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Joseph Straub

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Joseph Straub (* 31. März 1911 in Waldshut; † 21. Juni 1987 in Köln) war ein deutscher Biologe, Botaniker und Züchtungsforscher.<ref name=":1">Hans Geidel: Joseph Straub In: Deutsche Biographie.</ref><ref name=":0">Simone Wenkel: Die Molekularbiologie in Deutschland von 1945 bis 1975.</ref><ref name=":2">Joseph Straub. In: Walther Killy u. a.: Deutsche Biographische Enzyklopädie.</ref> Er zeigte als Botaniker seit 1937, also sehr früh, eine hohe Affinität zu genetischen und molekularbiologischen Fragestellungen.<ref name=":0" /> Er hatte im Rahmen seiner Ausbildung 1937 die „Dreimännerarbeit“ von Max Delbrück, Nikolai Timofejew-Ressowski und Karl Günter Zimmer „Über die Natur der Genmutation und der Genstruktur“ (1935), die maßgeblich eine Theorie der Mutation förderte, verarbeitet und verinnerlicht.<ref name=":0" /> Entsprechend förderte er später aufgrund seiner organisatorischen Begabung die genetische und molekularbiologische Forschung in Deutschland.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Sein persönliches Forschungsgebiet dagegen blieb getreu seinen frühen Polyploidie-Forschungen die Pflanzenzüchtung.<ref name=":1" /> Straub erwies sich als Forscher mit einer „große[n] wissenschaftspolitische[n] Weitsicht.“<ref name=":0" />

Leben

Straub studierte Naturwissenschaften für das Lehramt an Gymnasien an den Universitäten München und Freiburg im Breisgau.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Zwischen 1934 und 1936 lehrte er als Assessor am Friedrich-Gymnasium in Freiburg.<ref name=":2" /> Er wurde 1936 bei Friedrich Oehlkers mit der Dissertation „Untersuchungen zur Physiologie der Meiosis II.“ an der Universität Freiburg promoviert.<ref name=":2" /> Gleichzeitig forschte er seit 1935 am Botanischen Institut der Universität Freiburg und blieb dort bis 1939.<ref name=":0" /><ref name=":2" /> Er habilitierte sich 1939 an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zur Polyploidieauslösung.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Anschließend ging er zu Fritz von Wettstein an das Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie in Berlin-Dahlem.<ref name=":1" /> Seit 1945 verwaltete er die nach Hechingen und Bad Boll ausgelagerten Abteilungen dieses Kaiser-Wilhelm-Institutes.<ref name=":1" />

1944 konnte Straub die Berufung an die Universität Würzburg wegen der Zerbombung des Institutes nicht mehr annehmen.<ref name=":1" /> 1948 nahm Straub die Berufung auf den Lehrstuhl für Botanik an der Universität Köln an.<ref name=":0" /> 1953 wurde er dort zum ordentlicher Professor für Mikrobiologie ernannt. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit an der Universität betraute man ihn daneben mit der Leitung des Botanischen Gartens.<ref name=":1" /> Auf seine Initiative aus dem Jahr 1959 hin<ref>Straub konnte für die Gründung des Institutes für Molekularbiologie an der Universität Köln Fördergelder der Volkswagenstiftung gewinnen.</ref> wurde an der Universität Köln das erste molekulargenetische Institut in Deutschland durch Carsten Bresch und Max Delbrück aufgebaut, das für den Aufbau weiterer Institute Modellcharakter hatte.<ref name=":0" /> Neben dieser Einrichtung des molekulargenetischen Lehrstuhls erreichte er die Wiederherstellung des Lehrstuhls für Entwicklungsphysiologie sowie die Einrichtung weiterer Lehrstühle für Mikrobiologie und Strahlenbiologie.<ref name=":1" /> Von 1961 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1978 war Straub zusätzlich Direktor des Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung (MPIZ) in Köln.<ref name=":0" />

1960 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.<ref name=":1" />

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Untersuchungen zur Physiologie der Meiosis II. 1936 (= Dissertation).
  • Polyploidieauslösung durch Temperaturwirkungen. 1939 (= Habilitation)

Literatur

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

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