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Alterlangen

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Alterlangen
Kreisfreie Stadt Erlangen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2681)&title=Alterlangen 49° 36′ N, 10° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2681) 49° 36′ 5″ N, 10° 59′ 7″ O
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Höhe: 273 m ü. NHN
Fläche: 2,19 km²
Einwohner: 2681 (2021)<ref name="Einwohner">Stadt Erlangen – Kleinräumige Bevölkerungsprognose 2022. (PDF; 7,0 MB) S. 14, abgerufen am 5. November 2022.</ref>
Bevölkerungsdichte: 1.224 Einwohner/km²
Postleitzahl: 91056
Vorwahl: 09131
Datei:Erlangen Bezirke breit.svg
Karte
Die Statistischen Bezirke 10 (Heiligenloh), 11 (Alterlangen) und 12 (Steinforst) bilden den amtlichen Stadtteil Regnitz.
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Datei:Alterlangen Postkarte 001.JPG
Am Alterlanger See, Postkarte (um 1900)
Datei:Erlangen Alterlangen St Heinrich 001.JPG
Die 1970 geweihte katholische Kirche St. Heinrich, 2012
Datei:Erlangen Alterlangen Johanneskirche 001.JPG
Die 1963/64 erbaute evangelisch-lutherische Johanneskirche, 2012

Alterlangen (früher Altenerlangen,<ref>Georg Wolfgang August Fikenscher: Geschichte der Königlich Preussischen Friederich-Alexanders-Akademie zu Erlangen von ihrem Ursprung bis auf gegenwärtige Zeiten. Coburg 1795, S. 25.</ref> fränkisch: Aldealang<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 93. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „aldęɒlaŋ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil und Statistischer Bezirk der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Alterlangen liegt in der Gemarkung Erlangen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. September 2025.</ref> Alterlangen ist auch der Name des Statistischen Bezirks 14.

Geographie

Die Ortslage, die sich westlich des Stadtzentrums befindet, wird im Osten von der Regnitz und im Westen vom Main-Donau-Kanal begrenzt. Die historische Südgrenze verläuft etwa entlang des heutigen Kosbacher Damms. Heute werden die Statistischen Bezirke 10 (Heiligenloh) mit der Ortslage St. Johann, 11 (Alterlangen) und 12 (Steinforst) mit Stadtrandsiedlung sowie Siedlung Sonnenblick zu Alterlangen gezählt. Die amtliche Bezeichnung des gesamten Stadtteils lautet Regnitz.

Die Staatsstraße 2240 verläuft nach Dechsendorf (4 km nordwestlich) bzw. zur Anschlussstelle 31 der Bundesautobahn 73 (1 km östlich). Die Kreisstraße ER 2 verläuft über Stadtrandsiedlung nach Schallershof zur Staatsstraße 2244 (2,7 km südlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde wahrscheinlich um 800 gegründet. Vermutlich gehörte er bereits 976 zum Besitzkomplex des Forchheimer Kirchengutes, das 1002 an das Würzburger Stift Haug weitergegeben wurde, wie aus einer Urkunde hervorgeht, in der der Ort als „(villa) Erlangon“ erstmals urkundlich erwähnt wurde.<ref name="F75">D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 75.</ref> Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab. Dessen Grundwort ist wang (ahd. Feld, Wiese) und dessen Bestimmungswort ist erila (ahd. Erle). Demnach wurde ein mit Erlen bewachsenes Feld bezeichnet.<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 85ff.</ref> 1017 gelangte „Erlangun“ durch Tausch an das Hochstift Bamberg.<ref name="F75"/> Ab dem 11./12. Jahrhundert hatte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach die Dorf- und Gemeindeherrschaft und das Niedergericht inne.<ref name="J115">Andreas Jakob: Alterlangen, in: Erlanger Stadtlexikon, S. 115f.</ref> 1381 wurde der Ort als „Zu Wenigen Erlangen“ urkundlich erwähnt – die Tochtersiedlung Neuerlangen war also zu dieser Zeit offenbar schon größer als der Mutterort. Es wurde das neu gegründete Kartäuserkloster Nürnberg u. a. mit den grundherrlichen Ansprüchen über ein Gut und zwei halben Höfen des Ortes ausgestattet. Daneben waren auch Nürnberger Patrizier im Ort begütert. 1400 waren dies Leopold Schürstab (fünf Güter), Johann Rieter (zwei Güter), Franz Ebner (zwei Güter). Während die Güter der Nürnberger Patrizier nach mehrfachen Besitzwechsel spätestens 1580 wieder an das Dompropsteiamt gelangten, gingen die Güter des Karthäuserklosters mit der Reformation an das Nürnberger Landesalmosenamt über. Das Hochgericht übte ursprünglich das bambergische Centamt Herzogenaurach aus, seit 1524 war es das brandenburg-kulmbachische Oberamt Baiersdorf.<ref name="F91">D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 91ff.</ref> 1679 wurde eine Gemeindeordnung erlassen, das die Stellung des Bamberger Bistums stärken sollte.<ref name="J115" /> 1714 gab es im Ort 13 Untertansfamilien, wovon eine dem Landesalmosenamt unterstand, der Rest dem Dompropsteiamt Büchenbach. 1778 gab es 18 Untertansfamilien (Amt Büchenbach: zwei Höfe, neun Halbhöfe, ein Viertelhof, ein Gut, ein Tropfhäuslein; Landesalmosenamt: zwei Halbhöfe, ein Hirtenhaus).<ref name="F91"/>

Von 1797 bis 1810 unterstand Alterlangen dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Büchenbach und der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Kosbach zugeordnet.<ref>H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 144.</ref> Am 1. April 1920 erfolgte die Eingemeindung zur Stadt Erlangen mit damals 446 Einwohnern.<ref name="J115" /><ref>Erlangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. September 2025.</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung Alterlangens durch intensive Bautätigkeit rasch an. Von 1969 bis 1973 wurde der Lange Johann, ein 27-geschossiges Wohnhochhaus mit 80 Meter Höhe, errichtet.

Baudenkmäler

In Alterlangen gibt es fünf Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Erlangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Alterlanger Straße 5: Fachwerkscheune
  • Alterlanger Straße, bei Nr. 17: Martersäule
  • Kosbacher Weg 69: Einfamilienhaus
  • Möhrendorfer Straße 31a: Katholische Pfarrkirche St. Heinrich
  • Schallershofer Straße 22: Evangelisch-lutherische Johanneskirche

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Einwohnerentwicklung

Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2000 2006
Einwohner 114 151 186 214 302 443 3420 3421 5455 7042 5773 8523
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 18 33 44 68 494 507 1400
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 5 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 877, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1050, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 995 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1044 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1180 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1016 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 747 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 167 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 323 (Digitalisat).</ref> || <ref name="J115"/> || <ref name="Einwohner"/>

Bildung

Im Stadtteil befinden sich vier Schulen: Die Herman-Hedenus-Grundschule und -Hauptschule (gebaut 1960),<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Herman-Hedenus Hauptschule (Memento vom 22. Mai 2009 im Internet Archive)</ref> die Realschule am Europakanal (seit 1970) und das Albert-Schweitzer-Gymnasium (1965 als Gymnasium Erlangen-West).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Albert Schweitzer-Gymnasium: Die kurze Geschichte des ASG (Memento vom 14. Februar 2009 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 1972 wurden die vier nahe beieinander liegenden Schulen zum Schulzentrum West zusammengeführt.

Religion

Alterlangen war ursprünglich nach St. Xystus in Büchenbach gepfarrt. An dieser kirchenrechtlichen Zugehörigkeit änderte sich bis 1920 nichts.<ref name="J115" /> Dann wurden die katholischen Gläubigen Alterlangens der Altstädter Herz-Jesu-Gemeinde zugeordnet, ehe Alterlangen 1964 mit St. Heinrich eine eigene Pfarrei wurde.<ref>A. Jakob: Heinrich, kath. Gemeinde, S. 354.</ref> 1952 war mit der Johanneskirche bereits eine eigene evangelisch-lutherische Pfarrei entstanden.<ref name="J115" />

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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