Japanische Erle
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| Japanische Erle | ||||||||||||
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| Datei:Alnus japonica3.jpg
Japanische Erle (Alnus japonica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Alnus japonica | ||||||||||||
| (Thunb.) Steud. |
Die Japanische Erle (Alnus japonica) ist ein mittelgroßer Laubbaum aus der Gattung der Erlen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Japan, Korea und Taiwan bis ins nördliche China.<ref name="FdG"/>
Beschreibung
Die Japanische Erle ist ein 25 bis maximal 30 Meter<ref name="LBS"/> hoher Laubbaum mit einer dicht belaubten, regelmäßigen kegelförmigen Krone. Die Rinde ist glatt und von weißgrauer Farbe, sie bricht auch im Alter nicht auf. Die Triebe sind grau behaart, die Knospen gestielt.
Die Laubblätter sind derbledrig, lanzettlich bis schmal eiförmig, 5 bis 13 Zentimeter lang und haben einen 1,5 bis 2,5 Zentimeter langen Stiel. Beide Enden sind scharf zugespitzt. Die Blattspreite zeigt sieben bis neun Nervenpaare. Der Blattrand ist fein gesägt. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite ist heller als die Oberseite. Die Blätter fallen im Herbst erst spät ab.<ref name="FdG"/>
Die männlichen Kätzchen stehen zu vier bis acht in endständigen Büscheln und werden 5 bis 8 Zentimeter lang. Die weiblichen Blütenstände reifen zu 1,5 bis 2,5 Zentimeter lange, eiförmige, gestielte Zapfen, die in Gruppen zu zwei bis sechs zusammenstehen.<ref name="FdG"/> Sie enthalten verkehrt eiförmige, geflügelte Nüsschen mit einer Länge von 2 bis 3 Millimetern. Die Blütezeit dauert von Mai bis Juli, die Früchte erscheinen im Juli und August.<ref name="FoC"/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56, seltener 42.<ref name="IPCN" />
Verbreitung und Standortansprüche
Die Japanischen Erle kommt in Japan, Taiwan, auf der Koreanischen Halbinsel und in der Mandschurei vor. Auf Hokkaidō ist sie eine der Hauptholzarten und wächst zusammen mit der Kaiser-Birke (Betula maximowicziana), der Japanischen Rosskastanie (Aesculus turbinata) und einer Varietät der Mongolischen Eiche (Quercus mongolica var. grosserata). In den Bergen von Honshū ist sie mit der Japanischen Lärche (Larix kaempferi) vergesellschaftet.<ref name="LBS"/>
Die Art wird zu den Moor- und Sumpfgehölzen gezählt und gedeiht an Sumpfstandorten, in Bruchwäldern und auf Feucht- und Nasswiesen an sonnigen und kühlen Standorten. Sie wird der Winterhärtezone 4 zugerechnet, mit einer mittleren jährlichen Minimumtemperatur zwischen −25 und −29 °C,<ref name="FdG"/> In Mitteleuropa ist die Art winterhart.<ref name="LBS"/> Sie wächst in Höhenlagen von 800 bis 1500 Metern.<ref name="FoC"/>
Systematik
Die Japanische Erle wird in der Gattung der Erlen (Alnus) der Untergattung Alnus zugeordnet. Untersuchungen der Ribosomalen DNA weisen die Hasel-Erle (Alnus serrulata) als Schwesterart der Japanischen Erle aus.<ref name="Chen"/> Die Art wurde von Carl Peter Thunberg 1799 als Betula japonica erstbeschrieben und zur Gattung der Birken (Betula) gezählt. 1840 wurde sie dann von Ernst Gottlieb von Steudel als Alnus japonica den Erlen (Alnus) zugerechnet.<ref>Alnus japonica. In: w3Tropicos. Missouri Botanical Garden, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2001; abgerufen am 14. Februar 2010 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Weitere Synonyme der Art sind Alnus maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />(Marshall) Muhl. ex Nutt. var. japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb.) Regel und Alnus reginosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai.<ref name="FoC"/>
Nachweise
Literatur
- Schütt, Schuck, Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 38.
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 100.
Einzelnachweise
<references> <ref name="LBS">Schütt et al.: Lexikon der Baum- und Straucharten</ref> <ref name="FdG">Roloff et al.: Flora der Gehölze</ref> <ref name="FoC">Alnus japonica. In: Flora of China Vol. 4. www.eFloras.org, S. 303, abgerufen am 14. Februar 2010 (englisch).</ref> <ref name="Chen">Zhiduan Chen, Jianhua Li: Phylogenetics and Biogeography of Alnus (Betulaceae) Inferred from Sequences of Nuclear Ribosomal DNA ITS Region. In: Chicago Journals - International Journal of Plant Sciences. Band 165 (2). University of Chicago Press, Chicago 2004, S. 325–335.</ref> <ref name="IPCN">Alnus japonica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>