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Calenberger Bergland

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Calenberger Bergland
Alternative Namen Kalenberger Bergland
Fläche ca. 600 km² <ref name="BfN-Steckbrief" /><ref name="HNGD" />
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 3. Ordnung 36, 37, 53 →
Niedersächsisches Bergland
Haupteinheitengruppe 37 →
Oberes Weserbergland
Region 4. Ordnung
(Haupteinheit)
378 →
Calenberger Bergland
Geographische Lage
Koordinaten 52° 11′ 51″ N, 9° 27′ 49″ OKoordinaten: 52° 11′ 51″ N, 9° 27′ 49″ O
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Calenberger Bergland (Niedersachsen)
Calenberger Bergland (Niedersachsen)
Lage Calenberger Bergland
Bundesland Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen

Das Calenberger Bergland ist ein von einem feinen Mosaik aus Senken, Schichtkämmen des Jura und kompakteren Höhenzügen der Kreide geprägte Schichtstufenlandschaft am äußersten Nordrand der Mittelgebirgsschwelle und des Niedersächsischen Berglands im historischen Calenberger Land in Niedersachsen, zu sehr kleinen Anteilen im Westen auch in Nordrhein-Westfalen. Es wird begrenzt durch die Porta Westfalica im Westen, die Talung der Weser stromaufwärts bis Hameln im Südwesten, das Alfelder Bergland mit Ith und Hils im Süden, Springe im Osten, Barsinghausen im Nordosten und Stadthagen im Nordwesten – alle genannten Orte liegen je knapp außerhalb des Naturraums. Zentraler Ort im Inneren ist Bad Münder.

Grobe Zuordnung und benachbarte Landschaften

Das Calenberger Bergland bildet naturräumlich innerhalb der Großregion 3. Ordnung des Niedersächsischen Berglands und der Haupteinheitengruppe 37 Weser-Leine-Bergland die Haupteinheit 378.

Es grenzt im Nordwesten ans Bückebergvorland (522), in Nordosten bis Südosten an die Calenberger Lößbörde (521) – beides Teile der Niedersächsischen Börden (52), die wiederum Teil der Lößbörden am Südrand des Norddeutschen Tieflandes sind. Im Südwesten grenzt es an das Rinteln-Hamelner Weserland (366) am Tal der Weser um Rinteln und Hameln, nach Süden geht es in das weiter nach Südosten verlaufende Alfelder Bergland (377) mit Ith und Hils über.

Zusammen mit dem Alfelder Bergland (377) und dem sich weiter östlich anschließenden Innerstebergland (379) bildet es die in sich geschlossene Landschaft des Unteren Weser-Leine-Berglands, zu dem man auch noch das sich südwestlich anschließende Rinteln-Hamelner Weserland (366) zählen kann. Diese Landschaft unterscheidet sich geomorphologisch deutlich vom durch den Buntsandstein geprägten Südteil des Weser-Leine-Berglands wie auch von den geschlossenen Anhöhen des Muschelkalk und Keuper des sich südwestlich anschließenden Oberen Weserberglandes (36).

Haupt-Höhenzüge

Am Nordrand der Mittelgebirgsschwelle reihen sich im Calenberger Bergland, beginnend im Westen, folgende Höhenzüge auf (Höhen über NHN; nach „innen“ sich anschließende Höhenzüge eingerückt):

  • Wesergebirge (W) – bis 342 m<ref name="Hohenstein" />
  • Harrl213 m
  • Bückeberg– bis 367 m
  • Deister – bis 405 m
    • Katzberg – bis 230 m<ref name="Katzberg" />
  • Kleiner Deister (L) – bis 346 m (naturräumlich bis 360 m<ref name="Höhe Kleiner Deister" />)
  • Osterwald (L) – 420 m<ref name="Höhe Osterwald" /> (aus naturräumlicher bzw. geologischer Sicht in der 2. Reihe)

Zwischen den Höhenzügen im Westen bis einschließlich des Bückebergs und den sich östlich ab dem Deister anschließenden liegt das Deister-Süntel-Tal.

Während die Höhenzüge Süntel und Wesergebirge im Westen auch zum Weserbergland (W) gezählt werden, werden die östlichen Erhebungen Osterwald, Nesselberg und Kleiner Deister auch dem Leinebergland (L) zugeordnet.

Naturräumliche Gliederung

Das Calenberger Bergland wurde im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands in der ersten Kartierung von 1954 als Kalenberger Bergland definiert und ist, auf jene Grenzen bezogen, in der 5. Lieferung des Handbuchs von 1957 mit einer Fläche von 585 km² angegeben.<ref name="HNGD" /> Eine feinere Gliederung erfolgte durch Sofie Meisel, die auch den entsprechenden Abschnitt im Handbuch verfasst hatte, in den Einzelblättern 1:200.000 in den Jahren 1959 (Blatt 85 Minden)<ref name="Blatt 085" /> und 1960 (Blatt 86 Hannover)<ref name="Blatt 086" />. Abweichend von der Karte von 1954 wird dort das Kleinenbremener Becken zum Naturraum hinzugezählt, während auf der älteren Karte dieses dem Bückebergvorland zugerechnet worden war, zu dem es geomorphologisch schon wegen seiner geringen Höhen wohl eher passt, weshalb die Haupteinheit schon westlich des Harrl endete.<ref name="HNGD" /> Das Bundesamt für Naturschutz hat, sich an den Einzelblättern orientierend (also mit Kleinenbremener Becken), eine Fläche von 618 km² ermittelt.<ref name="BfN-Steckbrief" />

Nachfolgend sind alle Unter-Naturräume des Calenberger Berglands angegeben;<ref name="Blatt 085" /><ref name="Blatt 086" /> bei Höhenzügen ist überdies die Höhenlage über NHN angegeben<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref><ref name="NE" /> sowie das anstehende Gestein (Muschelkalk, Keuper, Jura, Kreide)<ref name="DE_BGR-Viewer">GeoViewer der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hinweise)</ref>:

  • (zu 37 Weser-Leine-Bergland)
    • 378 Calenberger Bergland
      • 378.0 Bückebergland
      • 378.1 Weserberge
        • 378.10 Wesergebirge (bis 342 m<ref name="Hohenstein" />; Jura)
        • 378.11 Langenfelder Hochflächen (bis um 320 m<ref name="Höhe Langenfelder" />; Jura)
        • 378.12 Nordwest-Süntel (bis über 375 m<ref name="Bakeder Berg" />; Jura)
        • 378.13 Südost-Süntel (bis über 440 m<ref name="Süntelhöhe" />; Kreide)
        • 378.14 Fischbecker Berge (bis 278 m<ref name="Schweineberg" />; Keuper, im Osten Muschelkalk)
      • 378.2 Calenberger Becken (Deister-Süntel-Tal)
      • 378.3 Süd-Hannoversche Berge
        • 378.30 Barsinghausen­er Deister (bis 405 m<ref name="Deisterhöhe" />; Kreide; äußerer, nordöstlicher Deister)
        • 378.31 Nienstedt­er Deister (bis 376 m<ref name="Deisterhöhe" />; Jura; innerer, südwestlicher Deister)
        • 378.32 Katzberg (bis 230 m<ref name="Katzberg" />; Kreide, im Nordwesten Jura)
        • 378.33 Kleiner Deister (Jura)
          • Kleiner Deister im engeren Sinne (bis 346 m; Nordwestabdachung der Nesselbergs)
          • Südöstlicher Kleiner Deister (bis 360 m<ref name="Höhe Kleiner Deister" />; Nordwestabdachung des Osterwaldes)
        • 378.34 Osterwald (im weiteren Sinne; Kreide)

Einzelnachweise

<references> <ref name="HNGD">Emil Meynen, Josef Schmithüsen (Herausgeber): Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960).</ref> <ref name="Blatt 085">Sofie Meisel: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 85 Minden. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959. → Online-Karte (PDF; 4,5 MB)</ref> <ref name="Blatt 086">Sofie Meisel: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 86 Hannover. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1960. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)</ref> <ref name="Hohenstein">Das naturräumliche Wesergebirge enthält auch den Hohenstein (siehe Blatt 85 Minden) und den sich östlich anschließenden Süntelwald (siehe Bezeichnung auf der Reichskarte als Grundkarte von Blatt 86 Hannover); der Hohenstein ist mit 342 m (siehe Ansicht auf DTK 50) darin die höchste Erhebung.</ref> <ref name="NE">Umweltkarten Niedersachsen – Kartendienst des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz</ref> <ref name="Süntelhöhe">Kartenansicht vom Höhenschwerpunkt des Süntel</ref> <ref name="Bakeder Berg">Höchster Berg des Nordwest-Süntel ist der Bakeder Berg, der die 375 m-Höhenlinie überschreitet, siehe Kartenansicht.</ref> <ref name="Schweineberg">Kartenansicht des Schweinebergs</ref> <ref name="Deisterhöhe">Kartenansicht des Deisters mit dem Bröhn (405 m) als höchster Erhebung des Barsinghausener Deisters und dem Fahrenbrink (376 m) als höchster Erhebung des Nienstedter Deisters</ref> <ref name="Katzberg">Der Naturraum Katzberg enthält neben dem 230 m hohen Katzberg (Kreide) auch noch den 178 m hohen Osterberg (Jura), siehe Kartenansicht.</ref> <ref name="Höhe Kleiner Deister">Der südöstliche Kleine Deister wird landläufig oft dem Osterwald zugerechnet, von dessen Kernlandschaft er sich geologisch deutlich unterscheidet; am Hohen Stuhl werden, nah der Nahtstelle zum Osterwald, im Jura 391 m erreicht, siehe Kartenausschnitt; dieser Gipfel ist jedoch unmittelbar mit der Kernhöhe des Osterwaldes verbunden und wird noch zu dessen Naturraum gerechnet. Höchster Berg des südöstlichen Kleinen Deister ist damit die Südkuppe des Holenbergs mit gut 360 m, siehe Kartenausschnitt.</ref> <ref name="Höhe Langenfelder">Die Langenfelder Hochflächen erreichen an der südöstlichen Nahtstelle zu Süntel und Wesergebirge mit 320 m ihre höchsten Höhen, siehe Kartenausschnitt.</ref> <ref name="Höhe Osterwald">Kartenausschnitt des Fast-Gipfels</ref> <ref name="BfN-Steckbrief"><ref name="DE_BFN-SB37800">Landschaftssteckbrief Calenberger Bergland des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref></ref> </references>

Literatur

Weblinks