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Stanley Clarke

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Stanley Clarke 2016 bei den Leverkusener Jazztagen.
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Stanley Clarke live auf dem Stockholm Jazz Festival 2009.

Stanley Marvin Clarke (* 30. Juni 1951 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Bassist sowie dreifacher Grammy-Preisträger<ref>Stanley Clarke | Artist | GRAMMY.com. Abgerufen am 26. April 2026.</ref> aus dem Bereich der Fusion- und Jazzmusik. Im Fusionbereich gilt er als einer der bedeutendsten Bassisten<ref>Die besten Bassisten 2023. 13. November 2023, abgerufen am 26. April 2026.</ref> der 1970er- und 1980er-Jahre, neben Jaco Pastorius sowie Marcus Miller. Seit Anfang der 1990er-Jahre trat er vermehrt als Filmkomponist auf.

Leben und Wirken

Nach seinem Studium an der Philadelphia Academy of Music zog Clarke 1971 nach New York City, wo er unter anderem mit Art Blakey, Gil Evans, Joe Farrell, Stan Getz, Dexter Gordon, Joe Henderson, Al Di Meola, Pharoah Sanders und Horace Silver zusammenarbeitete. In dieser Zeit trat er der von Chick Corea geleiteten Fusion-Band Return to Forever bei, die eine der erfolgreichsten Jazzrock-Formationen dieser Zeit wurde. Außerdem produzierte er eine Reihe von Soloalben, von denen School Days zusammen mit Jaco Pastorius’ Debütalbum zu den besten Bass-Alben der Jazzrock-Ära gezählt wird.

Das Album School Days, veröffentlicht 1976, war ein großer kommerzieller Erfolg und erreichte Platz 2 der Billboard Jazz Album Charts<ref>Crimhead420: Jazz Rock Fusion Guitar: Stanley Clarke - 1976 [1999] "School Days". In: Jazz Rock Fusion Guitar. 15. Mai 2023, abgerufen am 26. April 2026.</ref>. Das gleichnamige Stück gilt als Meilenstein des Jazz-Funk, bzw. Jazz-Fusion und hat sich weltweit als Standard und sozusagen als "Hymne" für E-Bassisten etabliert<ref>Nick Wells: Why Stanley Clarke’s School Days remains an iconic moment in bass playing history. 15. November 2022, abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Auf dieser Schallplatte sind die damals noch wenig bekannten Musiker wie George Duke, Ray Gomez, John McLaughlin, David Sancious, Billy Cobham und Steve Gadd beteiligt<ref>Stanley Clarke - 1976 [1999] "School Days". In: Jazz Rock Fusion Guitar (siehe Absatz Besetzung). Jazz Rock Fusion Guitar, 15. Mai 2023, abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Im Jahr 1987 gründete Clarke mit der Jazz-Sängerin Deborah Holland und dem ehemaligen The-Police-Schlagzeuger Stewart Copeland die Band Animal Logic. Nach zwei Studio-Alben und einigen Singles gingen die Musiker Ende 1991 wieder getrennte Wege.

2005 gründete Clarke das Acoustic Fusion Supergroup TRIO! mit Béla Fleck und Jean-Luc Ponty. Außerdem beschäftigt er sich als Produzent von Filmmusik. Im Jahr 2011 erhielt Clarke den Grammy für das beste zeitgenössische Jazzalbum (Best Contemporary Jazz Album), The Stanley Clarke Band (2010).

Spielweise

Clarkes Bassspiel ist gekennzeichnet von einer ausgereiften Slaptechnik und außerordentlicher Virtuosität. Die Slaptechnik, deren Erfindung Larry Graham zugeschrieben wird, besteht im kräftigen Anschlagen der Saiten mit der Daumenseite durch Drehung aus dem Handgelenk. Das kombiniert er oft rhythmisch mit Zupfen der höheren Saiten. Clarke trug Anfang der 1970er-Jahre entscheidend zur Entwicklung und Verbreitung dieser Technik im Jazzrock bei. Charakteristisch ist bei seinen Slap-Einlagen auch das Klopfen mit der rechten Hand auf dem Korpus bis hin zur Kopfplatte. Auch gebraucht er ein auf dem Bass unkonventionelles Rasqueado, wie es von der Flamenco-Gitarre bekannt ist. Beim Zupfen benutzt er wahlweise auch drei Finger, was ihm sehr schnelle Figuren erlaubt.

Datei:Stanley Clarke on tour in rgw Netherlands.jpg
Stanley Clarke 1989<ref>Stanley Clarke auf dem Walk of Fame. In: Philadelphia Music Alliance. Abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf Tournee, live in den Niederlanden.
Datei:Return to Forever 1974.jpg
Stanley Clarke (links) 1974 mit Al DiMeola und Chick Corea live im Onondaga Community College von Syracuse im Bundesstaat New York.

Clarke ist der erste einflussreiche Musiker, der häufig einen Piccolobass verwendete, einen um eine Oktave höher gestimmten, viersaitigen E-Bass. Auch wenn er durch sein E-Bass-Spiel bekannt geworden ist, ist sein virtuoses Spiel auf dem Kontrabass (das Hauptinstrument seiner späteren Laufbahn) schon früh dokumentiert (Moon Germs mit dem Joe Farrell Quartet von 1971).

Diskografie

Soloalben

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Weitere Alben

  • 1973 – Children of Forever
  • 1985 – Find Out
  • 1986 – Hideaway
  • 1988 – If This Bass Could Only Talk
  • 1991 – Live, 1976–1977
  • 1992 – Passenger 57 (Soundtrack)
  • 1992 – The Collection
  • 1995 – At the Movies
  • 1997 – Bass-ic Collection
  • 1999 – Hot Fun – Best (1974–93, Zounds, alle Titel digital remastert)

Mit George Duke

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Weitere Alben

  • 1993: Live in Montreux, 1988

Kollaborationsalben

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Zudem wirkte Clarke, ebenso wie Eddie Gomez und weitere bekannte Jazzmusiker, 1979 beim Album Mingus von Joni Mitchell mit.

Weitere Alben

Mit Chick Corea und Lenny White

  • Echoes of an Era (mit Chaka Khan)
  • Echoes of an Era Live (mit Nancy Wilson)
  • The Griffith Park Band Live
  • The Griffith Park Collection

Animal Logic

  • 1989 – Animal Logic
  • 1991 – Animal Logic II

New Barbarians

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Stanley Clarke (Steinegg Live Festival 2016)

Singles

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Filmmusik (Auswahl)

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Weblinks

Commons: Stanley Clarke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

<references />

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