Kaaksburg
| Kaaksburg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Gedenkstein im bewaldeten Ringwall | ||||||
| Alternativname(n) | nd. Kaaksborch | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Kaaks, Ortsteil Kaaksburg | |||||
| Entstehungszeit | 9. Jahrhundert | |||||
| Burgentyp | Niederungsburg | |||||
| Erhaltungszustand | Erdringwall erhalten, Grabenreste erkennbar | |||||
| Geographische Lage | 54° 0′ N, 9° 29′ O
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Kaaksburg ist ein Ortsteil von Kaaks in Holstein nördlich von Itzehoe. Die dort gelegene gleichnamige Ringwallburg stammt aus dem 9. Jahrhundert. Ihre älteste bekannte urkundliche Erwähnung (jedenfalls unter diesem Namen) stammt aus den Jahren 1560–1576.<ref>Vgl. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Aufl., Neumünster 1992, S. 369.</ref>
Geschichte
Sie wurde in der zweiten Hälfte der 840er Jahre an alten Fernwegen errichtet vermutlich bis ca. ins Jahr 1000 genutzt. Bei Ausgrabungen gefundene Reiterausstattungen, eine kostbare Schmuckkette sowie Fragmente eines slawischen Prachtgefäßes legen die Nutzung der Burg durch herrschaftliche Personen nahe.<ref>Thorsten Lemm: Königsherrschaft – Krongut – Konflikte. Machtpolitische Verhältnisse zwischen Nord- und Ostsee. In: Museum für Archäologie in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Ralf Bleile (Hrsg.): Wikingerdämmerung. 1066 – Zeitenwende im Norden. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2025, ISBN 978-3-7319-1479-2, S. 41–71, hier S. 50 f.</ref>
Der ovale Ringwall mit einem Durchmesser von 80 bzw. 100 m und einer Höhe von ca. 5 m wurde aus dunkler Erde aufgeworfen, während der Boden in der Umgebung sandig ist, weshalb angenommen wurde, dass das Material aus der im Südosten vorbeifließenden Bekau stammt. Zumindest nach Norden und Osten war der Ringwall zudem von einem Graben umgeben. Im Westen fließt zudem der in die Bekau mündende Mehlbeker Mühlenbach entlang.
Die Bekau ist seinerzeit noch bis mindestens zur Burg schiffbar gewesen und bis zu ihrer Eindeichung von den Gezeiten beeinflusst; die Umgebung der Burg war damals noch sumpfig-morastig und zeitweise überschwemmt. Es wurde deshalb angenommen, dass die Burg an dieser strategisch günstigen Position zur Beherrschung des Wasserweges angelegt wurde. Einer Volkssage zufolge soll sie einst Seeräubern – manchmal ist die Rede von Klaus Störtebeker – als Stützpunkt gedient haben.
Gefunden wurde bei der Burganlage bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mindestens eine eiserne Axt. Anfang der 1930er Jahre nahm Hermann Hofmeister bei der Burg Ausgrabungen vor,<ref>Vgl. den Bericht im Nordischen Kurier Nr. 125 vom 1. Juni 1931.</ref> deren Ergebnisse<ref>Siehe auch Hermann Hofmeister: Die Ausgrabungen in der Kaaksburg, in: Nordischer Kurier Nr. 154 vom 4. Juli 1931.</ref> er in dem 1932 unter dem Titel „Urholstein“ erschienenen Grabungsbericht veröffentlichte.
Während die Chaussee bzw. Landstraße zwischen Itzehoe und Schenefeld den Ringwall früher noch östlich umging, verläuft die heutige L 127 mitten durch den Ring. Ein Gedenkstein beim mittlerweile bewaldeten Wall erinnert an die ehemalige Kaaksburg.
Literatur
- Walter Fels: An den Ufern der Bekau. Chronik der Gemeinde Kaaks. Itzehoe 1990.
- Heinrich Handelmann: Die Kaaksburg an der Bekau, und der Kringberg auf dem Breitenfelde. In: ZSHG 4 (1873), S. 20 bis 23 (20 bis 22).
- Heinrich Handelmann: Die Kaaksburg bei Kaaks (Kirchspiel Hohenaspe). In: ZSHG 11 (1881), S. 244 f.
- Heinrich Handelmann: Die Kaaksburg bei Kaaks (Kirchspiel Hohenaspe). In: ZSHG 12 (1882), S. 378 f.
- Hermann Hofmeister: Urholstein. Verlag J. J. Augustin, Glückstadt, 1932
- Otto Neumann: Einiges zur Kaaksburg und zu dem Gute Mehlbeck. In: Steinburger Jahrbuch 1985, S. 134–138.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ehemalige Burganlage in Schleswig-Holstein
- Archäologischer Fundplatz im Kreis Steinburg
- Kulturdenkmal im Kreis Steinburg
- Burgwall in Schleswig-Holstein
- Kaaks
- Niederungsburg in Schleswig-Holstein
- Bauwerk im Kreis Steinburg
- Burg in Europa
- Bodendenkmal im Kreis Steinburg