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Boragk

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Datei:Boragk.JPG
Boragk

Boragk ist ein Gemeindeteil des Mühlberger Stadtteils Altenau. Der Ort liegt etwa drei Kilometer südöstlich des Stadtkerngebietes und bildet den nördlichen Teil des heutigen Altenau.

Geschichte

Datei:Fichtenberg.jpg
Boragk in einer Cabinetskarte um 1762 von Isaak Jacob von Petri
Datei:Nebelsieck Greischel 1910 (Kreiskarte) Fichtenberg IMG 7342.JPG
Boragk auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).

Ersterwähnung und Namensdeutung

Boragk wurde 1251 erstmals als Borc in einer Urkunde erwähnt. Der Name kommt von dem altsorbischen bor (Kiefernwald). Erst etwa 1443 taucht der Name Boragk in dieser Form auf, was dann mit dem sorbischen borak (großer Kiefernwald) erklärt werden kann.<ref name="Die Ortsnamen des Kreises Bad Liebenwerda">Emilia Crome: Die Ortsnamen des Kreises Bad Liebenwerda. Akademie-Verlag, Berlin 1968, DNB 456303359.</ref>

Ortsgeschichte

1251 hatte das Dorf Zins an das Kloster Nimbschen zu zahlen. Schon 1345 gab es eine Kirche im Ort, in welche die Gemeinden aus Altenau, Wendisch-Borschütz, und später auch Fichtenberg, Burxdorf und Langenrieth eingepfarrt waren.<ref name="Heimatkunde für den Kreis Liebenwerda">O. Bornschein, O.F. Gandert: Heimatkunde für den Kreis Liebenwerda. Verlag C. Ziehlke, Liebenwerda 1929, DNB 572768133.</ref> 1423 überlässt das Kloster Nimbschen dem Mühlberger Kloster die Zinseinnahmen. Um 1550 gab es in Boragk 31 Hufen und 12 besessene Männer. 1637 wurde der Ort von schwedischen Truppen bis auf die Kirche zerstört.<ref name="Geschichte des Kreises Liebenwerda">Heinrich Nebelsieck: Geschichten der Territorien und Kreise der Provinz Sachsen. Band 1: Geschichte des Kreises Liebenwerda. Halle an der Saale 1912, OCLC 559872141.</ref>

1816 gab es 123 Einwohner, 1925 gab es noch 147 Einwohner und 1933 nur noch 104 Einwohner in Boragk.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Am 1. April 1940<ref>https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2015/SB_A01-99-04_2006u00_BB.pdf Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875-2005, S. 35</ref> wurde das Dorf Boragk nach Altenau eingemeindet.

Verwaltungszugehörigkeit

Boragk gehörte bis 1806 zum kurfürstlichen, dann zum königlich sächsischen Amt Mühlberg und wurde 1816 Teil des Landkreises Liebenwerda. Ab 1952 gehörte der Ort zum Kreis Bad Liebenwerda, welcher dann 1993 im Landkreis Elbe-Elster aufging.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Kirchhof Boragk.JPG
Kirchhof in Boragk

In Boragk ist die örtliche Dorfkirche von Altenau mit einem angrenzenden Friedhof zu finden. Bei der Kirche handelt es sich um einen spätromanischen Backsteinbau aus der Zeit um 1200. Der quadratische Westturm stammt aus dem 17. Jahrhundert. Er besitzt ein Quersatteldach und einen verschieferten Dachreiter. Im Inneren der Kirche ist unter anderem eine um 1893 vom Eilenburger Orgelbaumeister Conrad Geißler (1825–1897) geschaffene Orgel (op. 109) zu finden. Die Kirche verfügt des Weiteren über einen großen romanischen Taufstein und eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Das Bauwerk ist in der Gegenwart in der örtlichen Denkmalliste verzeichnet und steht unter Schutz.<ref name="bldam"/><ref name="Dehio"/><ref name="askanier"/><ref name="Kirche Mühlberg"/><ref name="Orgellandschaft"/>

Weiters steht auf dem Friedhof ein gusseisernes Grabkreuz und Denkmalschutz, dessen Entstehung auf das 19. Jahrhundert datiert wird.<ref name="bldam"/>

Trivia

Die Malerin Heidrun Kraft schuf 1984 das Ölgemälde Begräbnis in Boragk<ref>Regine; Herrmann Richter: Begräbnis in Boragk. 1984, abgerufen am 6. November 2024.</ref>

Weblinks

Commons: Boragk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references>

<ref name="bldam"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bldam-brandenburg.de, abgerufen am 11. September 2017.</ref>

<ref name="Dehio">Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Brandenburg. 2. Auflage. 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 7–8.</ref>

<ref name="Orgellandschaft">Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster, Kreismuseum Bad Liebenwerda, Sparkasse Elbe-Elster (Hrsg.): Orgellandschaft Elbe-Elster. Herzberg/Elster 2005, S. 60.</ref>

<ref name="askanier">Die Boragker Dorfkirche auf der Seite www.askanier-welten.de, abgerufen am 11. September 2017.</ref>

<ref name="Kirche Mühlberg">Die Boragker beziehungsweise Altenauer Dorfkirche auf der Homepage des Evangelischen Pfarrbereichs Mühlberg/Elbe und Koßdorf, abgerufen am 11. September 2017</ref>

</references>

Koordinaten: 51° 25′ 21,1″ N, 13° 15′ 48,6″ O

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