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Carl Heinrich Biber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. Februar 2026 um 15:42 Uhr durch imported>Schreckgespenst ("Vielschreiber" ist ein unsäglicher Begriff, mit dem im 19. Jahrhunder abgewertet wurde, was nicht dem romantischen Ideal entsprach. Ihren Opuszahlen nach waren Bach, Vivaldi, Telemann... allesamt Vielschreiber", weil die "Vorklassiker" eben beruflich für ihre Dienstherren und Gönner komponieren mussten.).
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Carl Heinrich Biber von Bibern (* 4. September 1681 in Salzburg; † 19. November 1749 ebenda)<ref name="oeml">Elisabeth Th. Hilscher: Carl Heinrich.xml Biber, Familie. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0., Stand: 2. Februar 2021, abgerufen am 29. Juni 2024</ref> war ein Violinist und Komponist des Spätbarock.

Leben

Carl Heinrich Biber war das achte der elf Kinder von Heinrich Ignaz Franz Biber und Maria Weiss. Er erhielt seine musikalische Ausbildung unter anderem beim Vater. Im Jahr 1704 machte Biber eine Kunstreise nach Venedig und Rom, damals wichtige Zentren der Musik.<ref name="konservatorium">Der Komponist: Carl Heinrich Biber (1681–1749) auf https://www.dioezese-linz.at/kons/musica-sacra/carl-heinrich-biber/sonata-a-pastorale Konservatorium für Kirchenmusik der Stadt Linz, abgerufen am 29. Juni 2024</ref> Nach seiner Rückkehr trat er im selben Jahr als Violinist in die Salzburger Hofkapelle ein, wurde 1714 Vizekapellmeister und unterrichtete 1726–1744 die Sängerknaben.<ref name="oeml" />

Im Jahr 1743 wurde Biber Nachfolger des verstorbenen Hofkapellmeisters Matthias Sigismund Biechteler (um 1668–1743) und war somit Vorgesetzter von Leopold Mozart. 1746 wurde er in den Rang eines Truchsess erhoben.<ref name="lexikon">„Biber, Karl Heinrich von“, in: Robert Eitner: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten, Bd. 2, 1900, S. 34.</ref> Er gehörte zu einer Komponistengeneration, die den stilistischen Umbruch zwischen der alten, dem spätbarocken Stilideal verpflichteten Generation und dem Rokoko vertritt.

Kajetan Biber, vermutlich ein Sohn Carl Heinrich Bibers, war ab 1756 Violinist am Salzburger Hof, er wurde 1787 im Salzburgischen Hofkalender als Violinist und Antekammera-Kammerdiener erwähnt.<ref name="hofkalender">Hochfürstlich-salzburgischer Hofkalender, oder Schematismus: auf das Jahr 1787</ref>

Werk

Sein im Salzburger Domarchiv überliefertes Schaffen umfasst 20 Messen, 17 Litaneien und Vespern, 14 Offertorien, 3 Magnificat, 3 Te Deen, 8 Regina coeli, 3 Miserere und andere liturgische Werke. Bibers einzig bekannte Instrumentalwerke sind seine 31 Kirchensonaten. Letztere sind in der Regel Streichersonaten mit Orgelbegleitung (eine davon mit Violino piccolo), selten kommen darin Blech- oder Holzblasinstrumente vor. Seine Werke konnten die Qualität der Musik des genialen Vaters jedoch nicht erreichen.<ref name="lexikon" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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