Mucorales
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| Mucorales | ||||||||||||
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| Datei:Mucor spec. - Lindsey 1a.jpg
Mucor mucedo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Fr. |
Die Mucorales sind eine Ordnung von Pilzen.
Merkmale
Die Mucorales sind fadenförmige Pilze. Die Septen fehlen, außer bei alten Hyphen. An den Septen-Poren gibt es Plasmodesmen.<ref name="Adl"/>
Die ungeschlechtliche Vermehrung erfolgt über eine bis viele Sporen, die in Sporocysten gebildet werden. Seltener fallen die Sporocysten ein- bis wenigsporig und fallen als Ganzes ab, dann werden sie Sporocystiolen genannt.<ref name="Strasburger">Strasburger, 2002, S. 614f.</ref> Auch Konidien werden gebildet. Bei allen Sporenformen gibt es eine große Formenvielfalt. Die geschlechtliche Vermehrung erfolgt über Zygosporen.<ref name="Adl"/> Es gibt monözische und diözische Arten. Die Gametangiogamie reicht von gleichgestalteten (Isogametangiogamie) bis zu unterschiedlichen (Anisogametangiogamie). Die Zygoten werden bei manchen Arten durch Hüllhyphen geschützt. Dies ist ein Anfang der Fruchtkörperbildung.<ref name="Strasburger"/>
Lebensweise
Sie leben mehrheitlich saprobiontisch als terrestrische Schimmelpilze, es gibt jedoch Ausnahmen. Diese leben parasitisch auf Pflanzen und Tieren. Eine für die Mucorales eigentümliche Form des Parasitismus ist der Fusionsparasitismus.
Systematik
Die Mucorales wurden früher als Teil der Jochpilze geführt. 2007 wurden sie in die Unterabteilung Mucoromycotina gestellt.<ref>D. S. Hibbett et al.: A higher-level phylogenetic classification of the Fungi. In: Mycological research, Mai 2007; 111(5): 509-547. Epub 2007 13. März 2007. PMID 17572334 (mit Erstbeschreibung)</ref> Einige Gattungen sind:<ref name="Adl">Sina M. Adl et al.: The New Higher Level Classification of Eukaryotes, 2005</ref>
- Abradeosporangium<ref>Subrahmanyam, A., A.S. Sri & V.S. Raju (2010). Abradeosporangium, a new genus of Mucorales (Fungi: Zygomycetes) from India. Journal of Threatened Taxa 2(10): 1219-1222. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online ( vom 1. November 2012 im Internet Archive))</ref>
- Chaetocladium
- Choanephora
- Mortierella
- Mucor, die sogenannten Köpfchenschimmel
- Phycomyces
- Pilobolus, „Pillenwerfer“, wächst auf Pferdemist und schleudert die schwarze Sporocyste durch Turgordruck bis zu 2,8 m weit.<ref name="Strasburger"/>
- Rhizopus
- Spinellus
- Syncephalestrum
- Thamnidium
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- P. Sitte, E. W. Weiler, J. W. Kadereit, A. Bresinsky, C. Körner: Strasburger – Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 35. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2002, ISBN 3-8274-1010-X
- Sina M. Adl et al.: The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists. The Journal of Eukaryotic Microbiology 52 (5), 2005; Seiten 399–451. doi:10.1111/j.1550-7408.2005.00053.x
Weblinks
- Video: Der koprophile Pilz Pilobolus. Institut für den Wissenschaftlichen Film (IWF) 1999, zur Verfügung gestellt von der Technischen Informationsbibliothek (TIB), doi:10.3203/IWF/C-2026.