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Spilling

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Spilling
Datei:Prunus - Spilling - yellow - on branch.JPG

Gelbe Spillinge am Zweig

Systematik
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Tribus: Steinobstgewächse (Amygdaleae)
Gattung: Prunus
Art: Pflaume (Prunus domestica)
Unterart: Spilling
Wissenschaftlicher Name
Prunus domestica subsp. pomariorum
(Boutigny) Werneck

Der Spilling (Prunus domestica subsp. pomariorum), auch Spille, Spilke, Katharinenpflaume<ref name="Marzell">Heinrich Marzell/Heinz Paul, Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen III, Stuttgart/Wiesbaden 1977 (Köln 2000, Nachdruck), p. 1117ff.</ref> oder Spenling<ref>Ing. Ulrich Zeni Referent für Beerenobst und Obstverarbeitung Landwirtschaftskammer Tirol: Stanzer Zwetschke. In: Traditionelles Kultivieren von Zwetschken (Prunus. domestica subsp. domestica) in einer Höhenlage von etwa 1.000 Meter in der Region Landeck (Nordtirol). Landwirtschaftskammer Tirol, abgerufen am 20. Oktober 2020.</ref> (Österreich) genannt, ist eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica). Er steht der Hafer-Pflaume nahe. Besonders in Südeuropa wird der Spilling als Obst angebaut und verwildert auch.<ref name="Hegi">Hildemar Scholz, Ilse Scholz: Unterfamilie Prunoideae. In: Hans J. Conert u. a. (Hrsg.): Gustav Hegi, Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band 4 Teil 2B: Spermatophyta: Angiospermae: Dicotyledones 2 (3). Rosaceae 2. Blackwell 1995, ISBN 3-8263-2533-8.</ref>

Merkmale

Der Spilling wächst im Vergleich zu anderen Pflaumensorten mittelstark und bildet eine lichte Krone aus dünnen Ästen und Zweigen.<ref name="Hartmann">Walter Hartmann: Farbatlas Alte Obstsorten. 2. Auflage, Ulmer, Stuttgart 2003, S. 290. ISBN 3-8001-4394-1</ref> Im Gegensatz zur Hafer-Pflaume sind die Zweige unbedornt.<ref name="Hegi" /> Die Blüten sind etwas grünlich-weiß.<ref name="Hegi" /> Die Steinfrucht ist 2 bis 3,5 Zentimeter lang, gelb, rot oder blau gefärbt, länglich, doppelspitzig, sehr weichfleischig und frühreif.<ref name="Hegi" /> Der Steinkern ist 45 bis 50 % so dick wie lang, sehr abgeflacht, doppelspitzig und weist eine leichte Krümmung auf.<ref name="Hegi" /> Er löst sich vom Fruchtfleisch, seine Rückenfurche besitzt nur schmal ausgebildete Kammstriche.<ref name="Hegi" /> Das Fruchtfleisch schmeckt süß, mirabellenartig, der Zuckergehalt kann bis 19 % betragen.<ref name="Hartmann" />

Sorten

Datei:Gelbroter Spilling.jpg
Gelbrote Spillinge am Baum

Man kann folgende Sorten unterscheiden:

  • katalonischer Spilling<ref>Katalonischer Spilling. In: obstsortendatenbank.de. Abgerufen am 5. Juli 2020.</ref>
  • gemeiner gelber Spilling<ref>Gemeiner gelber Spilling. In: obstsortendatenbank.de. Abgerufen am 5. Juli 2020.</ref>
  • blauer Spilling<ref>Blauer Spilling. In: obstsortendatenbank.de. Abgerufen am 5. Juli 2020.</ref>
  • gelber Spilling<ref>Gelber Spilling. In: obstsortendatenbank.de. Abgerufen am 5. Juli 2020.</ref>
  • gelbroter Spilling<ref>Gelbroter Spilling. In: obstsortendatenbank.de. Abgerufen am 5. Juli 2020.</ref>

Verwendung

Der Spilling wird als Obst verzehrt oder zu Kompott und Marmelade verarbeitet. Um 1900 wurde der Spilling in Deutschland noch allgemein auf den Märkten gehandelt. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland existieren noch Bäume.<ref name="Hartmann" />

Systematik

Weblinks

Commons: Prunus domestica subsp. pomariorum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Spilling – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />