Alterlangen
Alterlangen Kreisfreie Stadt Erlangen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2681)&title=Alterlangen 49° 36′ N, 10° 59′ O
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| Höhe: | 273 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,19 km² | |||||
| Einwohner: | 2681 (2021)<ref name="Einwohner">Stadt Erlangen – Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2022. (PDF; 7,0 MB) S. 14, abgerufen am 5. November 2022.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 1.224 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 91056 | |||||
| Vorwahl: | 09131 | |||||
Die Statistischen Bezirke 10 (Heiligenloh), 11 (Alterlangen) und 12 (Steinforst) bilden den amtlichen Stadtteil Regnitz.
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Alterlangen (früher Altenerlangen,<ref>Georg Wolfgang August Fikenscher: Geschichte der Königlich Preussischen Friederich-Alexanders-Akademie zu Erlangen von ihrem Ursprung bis auf gegenwärtige Zeiten. Coburg 1795, S. 25.</ref> fränkisch: Aldealang<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 93. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „aldęɒlaŋ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil und Statistischer Bezirk der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Alterlangen liegt in der Gemarkung Erlangen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. September 2025.</ref> Alterlangen ist auch der Name des Statistischen Bezirks 14.
Geographie
Die Ortslage, die sich westlich des Stadtzentrums befindet, wird im Osten von der Regnitz und im Westen vom Main-Donau-Kanal begrenzt. Die historische Südgrenze verläuft etwa entlang des heutigen Kosbacher Damms. Heute werden die Statistischen Bezirke 10 (Heiligenloh) mit der Ortslage St. Johann, 11 (Alterlangen) und 12 (Steinforst) mit Stadtrandsiedlung sowie Siedlung Sonnenblick zu Alterlangen gezählt. Die amtliche Bezeichnung des gesamten Stadtteils lautet Regnitz.
Die Staatsstraße 2240 verläuft nach Dechsendorf (4 km nordwestlich) bzw. zur Anschlussstelle 31 der Bundesautobahn 73 (1 km östlich). Die Kreisstraße ER 2 verläuft über Stadtrandsiedlung nach Schallershof zur Staatsstraße 2244 (2,7 km südlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde wahrscheinlich um 800 gegründet. Vermutlich gehörte er bereits 976 zum Besitzkomplex des Forchheimer Kirchengutes, das 1002 an das Würzburger Stift Haug weitergegeben wurde, wie aus einer Urkunde hervorgeht, in der der Ort als „(villa) Erlangon“ erstmals urkundlich erwähnt wurde.<ref name="F75">D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 75.</ref> Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab. Dessen Grundwort ist wang (ahd. Feld, Wiese) und dessen Bestimmungswort ist erila (ahd. Erle). Demnach wurde ein mit Erlen bewachsenes Feld bezeichnet.<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 85ff.</ref> 1017 gelangte „Erlangun“ durch Tausch an das Hochstift Bamberg.<ref name="F75"/> Ab dem 11./12. Jahrhundert hatte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach die Dorf- und Gemeindeherrschaft und das Niedergericht inne.<ref name="J115">Andreas Jakob: Alterlangen, in: Erlanger Stadtlexikon, S. 115f.</ref> 1381 wurde der Ort als „Zu Wenigen Erlangen“ urkundlich erwähnt – die Tochtersiedlung Neuerlangen war also zu dieser Zeit offenbar schon größer als der Mutterort. Es wurde das neu gegründete Kartäuserkloster Nürnberg u. a. mit den grundherrlichen Ansprüchen über ein Gut und zwei halben Höfen des Ortes ausgestattet. Daneben waren auch Nürnberger Patrizier im Ort begütert. 1400 waren dies Leopold Schürstab (fünf Güter), Johann Rieter (zwei Güter), Franz Ebner (zwei Güter). Während die Güter der Nürnberger Patrizier nach mehrfachen Besitzwechsel spätestens 1580 wieder an das Dompropsteiamt gelangten, gingen die Güter des Karthäuserklosters mit der Reformation an das Nürnberger Landesalmosenamt über. Das Hochgericht übte ursprünglich das bambergische Centamt Herzogenaurach aus, seit 1524 war es das brandenburg-kulmbachische Oberamt Baiersdorf.<ref name="F91">D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 91ff.</ref> 1679 wurde eine Gemeindeordnung erlassen, das die Stellung des Bamberger Bistums stärken sollte.<ref name="J115" /> 1714 gab es im Ort 13 Untertansfamilien, wovon eine dem Landesalmosenamt unterstand, der Rest dem Dompropsteiamt Büchenbach. 1778 gab es 18 Untertansfamilien (Amt Büchenbach: zwei Höfe, neun Halbhöfe, ein Viertelhof, ein Gut, ein Tropfhäuslein; Landesalmosenamt: zwei Halbhöfe, ein Hirtenhaus).<ref name="F91"/>
Von 1797 bis 1810 unterstand Alterlangen dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Büchenbach und der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Kosbach zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 144.</ref> Am 1. April 1920 erfolgte die Eingemeindung zur Stadt Erlangen mit damals 446 Einwohnern.<ref name="J115" /><ref>Erlangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. September 2025.</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung Alterlangens durch intensive Bautätigkeit rasch an. Von 1969 bis 1973 wurde der Lange Johann, ein 27-geschossiges Wohnhochhaus mit 80 Meter Höhe, errichtet.
Baudenkmäler
In Alterlangen gibt es fünf Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Erlangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Alterlanger Straße 5: Fachwerkscheune
- Alterlanger Straße, bei Nr. 17: Martersäule
- Kosbacher Weg 69: Einfamilienhaus
- Möhrendorfer Straße 31a: Katholische Pfarrkirche St. Heinrich
- Schallershofer Straße 22: Evangelisch-lutherische Johanneskirche
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Einwohnerentwicklung
Bildung
Im Stadtteil befinden sich vier Schulen: Die Herman-Hedenus-Grundschule und -Hauptschule (gebaut 1960),<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Herman-Hedenus Hauptschule ( vom 22. Mai 2009 im Internet Archive)</ref> die Realschule am Europakanal (seit 1970) und das Albert-Schweitzer-Gymnasium (1965 als Gymnasium Erlangen-West).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Albert Schweitzer-Gymnasium: Die kurze Geschichte des ASG ( vom 14. Februar 2009 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 1972 wurden die vier nahe beieinander liegenden Schulen zum Schulzentrum West zusammengeführt.
Religion
Alterlangen war ursprünglich nach St. Xystus in Büchenbach gepfarrt. An dieser kirchenrechtlichen Zugehörigkeit änderte sich bis 1920 nichts.<ref name="J115" /> Dann wurden die katholischen Gläubigen Alterlangens der Altstädter Herz-Jesu-Gemeinde zugeordnet, ehe Alterlangen 1964 mit St. Heinrich eine eigene Pfarrei wurde.<ref>A. Jakob: Heinrich, kath. Gemeinde, S. 354.</ref> 1952 war mit der Johanneskirche bereits eine eigene evangelisch-lutherische Pfarrei entstanden.<ref name="J115" />
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Alterlangen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 57 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769668698 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Gebessler Stadt und Landkreis Erlangen
- Vorlage:Hofmann Höchstadt-Herzogenaurach 1951
- Andreas Jakob: Alterlangen. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 115 f. (online).
- Andreas Jakob: Heinrich, kath. Gemeinde. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 354 (online).
- Andreas Jakob: Johanneskirche. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 394 (online).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Alterlangen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Alterlangen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Am Anger | Alterlangen | Bruck | Büchenbach | Buckenhofer Siedlung | Burgberg | Dechsendorf | Eltersdorf | Frauenaurach | Häusling | Hüttendorf | Innenstadt | Königsmühle | Kosbach | Kriegenbrunn | Neuses | Neumühle | Röthelheimpark | Schallershof | Sebaldussiedlung | Sieglitzhof | Steudach | Tennenlohe
Ehemalige Gemeindeteile: Großdechsendorf | Kleindechsendorf