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Pehritzsch

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Pehritzsch
Gemeinde Jesewitz
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(379)&title=Pehritzsch 51° 24′ N, 12° 35′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(379) 51° 24′ 4″ N, 12° 35′ 16″ O
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Höhe: 133 (131–147) m
Einwohner: 379 (2014)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. März 1994
Postleitzahl: 04838
Vorwahl: 034241

Pehritzsch ist ein Ortsteil der Gemeinde Jesewitz im Landkreis Nordsachsen in Sachsen.

Lage

Pehritzsch liegt drei Kilometer südöstlich des Hauptortes Jesewitz. Durch den Ort verläuft der Lindegraben, ein acht Kilometer langer linker Nebenfluss der Mulde. Pehritzsch ist acht Kilometer von der großen Kreisstadt Eilenburg sowie neun Kilometer von der Stadt Taucha entfernt. Die Buslinie zwischen beiden Städten bedient eine Haltestelle in Pehritzsch.<ref>Linie 195. In: Linienfahrpläne Nordsachsen Mobil. Abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref> Es führen keine klassifizierten Straßen durch das Dorf. Anschluss an das Fernstraßennetz besteht mit der B 87 in Jesewitz. Zwei Kilometer südlich von Pehritzsch beginnt der Tresenwald, der teilweise zum Landschaftsschutzgebiet Lübschützer Teiche – Tresenwald gehört. Innerhalb des Ortes befindet sich ein Dorfteich mit angrenzendem Spielplatz.

Geschichte

Datei:Pehritzsch 1801.jpg
Pehritzsch und Wöllmen auf einer Karte von 1801

Der Ort wurde 1160 unter dem Namen Pertzsch erstmals urkundlich erwähnt. Der Dorfkern wurde ringförmig angelegt und ist in seiner historischen Bebauung noch erhalten. Auf der höchsten Erhebung des Dorfes wurde, wie im Mittelalter üblich, die Kirche gebaut. Es ist eine Chorturmkirche, deren Turm nicht wie üblich im Westen, sondern im Osten steht. 1683 erhielt die Kirche eine Orgel, von der Teile des Gehäuses heute noch erhalten sind.<ref>Kocourek, Jiří: Orgelland Sachsen. In: Ars Organi. Band 48, 2000, S. 4 (archive.org [PDF] Im vorangestellten Absatz zur Fundstelle Pehritzsch werden Ausführungen zum Orgelbau der Donati gemacht. Da um die Fundstelle weitere Instrumente anderer Orgelbauer aufgezählt werden, ist zu diesem kein unmittelbarer Bezug herstellbar.).</ref> Ihr Erbauer wurde bislang nicht ermittelt. Sie wurde mehrfach umgebaut und erweitert, 1768 von Johann Ernst Hähnel (1697–1777) und 1860 von Conrad Geißler (1825–1897). Auf dem Friedhof sind Grabmale aus dem Barock vorhanden.

Pehritzsch gehörte bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Eilenburg.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Am 20. Juli 1950 wurde Wöllmen ein Ortsteil von Pehritzsch.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Pehritzsch mit Wöllmen dem Kreis Eilenburg im Bezirk Leipzig angeschlossen, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging. Am 1. März 1994 Schloss sich Pehritzsch mit den ehemaligen Gemeinden Gotha, Jesewitz und Liemehna auf freiwilliger Basis zur Großgemeinde Jesewitz zusammen.

Im Jahr 1884 wurde die Freiwillige Feuerwehr Pehritzsch gegründet. Die Sportgemeinschaft Pehritzsch entstand 1949.<ref>Homepage der Sportgemeinschaft Pehritzsch</ref> Im Jahr 1976 wurde die Kirche saniert. Anfang 2010 wurde der Bau des neuen Feuerwehrhauses beendet. Nach 1990 wurde im Osten des Ortes das neue Wohngebiet „In der Heimmark“ mit 28 Eigenheimbauplätzen erschlossen. Eine Weiterbebauung mit 30 Grundstücken ist vorgesehen.<ref>Stellungnahme zum Bebauungsplan Nr. 2 Wohngebiet „In der Heimmark“ Jesewitz OT Pehritzsch. In: BUND Landesverband Sachsen. Abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref>

Ortsnamenformen

Als Hauptquelle dient das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen.<ref>Pehritzsch im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>

  • 1378: Agnes v. Pertzsch
  • 1394: Percz
  • 1421/22: Perczsch
  • 1445: Perczsch
  • 1449: Perschcz
  • 1471: Pertzsch
  • 1533/34: Beritsch
  • 1551: Pertzsch
  • 1791: Peritzsch
  • 1821: Pehritzsch<ref>Friedrich Adolph Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungs-Lexikon von Sachsen. Zwickau, 1821. Achter Band, S. 168</ref>

Kulturdenkmale (Auswahl)

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Persönlichkeiten

Sonstiges

Ereignisse im Jahreslauf sind das Osterfeuer und das Dorffest sowie bei entsprechender Witterung auch das Eisteichfest. Im Rentnerclub von Pehritzsch treffen sich die Rentner von Pehritzsch und Wöllmen monatlich für einen Kaffeenachmittag.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Halle (Saale) 5. August 1950, S. 275, Abs. 16 (PDF). </ref> </references>

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