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Tholine

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Datei:Formation of tholins in Titan's upper atmosphere-de.svg
Bildung von Tholinen in Titans oberer Atmosphäre

Tholine (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bezeichnet rötlich braune Gemenge teils komplexer organischer Moleküle aus Kohlenstoff, Stickstoff und Wasserstoff, die in der Atmosphäre von Gasplaneten, Monden oder Kometen unter dem Einfluss von UV-Strahlung und Sonnenwind entstehen.<ref name="Sylvia Feil, Jörg Resag, Kristin Riebe">Sylvia Feil, Jörg Resag, Kristin Riebe: Faszinierende Chemie Eine Entdeckungsreise vom Ursprung der Elemente bis zur modernen Chemie. Springer-Verlag, 2016, ISBN 3-662-49920-7, S. 112 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="DOI10.1016/j.icarus.2012.03.003">S. Derenne, C. Coelho, C. Anquetil, C. Szopa, A.S. Rahman, P.F. McMillan, F. Corà, C.J. Pickard, E. Quirico, C. Bonhomme: New insights into the structure and chemistry of Titan’s tholins via 13C and 15N solid state nuclear magnetic resonance spectroscopy. In: Icarus. 221, 2012, S. 844, doi:10.1016/j.icarus.2012.03.003.</ref>

Aufgrund von Spektralanalysen fremder Himmelskörper vermutet man, dass dortige Tholine Makromolekülen, die im Labor unter simulierten Bedingungen aus einfachen organischen Substanzen wie Methan oder Ethan und Stickstoff entstehen, ähneln.<ref name="Sylvia Feil, Jörg Resag, Kristin Riebe" /><ref name="Norbert Welsch, Jürgen Schwab, Claus Liebmann">Norbert Welsch, Jürgen Schwab, Claus Liebmann: Materie Erde, Wasser, Luft und Feuer. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-8274-2265-1, S. 463 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Sie könnten auch auf der frühen Erde vorhanden gewesen sein und eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Lebens gespielt haben.<ref name="Sylvia Feil, Jörg Resag, Kristin Riebe" />

Der Astronom Carl Sagan entdeckte in der Atmosphäre des Saturnmonds Titan eine Substanz, die er als rötlichen organischen Bestandteil von Planetenoberflächen beschrieb.<ref name="DOI10.1038/277102a0">Carl Sagan, B. N. Khare: Tholins: organic chemistry of interstellar grains and gas. In: Nature. 277, 1979, S. 102, doi:10.1038/277102a0.</ref><ref name="Kevin W. Plaxco, Michael Groß">Kevin W. Plaxco, Michael Groß: Astrobiologie für Einsteiger. John Wiley & Sons, 2013, ISBN 3-527-66764-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Später wurde auch auf Kometen Tholin nachgewiesen, jedoch nicht auf der Erde. Auch auf dem Pluto halten Wissenschaftler Tholine für den Grund der überwiegend rot-braunen Farbe des Zwergplaneten.<ref name="scinexx.de">Lillian Gipson: New Horizons Finds Blue Skies and Water Ice on Pluto. NASA, 8. Oktober 2015, abgerufen am 26. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Deutsche Überarbeitung bei scinexx.de).</ref>

Außerhalb des Sonnensystems wurde der Stoff im Jahr 2007 in der Staubscheibe um den Stern HR 4796A (220 Lichtjahre von der Erde entfernt) erstmals nachgewiesen.<ref>„Planeten-Urmaterial könnte bereits Bausteine für Leben enthalten“, Spiegel Online, 5. Januar 2008.</ref><ref>„Starterkit für Leben“. In: wissenschaft.de. 7. Januar 2008, abgerufen am 8. September 2019.</ref>

Einzelnachweise

<references />