Zum Inhalt springen

Jochen Bachfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. April 2026 um 09:01 Uhr durch imported>Silewe (Sonstiges: Beleg für Sterbedatum).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Jochen Bachfeld Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Jochen Bachfeld
Geburtstag 17. Dezember 1952
Geburtsort Sülte, DDR
Todestag 12. März 2026
Nationalität Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg DDR
Gewichtsklasse Weltergewicht
Stil Linksausleger
Größe 1,76 m
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold 1976 Montreal Weltergewicht

Jochen Bachfeld (* 17. Dezember 1952 in Sülte bei Schwerin; † 12. März 2026) war ein deutscher Boxer aus der DDR. Er gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal die Goldmedaille im Weltergewicht und war auch Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1972 in München, wo er einen 9. Platz im Federgewicht erreichte.

Boxkarriere

Jochen Bachfeld wechselte vom Judosport, den er beim SC Dynamo Schwerin ausübte, 1962 zum Boxsport in Hagenow. 1966 kam er zum SC Traktor Schwerin, wo er von Bruno Guse und später Paul Nickel trainiert wurde. Sein größter Erfolg im Nachwuchs war der Gewinn der Silbermedaille im Halbfliegengewicht bei der Junioren-Europameisterschaft 1970 in Miskolc, wo er unter anderem den späteren Olympiasieger Georgi Kostadinow besiegte.<ref>European Junior Championships 1970</ref>

Bei den Erwachsenen wurde er 1972 mit einem Finalsieg gegen Hartmut Helmbold DDR-Meister im Federgewicht<ref>DDR National Championships 1972</ref> und gewann auch den Chemiepokal in Halle (Saale).<ref>Chemistry Cup 1972</ref> Bei den Olympischen Spielen 1972 in München schlug er Peter Prause und William Taylor, ehe er im Achtelfinale gegen Gabriel Pometcu ausschied.<ref>Olympic Games 1972</ref> 1973 wiederholte er den Gewinn des Chemiepokals.<ref>Chemistry Cup 1973</ref>

In der Vorrunde der Weltmeisterschaft 1974 in Havanna verlor er gegen Wassili Solomin<ref>World Championships 1974</ref>.

1976 gewann er die DDR-Meisterschaft im Weltergewicht und besiegte dabei Thomas Schindler, Peter Rieger, Uwe Franz und Peter Spilski.<ref>DDR National Championships 1976</ref> Er startete auch bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal, wo er sich gegen Ali Khomani, Athanasios Iliadis, Waleri Ratschkow, Carmen Rinke, Victor Zilberman und Pedro Gamarro durchsetzen und Olympiasieger werden konnte.<ref>Olympic Games 1976</ref>

Bei der Weltmeisterschaft 1978 in Belgrad unterlag er diesmal im Viertelfinale mit 2:3 gegen Waleri Ratschkow.<ref>World Championships 1978</ref> 1980 beendete er aufgrund langwieriger Verletzungen seine sportliche Laufbahn. Bis dahin hatte er 122 Kämpfe bestritten und davon 107 gewonnen.

Sonstiges

Bachfeld absolvierte ein Fernstudium zum Ökonom für den Binnenhandel und eine Berufsausbildung zum Handelskaufmann. Er absolvierte auch ein Studium an der HSG DHfK Leipzig und arbeitete danach als Sportlehrer und Erziehungstherapeut. Er starb am 12. März 2026 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren.<ref>Traueranzeige von Jochen Bachfeld. In: trauer.nordkurier.de. Abgerufen am 29. April 2026.</ref><ref>Hannes Voigt: Olympiasieger aus MV: Boxer Jochen Bachfeld gestorben. In: ndr.de. 16. März 2026, abgerufen am 16. März 2026.</ref>

Weblinks

Commons: Jochen Bachfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Albert Young | 1920: Kanada 1868Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg Albert Schneider | 1924: BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Jean Delarge | 1928: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Ted Morgan | 1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Edward Flynn | 1936: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Sten Suvio | 1948: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Július Torma | 1952: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Zygmunt Chychła | 1956: Rumänien 1952Datei:Flag of Romania (1952–1965).svg Nicolae Linca | 1960: Vorlage:ITA-1946 Nino Benvenuti | 1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Marian Kasprzyk | 1968: Deutschland Demokratische Republik 1968Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Manfred Wolke | 1972: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Emilio Correa | 1976: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Jochen Bachfeld | 1980: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Andrés Aldama | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Breland | 1988: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Robert Wangila | 1992: IrlandDatei:Flag of Ireland.svg Michael Carruth | 1996: RusslandRussland Oleg Saitow | 2000: RusslandRussland Oleg Saitow | 2004: KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Baqtijar Artajew | 2008: KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Baqyt Särsekbajew | 2012: KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Serik Säpijew | 2016: KasachstanDatei:Flag of Kazakhstan.svg Danijar Jeleussinow | 2020: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Roniel Iglesias | 2024: UsbekistanDatei:Flag of Uzbekistan.svg Asadxoʻja Moʻydinxoʻjayev

Liste der Olympiasieger im Boxen

Vorlage:Klappleiste/Ende