Kaatschen
Kaatschen Gemeinde Großheringen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53)&title=Kaatschen 51° 6′ N, 11° 41′ O
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| Fläche: | 1 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Kaatschen, Gemeinde Großheringen. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 53 (2011)<ref name="Gindex" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1957 | |||||
| Eingemeindet nach: | Kaatschen-Weichau | |||||
| Postleitzahl: | 99518 | |||||
| Vorwahl: | 036461 | |||||
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Kaatschen ist eine Siedlung mit eigener Gemarkung im Ortsteil Kaatschen-Weichau der Gemeinde Großheringen im Landkreis Weimarer Land in Thüringen.
Geographische Lage
Kaatschen liegt östlich der Saale und der Bahntrasse Berlin-München direkt am Ufer des Flusses und nördlich von Camburg und südlich von Bad Sulza. Die Gemarkung des Dorfes befindet sich auf Aueböden in der Flussniederung und Muschelkalkverwitterungsböden an den Hanglagen. Über eine Verbindungsstraße bei Querung eines Fluss- und Bahnübergangs nach Weichau ist der Ort mit der Landesstraße 1061 verbunden. Von dieser erreicht man die Bundesstraßen 87 und 88. Der Saale-Radwanderweg berührt das Dorf.
Am südlichen Ortsrand befindet sich ein alter Terrassenweinberg, welcher auch heute noch mit hervorragenden Rebsorten bestückt ist. Auch die übrigen östlichen Hanglagen des Ortes tragen Weinberge, unter ihnen der „Kaatschner Dachsberg“.
Geschichte
Im September 1219 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Wegweisend war bereits damals die Nennung eines Weinberges.<ref>Codex diplomaticus Saxoniae regiae I 3, 266</ref> Kaatschen hatte ursprünglich seinen Gerichtsstand auf der Rudelsburg,<ref>Karl Peter Lepsius: Die Ruinen der Schlösser Rudelsburg und Saaleck in ihren historischen Beziehungen nach urkundlichen Nachrichten dargestellt. Anmerkungen. In: Karl Peter Lepsius: Kleine Schriften, Beiträge zur thüringisch-sächsischen Geschichte und deutschen Kunst- und Alterthumskunde. Gesammelt und theilweise zum ersten Male aus dem handschriftlichen Nachlaß des Verfassers herausgegeben von A. Schulz. Band 2. Creutz, Magdeburg 1854, S. 56, Anm. 93.</ref> er gehörte jedoch mit der Heerfolge, den Steuern und weiteren hoheitsrechtlichen Abgaben zum wettinischen Amt Camburg, welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener Albertinischer und Ernestinischer Herzogtümer stand. 1826 kam der Ort als Teil der Exklave Camburg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Von 1922 bis 1939 gehörte der Ort zur Kreisabteilung Camburg. Erstmals werden Einwohner dieses Ortes um 1420 erwähnt.<ref>Andrei Zahn: Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg. Ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425 (= Schriftenreihe der AMF. 55, ZDB-ID 2380765-9). Als Manuskript gedruckt. Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung, Mannheim 1998.</ref> Oberhalb des Ortes führte über viele Jahrhunderte eine bedeutende Fernhandelsstraße entlang, die sogenannte „Salzstraße“, an der erst kürzlich sowohl ein steinzeitlicher Siedlungs- und Kultort,<ref>Direkt aus dem dpa-Newskanal: Archäologie - Halle (Saale) - Rund 7200 Jahre alter Ritualort bei Bad Kösen entdeckt. In: sueddeutsche.de. 1. Mai 2020, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref> wie auch die mittelalterliche Wüstung Neschwitz entdeckt wurden.<ref>Andrei Zahn: Neschwitz an der Salzstraße, in: Saale-Unstrut-Jahrbuch, Bd. 25 (2020)</ref> Kirchlich ist das Dorf seit der ersten Erwähnung nach Kleinheringen, ein Filial von Saaleck, eingepfarrt. Bis 1539 war die Pfarrei römisch-katholisch. Mit Einführung der Reformation im albertinischen Sachsen 1539 wurde auch für die Kaatschener in Kleinheringen evangelisch gepredigt. Im Zuge des Strukturwandels der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands ist heute die Pfarrei in Bad Sulza zuständig.<ref>Internetseite des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt. Abgerufen am 16. Dezember 2016.</ref>
Das Dorf war stets durch Pflanzenbau geprägt. Die Bauern und Spezialbetriebe wurden zur Zeit der DDR den zwangskollektiviert. Für die neue wirtschaftliche Entwicklung nach der Wende steht beispielhaft das Thüringer Weingut Zahn.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Weinbauverband Saale-Unstrut ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Abgerufen am 10. Mai 2015.</ref> Die idealen Bedingungen, die für den Anbau des Weines schon seit dem hohen Mittelalter in Kaatschen genutzt wurden, veranlasste die ursprünglich aus Hirschroda stammende, ab 1838 als Landwirte in Kaatschen tätige, Familie Zahn in den 1980er Jahren, diesen neu zu beleben. 2012 lebten im Ort 150 Einwohner.
Das Dorf und seine Umgebung dienten auch schon als Filmkulisse für die Krimiserie „Heiter bis tödlich“.<ref>Hanno Müller: Thüringen als Kulisse bei Filmemachern gefragt. In: Thüringer Allgemeine. 19. September 2012, abgerufen am 16. Dezember 2016.</ref>
Weblinks
- Weindorf Kaatschen auf der Website der Gemeinde Großheringen. Abgerufen am 10. Mai 2015
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Großheringen | Kaatschen-Weichau mit Kaatschen und Weichau | Unterneusulza Vorlage:Klappleiste/Ende