar 2008</ref> Auch danach war er in Lovendegem für den Vlaams Belang aktiv.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, De Standaard, 13. Dezember 2008 (nederlands).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Am 26. Februar 2001 sendete der niederländischen Fernsehsender NCRV im Rahmen seiner Sendung Netwerk ein Interview mit Raes. Darin äußerte er Zweifel am Holocaust. So erklärte er unter anderem: "Die Verfolgung und Verschleppung [von Juden] ist systematisch geschehen. Aber ob es geplant war, dass sie alle während des Krieges umkommen sollten, ist eine andere Frage."<ref>"Het vervolgen en wegslepen (van Joden) is systematisch gebeurd. Maar of het gepland is dat ze allemaal zouden sterven tijdens de oorlog, is een andere kwestie." Siehe www.standaard.be.</ref> Auf die Nachfrage "Und die Zahl von 6,5 Millionen Toten?" antwortete er: "Das wird ständig angezweifelt. (...) Es sind viele schlimme Dinge geschehen: mit Juden, Zigeunern, höre ich, auch mit Homosexuellen, anscheinend. Aber ob die Zahlen genau so sind, ist eine ganz andere Frage. Darüber haben viele geschrieben und viele verschiedene Zahlen werden genannt."<ref>"Dat wordt voortdurend betwist. (...) Er zijn veel erge dingen gebeurd: met Joden, met zigeuners, hoor ik, en ook met homo's, naar het schijnt. Maar of de cijfers precies zo zijn, is een heel andere kwestie. Daar hebben velen over geschreven en veel verschillende cijfers zijn genoemd." Siehe www.standaard.be.</ref>

Am folgenden Tag distanzierte sich der Vlaams Blok von den Äußerungen und erklärte den Rücktritt Raes’ als stellvertretender Parteivorsitzender.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, De Standaard, 27. Februar 2001 (nederlands).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Am 28. Februar 2001 forderte der Rektor der Universität Gent, Jacques Willems, den Rücktritt Raes' als Mitglied des Verwaltungsrates der Universität, zu dem er vom flämischen Parlament ernannt worden war.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, De Standaard, 28. Februar 2001 (nederlands).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Dieser Forderung kam Raes am 5. März 2001 nach und zog sich zugleich aus dem belgischen Senat zurück, dem er seit 1995 angehört hatte.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, De Standaard, 5. März 2001 (nederlands).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Am 12. Dezember 2008 wurde Raes wegen Holocaustleugnung zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er Schadensersatz in Höhe von 1000 € an die Organisationen Centrum voor Gelijke Kansen en Racismebestrijding und Forum der Joodse Organisaties leisten. Raes verkündete, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, De Standaard, 22. Dezember 2008 (nederlands).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Raes starb am 28. November 2024 im Alter von 90 Jahren unter Inanspruchnahme von Sterbehilfe.<ref name=":0" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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