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Linobambaki

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Die Linobambaki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) waren eine Gemeinschaft, die in Zypern lebte.<ref name="Deringil2012">Selim Deringil: Conversion and Apostasy in the Late Ottoman Empire. Cambridge University Press, 2012, ISBN 978-1-107-00455-9, S. 112 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Sie zählen als ein Teil der Zyperntürken<ref name="Pericleous2009">Chrysostomos Pericleous: Cyprus Referendum: A Divided Island and the Challenge of the Annan Plan. I.B.Tauris, 2009, ISBN 978-0-85771-193-9, S. 131 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Hadjidemetriou2010">Hadjidemetriou: Οι κρυπτοχριστιανοί της Κύπρου. Kirche von Zypern, 23. März 2010, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref> und Zyperngriechen. Ihre Zahl wurde zur britischen Kolonialzeit auf 1200, anderen Quellen nach auf 2000 bis 3000 geschätzt.<ref>Celâl Erdönmez: Linobambakiler. In: Şer’iyye Sicillere Göre Kıbrıs’ta Toplum Yapısı (1839–1856). Süleyman Demirel Üniversitesi, 2004, S. 44.(<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />eprints.sdu.edu.tr (Memento vom 24. Dezember 2012 im Internet Archive), PDF, türkisch)</ref>

Datei:Hassan Poulia.jpg
Hassan Pouli (Hasan Bulli), eine historische Figur in der zypriotischen Folklore

Etymologie

Das Wort Linobambaki ist hergeleitet aus der Kombination der griechischen Wörter {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Leinen“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), „Baumwolle“.<ref name="Senisik2011">Pinar Senisik: The Transformation of Ottoman Crete: Revolts, Politics and Identity in the Late Nineteenth Century. I.B.Tauris, 2011, ISBN 978-0-85772-056-6, S. 64 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Die Bezeichnung soll aufzeigen, dass sie trotz lateinisch-katholischer Herkunft äußerlich wie Muslime auftreten.<ref>Idesbald Goddeeris: De Europese periferie. Leuven University Press, 2004, ISBN 90-5867-359-6, S. 275 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Geschichte

Die Eroberung Zyperns durch die Osmanen 1570/71 endete damit, dass Zypern unter osmanische Herrschaft geriet. Unmittelbar nach dem Krieg wurden Sanktionen gegen die lateinische Bevölkerung der Insel verhängt.<ref name="Dedeçay2008">Servet Sami Dedeçay: Kıbrıslı Türk kadınının eğitim aracılığı sayesinde dinsel mutaassıplıktan sıyrılıp çağdaş hak ve özgürlük kuralllarını kabullenişi. Lefkoşa Özel Türk Üniversitesi, 2008, S. 297 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Die Rivalität zwischen Venezianern und Osmanen war auf ihrem Höhepunkt. Die Osmanen betrachteten die lateinisch-katholische Bevölkerung als Sicherheitsrisiko für Zypern und fürchteten, dass sie Venezianer zur Rückkehr bewegten. Deshalb waren die Osmanen gegenüber der katholischen Gemeinde weniger tolerant als gegenüber der griechisch-orthodoxen Gemeinde.<ref name="Knowles1908">James Knowles: The Twentieth Century and After. Spottiswoode, 1908, S. 753 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Neben politischem und religiösem Druck entstand wirtschaftliche Unterdrückung, darunter auch der Verweigerung ihrer Rechte auf Eigentum. Die katholischen Einwohner bekehrten sich zum Islam, um Sklaverei, Unterdrückung oder Tod zu vermeiden. Davon betroffen waren Lateiner, Venezianer, Genuesen, Maroniten und Armenier. Aus diesem Bekenntnis zum Islam leitete sich der Name Linobambaki ab.<ref name="Savile1878">Captain A. R. Savile: Cyprus. H.M. Stationery Office, 1878, S. 130 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Die Linobambaki waren nur scheinbar konvertiert und zeigten ihre religiöse Überzeugung nicht nach außen. Im Alltag hatten sie sowohl einen christlichen als auch einen muslimischen Namen gewählt oder einen gemeinsamen Namen, den es in beiden Glaubensrichtungen gibt. Beispiele sind Ibrahim (Abraham), Yusuf (Josef) oder Musa (Moses).<ref name="CesnolaKing1878">Luigi Palma di Cesnola, Charles William King, Alexander Stuart Murray: Cyprus: Its Ancient Cities, Tombs, and Temples : a Narrative of Researches and Excavations During Ten Years' Residence in that Island. Harper & Brothers, 1878, S. 185 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Bei der jährlichen Wehrpflicht wurden sie oft in die osmanische Armee eingezogen<ref name="Fisher1878">Frederic Henry Fisher: Cyprus, our new colony, and what we know about it. George Routledge and Sons, 1878, S. 42 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und sie vermieden die Zahlung von Steuern für Nicht-Muslime. Die Linobambaki konvertierten nicht völlig zu einem traditionellen muslimischen Leben und zeigten religiöse Praktiken und Überzeugungen nur dann, wenn es ihnen Vorteile brachte, die es nur für Muslime gab. Viele der Dörfer der Linobambaki hatten Namen christlicher Heiliger, die mit άγιος (ayios, „Heiliger“) beginnen, um es so ihrer römisch-katholische Herkunft zuzuordnen.

Siedlung

Viele der Dörfer und benachbarte Regionen, die als zyperntürkisch gelten, waren früher Zentren der Aktivitäten der Linobambaki. Dazu gehören:

  • Agios Sozomenos (Arpalık)<ref name="Asmussen2001">Jan Asmussen: "Wir waren wie Brüder": Zusammenleben und Konfliktentstehung in ethnisch gemischten Dörfern auf Zypern. LIT Verlag Münster, 2001, ISBN 3-8258-5403-5, S. 78–79 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Agios Theodoros (Boğaziçi)<ref name="Mikropoulos2008_S93">Tassos A. Mikropoulos: Elevating and Safeguarding Culture Using Tools of the Information Society: Dusty traces of the Muslim culture. Livanis, 2008, ISBN 978-960-233-187-3, Linovamvaki, S. 93 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Armenochori (Esenköy)<ref name="Hadjilyra2009">Alexander-Michael Hadjilyra: The Armenians of Cyprus. Kalaydjian Foundation, 2009, S. 13 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Agios Andronikos (Yeşilköy)<ref name="Robertson1981">Ian Robertson: Cyprus. Benn, 1981, ISBN 0-510-01633-2, S. 85 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Agios Iakovos (Altınova)<ref name="Hadjilyra2009" />
  • Agios Ioannis (Ayyanni)<ref name="Dubin2002">Marc Dubin: Cyprus. Rough Guides, 2002, ISBN 1-85828-863-0, S. 412 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Agios Chariton (Ergenekon)<ref name="Hadjilyra2009" />
  • Dali (Dali)<ref name="Asmussen2001" />
  • Frodisia (Yağmuralan)<ref name="Mustafa2013"></ref>
  • Galinoporni (Kaleburnu)<ref name="Bağışkan2014">Tuncer Bağışkan: Kaleburnu köyüne bir yolculuk (1). In: YeniDüzen Gazetesi, Nikosia. United Media Group, 15. März 2014, abgerufen am 10. Juni 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Kato Arodes (Aşağı Kalkanlı)<ref name="Asmussen2001" />
  • Tylliria (Dillirga)<ref name="Halil1983">Kiamran Halil: The Rape of Cyprus. Prosperity Publications, 1983, ISBN 0-905506-07-3, S. 19 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Kornokipos (Görneç)<ref name="Latrie1879">Louis Mas Latrie: L'île de Chypre: sa situation présente et ses souvenirs du moyen-âge. Firmin-Didot et cio, 1879, S. 43 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
  • Limnitis (Yeşilırmak)<ref name="IslamogluOznur2013">Mahmut Islamoglu, Sevket Oznur: Linobambaki: The Christian-Muslim Cypriots. 2013, S. 5 (online).</ref>
  • Melounta (Mallıdağ)<ref name="Hadjilyra2009" />
  • Platani (Çınarlı)<ref name="Latrie1879" />
  • Potamia (Bodamya)<ref name="Asmussen2001" />
  • Kritou Marottou (Grit-Marut)<ref name="Tahsin2004">Arif Hasan Tahsin: Yeter ki Tohum Çürük Olmasın. In: Yeniçağ Gazetesi, Nikosia. 3. September 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2015; abgerufen am 10. Juni 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stwing.upenn.edu</ref>
  • Vretsia (Vretça)<ref name="Dubin2002" />
Datei:2011 Turkish Cypriot protests.jpg
Protestierender der Demonstrationen in Nordzypern 2011

Die aktuelle Lage

Das Millet-System des Osmanischen Reiches wurde während der britischen Regierungszeit (1878–1960) abgeschafft. Seit dieser Zeit wurden die Menschen bei Volkszählungen und für Verwaltungsaufgaben in zwei Hauptgruppen, Zyperngriechen und Zyperntürken, aufgeteilt.<ref name="OpondoShapiro2012">Samson Opondo, Michael J. Shapiro: The New Violent Cartography: Geo-Analysis after the Aesthetic Turn. Routledge, 2012, ISBN 978-1-136-34508-1, S. 205 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />