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Clemensberg

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Clemensberg
Westgipfel des Clemensbergs u. a. mit Bergkreuz und Bänken
Westgipfel des Clemensbergs u. a. mit Bergkreuz und Bänken
Höhe 840 m ü. NHN (Abraumkuppe; ursprünglich 839,2 m, höchster noch erhaltener Teil ca. 837 m<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>)
Lage bei Hildfeld; Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Gebirge Rothaargebirge
Dominanz 1,9 km → Hegekopf
Schartenhöhe 61 m ↓ zum Hegekopf
Koordinaten 51° 15′ 17″ N, 8° 34′ 28″ OKoordinaten: 51° 15′ 17″ N, 8° 34′ 28″ O
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Typ Härtling
Gestein Diabas
Besonderheiten Hochheide Neuer Hagen und bergbaulich veränderter Gipfel

Der Clemensberg bei Hildfeld im Hochsauerland ist ein (einschließlich Abraumaufschüttung) gut 840 m ü. NHN<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> hoher Berg des Rothaargebirges im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis. Der ursprüngliche Bergname – Die Steinert – ist noch als Flurbezeichnung erhalten. Am Berg liegt der Steinbruch Clemensberg.

Geographie

Lage

Der Clemensberg liegt im Nordteil des Rothaargebirges östlich des oberen Ruhrtals, dessen Sohle fast 300 Meter tiefer liegt. Knapp außerhalb des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge erhebt sich sein Gipfel direkt nördlich von Hildfeld, etwa 3 km östlich von Niedersfeld (beides Stadtteile von Winterberg), 5 km südsüdwestlich des Kernorts der nordhessischen Gemeinde Willingen und 2,5 km (je Luftlinie) östlich des bei Niedersfeld gelegenen Hillestausees. Sein Bergrücken verläuft in Südsüdwest-Nordnordost-Richtung.

Auf dem sanft nach Norden abfallenden Hang des Clemensbergs erstreckt sich die unter Naturschutz stehende Hochheidelandschaft Neuer Hagen (auch Niedersfelder Hochheide genannt). In deren östlichem Teil liegt die Hoppeckequelle, und am Ostabfall des Bergmassivs entspringt die Itter. Weil der Clemensberg im Wesentlichen von einem über 100 m mächtigen Diabas-Lagergang aufgebaut ist, befindet sich an der steilen Südwestflanke des Härtlings ein Diabas-Steinbruch. An der Südflanke wurde ein etwa 500 m langer Skilift errichtet, dessen Skipiste nach Hildfeld führt. Westlich davon ist noch ein Triftweg erhalten, über den einst das Vieh von Hildfeld zur Waldweide und zur Hochheide getrieben wurde. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Zu den Nachbarbergen des Clemensbergs gehören Langenberg (843,2 m) im Norden, Hegekopf (842,9 m) im Nordosten, Hopperkopf (832,3 m) im Ostsüdosten und Rimberg (764,5 m) im Westsüdwesten.

Naturräumliche Zuordnung

Der Clemensberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr. 33) in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) und in der Untereinheit Winterberger Hochland (333.5) zum Naturraum Langenberg (333.58). Die Landschaft fällt nach Süden in den Naturraum Harfeld (333.56) ab und nach Westen in den Naturraum Nordheller Höhen (333.57).<ref name="BfL-111" />

Berggipfel und Bergkreuz

Der Berg war früher 839,2 m<ref name="LVA" /> hoch. Jedoch wurde sein ehemaliger Gipfel (

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  }}) und werden Großteile des Berges im Rahmen des Diabas-Abbaus im Steinbruch Hildfeld der Mitteldeutsche Hartstein-Industrie abgetragen, so dass sein höchster unveränderter Teil aktuell – ostnordöstlich des Steinbruchs − nur noch etwa 837 m<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> Höhe aufweist. Der im Rahmen des Rekultivierungsplans aus Abraummaterial neu entstehende höchste Punkt misst derzeit gut 840 m.<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>

Auf einer Klippe 60 m südöstlich des ursprünglichen Berggipfels stand seit 1946<ref name="GKreuz" /> das Gipfelkreuz Clemensberg<ref name="GKreuz" /> aus Holz, das von einem Einwohner von Hildfeld gestiftet worden war. Er war im Zweiten Weltkrieg in Italien als Soldat gewesen und hatte dort gelobt, dass er, würde er lebend nach Hause zurückkehren, auf dem Clemensberg ein Gipfelkreuz errichten wolle. Nach der Abtragung des Gipfels wurde das Kreuz neu aufgestellt: Es steht nun etwa 450 m westlich des ehemaligen Gipfels und 60 m südöstlich eines auf 835 m Höhe befindlichen Wegabzweigs auf etwa 820 m (

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  }})<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> Höhe – exponiert auf einer rekultivierten Abraumkuppe. 170 m nordwestlich des Abzweigs liegt eine weitere, 825,5 m<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> hohe Kuppe.

Im Jahr 2019 wurde eine LED-Beleuchtung am Gipfelkreuz installiert.<ref name="sauerlandkurier" />

Wandern und Aussichtsmöglichkeit

Nördlich vorbei am Berggipfel des Clemensbergs und am Bergkreuz verläuft – zwischen der westlich stehenden Rothaarsteighütte und der östlich befindlichen Grenze zu Hessen – mit dem Rothaarsteig ein auch durch den Neuen Hagen führender Fernwanderweg. Der Berg ist – neben dem 841,9 m hohen Kahlen Asten – einer der wenigen großenteils waldlosen und deshalb aussichtsreichen Gipfel des Rothaargebirges. Vom Bergkreuz kann man die Aussicht vor allem in Richtung Südwesten genießen, über den Naturraum Harfeld hinweg zum Rothaarkamm, dem langgestreckten Hauptkamm des Gebirges.

Einzelnachweise

<references> <ref name="BfL-111">Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)</ref> <ref name="LVA">Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen: Katasterplankarte, 1:5000, 4717/13 Hegekopf (Kr. Waldeck) (R3470232, H5680044): Höhenangabe „839,21“ (m)</ref> <ref name="GKreuz">Foto vom Schild <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gipfelkreuz Clemensberg (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), auf gartenchaos.net</ref> <ref name="sauerlandkurier">Ulrich Brings: Gipfelkreuz auf dem Clemensberg strahlt nun auch in der Dunkelheit. SauerlandKurier, 4. November 2019, abgerufen am 17. Oktober 2024.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Clemensberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien