Zum Inhalt springen

Youssef Chahine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. August 2025 um 16:37 Uhr durch imported>Wikijunkie (Leben: typo mit AWB).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Youssef Chahine in Cairo 1986.jpg
Youssef Chahine, 1986

Youssef Gabriel Chahine (arabisch يوسف شاهين {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 25. Januar 1926 in Alexandria; † 27. Juli 2008 in Kairo) war ein ägyptischer Filmregisseur.

Leben

Chahine kam aus einer katholischen Familie in Alexandria,<ref name="Bergmann">Kampf für Aufklärung und Toleranz (Schweiz, NZZ Online). Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. September 2008; abgerufen am 3. Februar 2025.</ref> sein Vater war ein angesehener Rechtsanwalt libanesischer Herkunft und seine Mutter stammte aus Griechenland. Nachdem er das britische Victoria College in Alexandria absolviert hatte und ein Jahr lang an der Universität Alexandria war, ging er in die USA und studierte zwei Jahre lang Schauspiel und Regie am Pasadena Playhouse in Pasadena (Kalifornien). Nach seiner Rückkehr 1948 trat er als Schauspieler in Filmen auf. 1950 hatte er sein Regiedebüt und seine ersten Filme waren noch kommerziell. Doch schon 1954 mit Tödliche Rache (Sira` Fi al-Wadi) formulierte er eine erste Kritik an den sozialen Verhältnissen. Dieser Film machte ihn bei seiner Präsentation auf den Filmfestspielen in Cannes 1954 nicht nur selbst als Regisseur bekannt, sondern auch erstmals den Darsteller Omar Sharif.

In seinen politisch umstrittenen Filmen gelang es ihm, arabische Traditionen und Sichtweisen mit sozialer Kritik zu verbinden, und dennoch populäres Kino zu gestalten. Dabei arbeitete er teilweise im Stil des Neorealismus. Häufig haben die Filme die Suche nach den Ursachen für die Probleme der modernen ägyptischen Gesellschaft zum Thema. In vielen arabischen Ländern haben Chahines Filme bis heute Aufführungsverbot. Als cineastischer Höhepunkt seines Lebenswerkes wird von vielen Filmkritikern seine autobiographische Alexandria-Trilogie eingeschätzt. In Alexandria... warum? (1978) beschrieb er die ägyptischen Juden der 1940er Jahre als Nachbarn und Freunde, die wegen der Gewalt des Zweiten Weltkrieges zur Auswanderung nach Palästina gezwungen waren.

Wegen Schwierigkeiten mit der Zensurbehörde musste Chahine während der sozialistischen Herrschaft Gamal Abdel Nassers in den 1960er Jahren vorübergehend emigrieren. Weltbekannt wurde er 1985 durch seinen Film Adieu Bonaparte mit Michel Piccoli, Salah Zulfikar und Tahiyya Kariokka. 1997 nahm er auf den Filmfestspielen in Cannes die Gelegenheit wahr, seinen ägyptischen Kollegen Bedeutungslosigkeit vorzuwerfen: „«Das ägyptische Kino ist gestorben». [...] Die modernen ägyptischen Komödien seien ohne jedes Niveau. Kaum jemand wage sich ernsthaft an die wirklich wichtigen Themen heran.“<ref>„Regisseur Youssef Chahine gestorben“. In: Tagesspiegel. (Online).</ref> Dennoch war Chahine in der arabischen Welt zu einer Vaterfigur geworden.<ref name="Toleranz">Sommer der Toleranz. In: Welt. Abgerufen am 3. Februar 2025.</ref>

Chahine sprach Arabisch, Englisch und Französisch und kannte Alexandria aus seiner Jugend noch als eine weltoffene Stadt, in der neben Arabern auch Griechen und Italiener lebten. Zeitlebens kämpfte er, auch in seinen Filmen, gegen Engstirnigkeit und Bigotterie. Häufig hatte er sich gegen die staatliche Zensur und die Drohungen von den Islamisten zu erwehren.

Am 15. Juni 2008 fiel Chahine infolge einer intrazerebralen Blutung ins Koma, aus dem er nicht mehr aufwachte. Chahine hinterließ seine französische Gattin Colette. Die Ehe blieb kinderlos.

Filmografie

Chahine drehte 50 Filme und Dokumentationen.<ref name="Bergmann" />

Datei:Yousef Shaheen 1982.jpg
Chahine, 1982, bei Dreharbeiten zu Eine ägyptische Geschichte
  • 1950: Baba Amin (بابا أمين, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1951: Sohn des Nil (ابن النيل, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1954: Tödliche Rache (صراع في الوادي, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1956: Dunkle Wasser (صراع في المناء, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1958: Tatort… Hauptbahnhof Kairo (باب الحديد, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1958: Djamila (جميلة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1963: Sultan Saladin (الناصر صلاح الدين, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1965: Der Ringverkäufer (بياع الخواطم, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1968: Der Nil und das Leben (النيل والحياة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1970: Die Wahl (الإختيار, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1972: An einem Tag am Nil (الناس والنيل, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1978: Alexandria… warum? (اسكندرية... ليه؟, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1982: Eine ägyptische Geschichte (حدوثة مصرية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1985: Adieu Bonaparte
  • 1986: Der sechste Tag (Le sixième jour)
  • 1990: Für immer Alexandria (اسكندرية، كمان وكمان, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1994: Der Emigrant (المهاجر, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 1997: Das Schicksal (المصير, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Inhaltsangabe von arte</ref>
  • 1999: Der Andere – L’Autre (L’Autre)
  • 2001: Sukut Hansawwar (سكوت ح نصور, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
  • 2002: 11′09″01 – September 11 (Episode)
  • 2004: Alexandrie… New York
  • 2007: Chaos (هي فوضى, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))

Auszeichnungen

Literatur

Filmdokumentationen

  • „Ich stamme aus dem Orient und liebe grelle Farben.“ Porträt des ägyptischen Großfilmregisseurs Youssef Chahine. Gespräch mit Filmausschnitten, Deutschland, 1995, 45 Min., Produktion: Sat.1, Reihe: News & stories, Erstausstrahlung: 19. Juni 1995
  • Ägypten – Visionen und Leidenschaft. Der streitbare Regisseur Youssef Chahine. Gespräch, Deutschland, 1994, 35 Min., Regie: Ursula Beyer, Produktion: ZDF, Erstausstrahlung: 19. Januar 1994

Weblinks

Commons: Youssef Chahine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein