Nackt (1993)
| Produktionsland | Großbritannien |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1993 |
| Länge | 132 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Mike Leigh |
| Drehbuch | Mike Leigh |
| Produktion | Simon Channing-Williams |
| Musik | Andrew Dickson |
| Kamera | Dick Pope |
| Schnitt | Jon Gregory |
| Besetzung | |
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Nackt ist eine Schwarze Komödie aus Großbritannien von Regisseur Mike Leigh aus dem Jahr 1993. Der Film gewann mehrere Preise u. a. bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo Leigh den Preis für die Beste Regie, während David Thewlis als Bester Darsteller geehrt wurde.
Inhalt
Mike Leighs „Nackt“ erzählt die Geschichte von Johnny, der als abgebrannter, ruheloser junger Typ ohne Geld und Job eine Bleibe bei seiner Exfreundin Louise sucht. Um Louise zu kränken, beginnt er ein Verhältnis mit Sophie, die bei Louise wohnt. Doch weder Louise noch Sophie halten Johnny ab, in der Stadt umherzustreunen. Dort trifft er auf verschiedene Charaktere, mit denen er diskutiert und denen er seine Lebensweisheit aufzwingen will. Wie das Schicksal es will, erlebt Johnny zwar glückliche Momente, doch verfolgt ihn eher das Pech; er wird zusammengeschlagen und ständig abgewiesen. Das veranlasst Johnny, wieder zu Louise und Sophie zurückzukehren.
Die Handlung ist in die Geschichte des Antihelden Johnny eingebettet, der arm ist und sich am sozialen Abgrund befindet. Er übernimmt die Rolle des reichen, karrierebesessenen, politisch unkorrekten Jeremy G. Smart, der sich u. a. als Vermieter ausgibt und Sophie vergewaltigt. Dieser extrem widerwärtige Charakter steht im Kontrast zu Johnnys Geschichte.
Kritiken
Thomas Koebner (Hrsg.): Filmregisseure, Eintrag: Mike Leigh, S. 406, erschienen bei Reclam: „[…] eine qualvolle Studie über Einsamkeit: die Geschichte vom arbeitslosen, sozial isolierten und frauenfeindlichen Johnny und der Beziehung, die er mit der drogenabhängigen Sophie unterhält. Sie entbehren einer Familie, freundschaftlicher Kontakte, eines Heims. Die erbarmungswürdige Beziehung, die sich zwischen den beiden entspannt, ist fast zu schmerzlich, um sie mitanzusehen. Der Film wurde größtenteils bei Nacht gedreht, seine bläulich-grauen, kontrastreichen Bilder lassen die Dinge noch trostloser aussehen, als sie es in der Realität schon sind.“
Kritik in der 3sat-Filmreihe im Januar 2008 zum Werk Mike Leighs: „Mit schillerndem Wortwitz und rabenschwarzen Pointen zeichnet Regisseur Mike Leigh in seinem Film ein ebenso düsteres wie boshaft-witziges Sittenbild der Post-Thatcher-Ära.“
„Der britische Filmemacher Mike Leigh mutet dem Zuschauer mit seinem ungeheuer tristen Werk Nackt, zu dem er auch das Drehbuch verfasste, einiges zu. Nicht die schlichtweg banale Handlung, sondern die schwelend intensive, trostlos dichte Stimmung steht bei Nackt im Vordergrund, der ein geradezu beängstigendes Szenario der städtischen Gesellschaft und ihrer Randfiguren heraufbeschwört.“
Auszeichnungen
- Internationale Filmfestspiele von Cannes 1993: Bester Darsteller für David Thewlis<ref name="IMDb">Nackt. Auszeichnungen. IMDb, abgerufen am 21. März 2026</ref>
- Internationale Filmfestspiele von Cannes 1993: Beste Regie für Mike Leigh<ref name="IMDb" />
- Evening Standard British Film Award 1994: Bester Darsteller für David Thewlis<ref>Evening Standard British Film Awards. 1994. IMDb, abgerufen am 21. März 2026</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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