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96K6 Panzir

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96K6 Panzir
Datei:Army2016demo-092.jpg
Panzir-S1

Panzir-S1
Allgemeine Angaben
Typ Boden-Luft-Lenkwaffensystem
Heimische Bezeichnung 96K6 Panzir, Panzir-S1, Panzir-S2, Panzir-M, Panzir-SM
NATO-Bezeichnung SA-22 Greyhound
Herkunftsland Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sowjetunion / RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
Hersteller Konstruktionsbüro für Gerätebau
Entwicklung Ab 1990, erster Prototyp 1994
Stückpreis 15 Mio. US-Dollar (Panzir-S1)
Technische Daten
Länge 3,2 m, 3,5 m (Hermes-K)
Durchmesser 170 mm, 210 mm
Gefechtsgewicht 74,5 kg, 110-130 kg (Hermes-K)
Antrieb
Erste Stufe

Feststoffrakete
Geschwindigkeit 1300 m/s–1700 m/s
Reichweite 1–100 km, je nach Rakete
Ausstattung
Zielortung Radarzielverfolgung mit Funkkommandolenkung, IR

Endphase zusätzlich durch IR- und Lasersuchköpfe (nur Hermes K mit 170 mm Booster)
Hermes K mit 210 mm Booster: Lasersuchkopf mit externer Zielbeleuchtung in der Endphase
Gefechtskopf 28–30 kg, 25 kg und 20 kg FRAG-HE bzw. Continuous Rod oder leichter
Zünder Näherungs- und Aufschlagzünder
Listen zum Thema

Panzir ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein russisches Kurzstrecken-Flugabwehrraketen-System. Der NATO-Codename lautet SA-22 Greyhound, der GRAU-Index 96K6. Das System ist der Nachfolger des 2K22-Tunguska-Komplexes. Es dient der Flugabwehr über dem Gefechtsfeld und zum Schutz von Fahrzeugverbänden. Die Weiterentwicklungen dieses Raketensystems heißen Panzir-S1, Panzir-S2, Panzir-M, Panzir-SM und Panzir-S1M.

Beschreibung

Das 96K6-Panzir-S1-Flugabwehrsystem ist ein bodengestütztes Kurz- und Mittelstreckenflugabwehrsystem auf Rad, Kette oder stationär mit zwei oder drei Mann Bedienung. Das System ist mit zwei Maschinenkanonen und insgesamt zwölf Flugabwehrraketen ausgestattet, die sich in je 6 Rohren links und rechts der Kanonen befinden. Die Ziellenkung erfolgt entweder per Radar oder optischer Zielzuweisung und Kommandolenkung. Das Panzir-S1 wird zur Verteidigung von zivilen und militärischen Punkt- und Flächenzielen, für motorisierte und mechanisierte Verbände bis auf Regimentsebene eingesetzt. Außerdem kann es zum Schutz von Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffensystemen wie den S-300P und S-400 eingesetzt werden. Luftziele mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Metern pro Sekunde können bis zu einer Entfernung von 20 km und in Höhen bis zu 10 km effektiv bekämpft werden.

Geschichte

Die Entwicklung begann im Jahr 1990 unter der Bezeichnung Panzir, welches das Nachfolgesystem des Flugabwehrkomplexes 2K22 Tunguska werden sollte. 1994 wurde der erste Prototyp fertiggestellt und auf der Ausstellung MAKS-1995 vorgestellt. Aufgrund finanzieller Engpässe wurden die Entwicklungsarbeiten vorerst eingestellt.<ref name="szulc">Tomasz Szulc: Russian Surface-to-Air Missiles by 2005. Military Technology Magazine. Volume 28, Issue 8, August 2004, S. 60–62 (englisch).</ref>

Am 24. Mai 2000 kündigte Russland den Verkauf von 50 Panzir-S1-Flugabwehrsystemen an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) an. Der russische Rüstungshersteller KBP aus Tula wurde beauftragt, umfangreiche Überarbeitungen und Verbesserungen durchzuführen. Die Kosten beliefen sich auf etwa 734 Millionen US-Dollar, von denen 30 % im Voraus bezahlt wurden, um die noch ausstehende Entwicklung finanzieren zu können.<ref name="szulc" /> Dadurch wurde das Panzir-S1-Flugabwehrsystem zum ersten russischen Waffensystem, dessen Entwicklung zum Großteil vom Ausland finanziert wurde.

Durch die Wiederaufnahme wurde das System noch einmal grundlegend überarbeitet, so dass nur das Layout erhalten blieb. Alle wichtigen Komponenten wurden ausgetauscht. Das System hat zwei neue Radare mit vergrößerter Reichweite, die in der Lage sind, mehr Luft- und Bodenziele zu erfassen. Des Weiteren wurde ein moderner Feuerleitrechner eingebaut, der die Reaktionszeit deutlich verringerte. Zudem konnte durch den Einsatz moderner platzsparender Elektronik ein Drittel des ursprünglichen Volumens der Operator-Kabine eingespart und auch das Gesamtgewicht halbiert werden. Auch die Bewaffnung wurde modernisiert: So ist das System mit der Maschinenkanone 2A38M und den neueren Raketen 57E6-E ausgestattet. Von Juni 2006 bis Mai 2007 wurde das Panzir-S1-Flugabwehrsystem auf dem russischen Raketenschießplatz Kapustin Jar getestet. Weitere Tests folgten in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Das Panzir-S2 ist eine verbesserte Version des Panzir-S1. Sie kann eine neue Version der Boden-Luft-Raketen einsetzen, welche die Reichweite von 20 auf 30 km erhöht. Weiterhin ist ein neues S-Band-Suchradar mit einer auf über 40 km erhöhten Reichweite verbaut. Im April 2014 kündigte Oberst Juri Murawkin, stellvertretender Kommandeur der Luftverteidigungstruppen, an, dass die russische Armee diese neue Variante zusammen mit einer neuen Rakete erhalten werde. Das Panzir-S2 ist seit 2015 bei der russischen Armee im Einsatz. Es wurde in Syrien zum Schutz der russischen Luftstreitkräfte auf dem Militärflugplatz Hmeimim in Latakia eingesetzt. Aufnahmen von RT Ruptly vom Februar 2016 zeigen das Panzir-S2 dort.<ref name="armyrecognition.com">Pantsir-S2 short-range cannon missile air defense system. In: armyrecognition.com. Abgerufen am 8. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:Model corvette project 22800 at the «Army 2016» 2.jpg
Panzir-M auf dem Heck eines Modells der neuen Karakurt-Klasse

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Das Panzir-M ist die Marineversion des Luftabwehrsystems, mit dem künftige russische Kriegsschiffe ausgerüstet werden sollten.<ref>Russia to Arm Warships With Pantsir Air Defense System. In: en.rian.ru. RIA Novosti, 11. September 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. September 2013; abgerufen am 28. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Serienproduktion begann 2015.<ref>Разработчик: морской зенитный комплекс "Панцирь-М" пошел в серию. In: tass.ru. 25. August 2015, abgerufen am 28. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis Juni 2015 waren drei Panzir-M für die russische Flotte beschafft.<ref>Минобороны РФ закупило три морских ЗРПК "Панцирь-М". 1. Juli 2015, abgerufen am 28. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Langfristig sollte Panzir-M das Kortik-System ablösen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IMDS 2017: Rostec unveils Pantsir-ME naval weapon, adds details on the system (Memento vom 9. Juli 2017 im Internet Archive), auf janes.com (englisch).</ref> Unterschiede zur Landversion bestehen in der Ausstattung mit zwei 30-mm-Gatlingmaschinenkanonen GSch-6-30K/AO-18KD anstelle der 2A38M. Neben der Verwendung von seewasserbeständigen Materialien hat die Marinevariante zusätzlich zum auf dem Waffenturm montierten Radar ein weiteres Feuerleitradar.<ref>Navy Recognition. In: navyrecognition.com. Abgerufen am 28. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Pantsir-M Naval Air Defense Missile/Gun System to Enter Service with Russian Navy Before Year-End. In: navyrecognition.com. Abgerufen am 28. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weiter soll Panzir-M zukünftig auch Lenkwaffen vom Typ Hermes-K gegen See- und Bodenziele einsetzen können. Diese Lenkwaffen haben je nach Ausführung bei einer Fluggeschwindigkeit von 1300 m/s eine Reichweite von bis zu 100 km.<ref>"Ростех" планирует создать более мощный ракетный комплекс "Гермес 2.0". In: ria.ru. 2. Februar 2021, abgerufen am 3. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>KBP's Hermes of all trades. In: thefreelibrary.com. Abgerufen am 3. September 2021.</ref><ref name=":vpk">Долгий путь от «Точки-У» до «Гермеса». In: vpk-news.ru. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. September 2021; abgerufen am 3. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Russia’s latest Hermes supersonic missile can wipe out any Western tank, designer says. In: tass.com. Abgerufen am 3. September 2021.</ref> Die Initial Operating Capability wurde 2017 erreicht.<ref>Project 22800 Corvettes to be Fitted with Pantsir-M Naval Variant of Pantsir-S1 Air Defense System – TASS. In: Navyrecognition.com. Abgerufen am 30. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Hermes. In: Deagel.com. Abgerufen am 3. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auf der IDEX 2019 stellte das Konstruktionsbüro für Gerätebau die Ausführung Panzir-S1M vor. Sie dient als Exportvariante des Panzir-SM.<ref>Экспортный вариант ЗРПК «Панцирь-С1М» впервые показали за рубежом. In: topwar.ru. Abgerufen am 1. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Ausführung verwendet ein verbessertes Zielfolgeradar sowie ein neues Rundsuchradar. Mit dem Rundsuchradar können zeitgleich 40 Luftziele begleitet werden. Weiter kommt der verbesserte Lenkwaffentyp 57E6M-E zum Einsatz. Dieser verwendet einen vergrößerten Booster, erreicht eine Geschwindigkeit von Mach 5 und wiegt 115 kg. Sein neuer Sprengkopf hat ein Gewicht von 25 kg. Panzir-S1M hat in der Horizontalen eine Vernichtungszone von 1,2 bis 30 km. Die Einsatzhöhe beträgt 15 bis 18.000 m. Panzir-S1M kann zeitgleich vier Ziele bis zu einer Geschwindigkeit von 1000 m/s bekämpfen.<ref>IDEX 2019: Russia unveils upgraded Pantsyr-S1M. In: Janes.com. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nikolai Nowitschkow: IDEX 2019: Russia unveils upgraded Pantsyr-S1M. In: janes.com. IHS Jane's Defence Weekly, Jane’s Information Group, 21. Februar 2019, abgerufen am 21. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jane’s: Army 2019: Russia unveils Pantsir-S1M SAM vehicle. (englisch).</ref>

Im Jahr 2016 berichteten russische Medien, dass Russland an der weiterentwickelten Variante Panzir-SM arbeitet, dieses wurde für das Jahr 2019 angekündigt. Offensichtlich kam es bei der Entwicklung zu Verzögerungen, so dass es erst 2021 offiziell vorgestellt wurde. Diese Ausführung verwendet ein verbessertes Zielfolgeradar sowie ein neues Rundsuchradar mit einer Reichweite von 75 km. Ebenso kommt ein verbesserter Lenkwaffentyp mit einer gesteigerten Geschwindigkeit und Reichweite von 40–45 km zum Einsatz. Das System kann auch die 57E6M-E-Raketen des Panzir-S1M verwenden.<ref>Russian army unveils Pantsir-SM air defense system during rehearsal of Victory Day military parade. In: Armyrecognition.com. Abgerufen am 1. September 2021.</ref> Weiter kann Panzir-SM mit den TKB-1055 Gwosd-Lenkwaffen ausgerüstet werden. Diese kleinen Lenkwaffen haben eine Reichweite von 5–7 km und können in einem Höhenbereich von 15–5000 m eingesetzt werden,<ref name="edrmagazine-army2024">Edrmagazine.eu: Army-2024 – KBP unveils the new short-range ADS Pantsir-SMD-E. (englisch).</ref><ref name="topwar-army2024">Topwar.ru: Зенитный ракетный комплекс «Панцирь-СМД-Е» для борьбы с БПЛА (russisch).</ref> sie dienen zur Bekämpfung von Drohnen, Marschflugkörpern und Präzisionsbomben.<ref>Pantsir S-1. In: missilethreat.csis.org. Abgerufen am 30. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Panzir-SM kann mit bis zu 48 der neuen TKB-1055 Gwosd-Lenkwaffen oder in einer Kombination mit den 57E6M-E-Lenkwaffen beladen werden.<ref name="armyrecognition-army2024">Armyrecognition.com: Russia presents new Pantsir-SMD-E air defense missile system without 30 mm guns at Army-2024. (englisch).</ref><ref>The Ministry of Defense announced serial deliveries of the new Pantsir-SM air defense missile system. In: en.topwar.ru. Abgerufen am 30. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="tass.com">Military & Defense – Russia’s new Pantsir-SM air defense system to roll off production lines in 2 years. In: tass.com. 7. Oktober 2016, abgerufen am 8. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Defense-update.com: Pantsir-SM Mitigates Drone-Related Capability Gaps. (englisch).</ref> Bis Stand August 2024 scheint es zu keiner Serieneinfertigung des Panzir-SM gekommen zu sein.

Auf der Messe Army 2024 wurde die Ausführung Panzir-SMD vorgestellt. Diese stellte eine Weiterentwicklung des aus dem Jahr 2016 stammenden Panzir-SM dar.<ref name="edrmagazine-army2024" /><ref name="topwar-army2024" /><ref name="armyrecognition-army2024" />

Technik

Fahrzeug

Datei:Pantsir-S1 SAM at Engineering Technologies 2012.jpg
Panzir-S1 auf GM-352-Chassis
Datei:Alabino21042017-41.jpg
Panzir-SA auf Basis des DT-30PM

Der erste Prototyp des Panzir-S1-Flugabwehrsystems war auf einem Ural-5323-Lkw montiert, dieser dürfte aber inzwischen nicht mehr ausreichen. Stattdessen gibt es diverse andere Optionen. Später wurde ein KamAZ-6560 (8×8) verwendet, dieser kann bei einem Gesamtgewicht von 38 Tonnen eine Nutzlast von insgesamt 23 Tonnen aufnehmen. Dieser Lkw-Typ wird von einem 400 PS leistenden Motor angetrieben. Des Weiteren ist es möglich, das Flugabwehrsystem auf den schweren MZKT-7930 mit einer Leistung von über 500 PS zu montieren.

Daneben plante der Hersteller, das System auch auf dem gepanzerten Kettenfahrgestell GM-352 aus Belarus anzubieten. Dies hätte den Vorteil, dass die Maschinenkanonen und Lenkraketen auch während der Fahrt eingesetzt werden könnten. Allerdings gibt es für diese Konfiguration noch keine Kunden. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollten ihre Systeme auf Basis eines 8×8-Lkw von MAN einsetzen.<ref>UAE must wait for Panzirs auf janes.com (englisch).</ref>

Für den Einsatz in den arktischen Regionen Russlands wurde auf Basis des DT-30 die schwimmfähige modernisierte Basisvariante DT-30PM entwickelt. Dieses System trägt die Bezeichnung Panzir-SA und verfügt über insgesamt 18 Raketenstartbehälter in einer 3×3-Konfiguration. Auf die beiden 30-mm-Maschinenkanonen wurde verzichtet.

Weiterhin wurde eine Reihe von Unterstützungsfahrzeugen entwickelt, um die Einsatzmöglichkeiten zu erweitern:

  • Transporter-Lader – Ein Ladefahrzeug für je zwei Kampffahrzeuge ermöglicht ein zeitnahes Nachladen bei Kampfeinsätzen
  • Wartungsfahrzeug – Übernimmt mit seinen Technikern Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Mechanik.
  • Elektronik-Wartungsfahrzeug – Unterstützt Arbeiten an den Computer- und Elektroniksystemen.
  • Justierfahrzeug – Einrichtung von Waffen- und Messsystemen.
  • Ersatzteilfahrzeug – Trägt einen Satz von Ersatzteilen und Spezialwerkzeugen für das System.
  • Mobiler Trainer – Hiermit können Besatzungen unter feldnahen Bedingungen geschult werden.

Radar

Datei:Pantsir-S1 Weapon System with radar antenna.jpg
Das Zielfolgeradar

Das Panzir-S1-Feuerleitsystem umfasst das Zielerfassungsradar und ein Doppelwellenbandradar, das im EHF- und UHF-Band funktioniert. Beide Radarsysteme nutzen das Phased-Array-Verfahren, das durch seine elektronische Strahllenkung und -Fokussierung eine sehr hohe Genauigkeit ermöglicht.

Die Antenne des Zielfolgeradars ist kreisrund und zwischen den Lafetten und Kanonenläufen montiert. Es wurde von KBP aus dem ursprünglichen Fasotron-Tracking-Radar und einer ersten Phased-Array-Variante weiterentwickelt. Das Radar wird im Turm zusammen mit den Lafetten grob in Richtung des Ziels gerichtet und erfasst Ziele mit einer Geschwindigkeit bis zu 1000 m/s (3600 km/h), einem Radarquerschnitt bis hinunter zu 2 cm², in einem ±45°-Sektor horizontal und vom Boden bis +85° vertikal, auf Entfernungen von bis zu 28 Kilometern. Dabei können gleichzeitig 20 Ziele im 3D-Modus (Richtung, Höhe, Entfernung, Geschwindigkeit) erfasst werden. Im Automatikmodus werden die drei wichtigsten Ziele automatisch priorisiert und aufgeschaltet. Simultan kann das Radar bis zu vier Raketen verfolgen und Daten für deren Kommandolenkung übertragen.

Datei:Radar 1RL-123E for Pantsir-S1 - InnovationDay2013part1-09.jpg
Pantsir-S1M mit einem 1RL-123E Radar

Als Rundsuchradar wird ein Phased-Array-Gerät im UHF-Band verwendet, das Ziele in einem 360°-Rundkreis auf bis zu 36 km Entfernung (Panzir-SM: bis zu 75 km) erfassen kann. Es spürt Kampfflugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper sowie UAVs vom Tiefflug bis zum Höhenflug auf. Befindet sich das Panzir-Flugabwehrsystem auf einem Kettenfahrgestell, kann es dabei in Bewegung bleiben und ist damit durch derartige Waffen selbst schwerer zu treffen.

Daneben steht im Feuerkontrollsystem auch ein elektrooptisches System mit Wärme- und Infrarotrichtungssucher zur Verfügung, das auf bis zu 26 km Ziel- und Lenkflugkörper im 3–5-micron-Band erfasst und automatisch verfolgt. Die digitale Signalaufbereitung und automatische Zielspurhaltung ist mit dem Radar integriert.

Es kann damit zwei Ziele gleichzeitig erfassen und anvisieren. Pro Minute können maximal zwölf Ziele erfasst werden. Weiterhin ist ein Freund-Feind-Erkennungs-System (IFF) vorhanden. Die Reaktionszeit von der Zielerfassung durch das Rundsuchradar über die Aufschaltung des Zielfolgeradar bis zum Start der Lenkwaffe wird im Automatikmodus mit vier bis sechs Sekunden angegeben.

Die Bedienung des Feuerleitsystems erfolgt von drei Operatorplätzen aus. Hier werden erstmals bei russischen Fla-Systemen kompakte und voll computerbasierte Systeme eingesetzt, die über Flachbildschirme und spezielle Bedienelemente gesteuert werden. Die Kabine ist klimatisiert, verfügt jedoch nicht über die ABC-Schutzeinrichtungen anderer russischer Systeme wie das Tor M1.

Für den Export wurde eine preiswerte Variante des Panzir-S1 entwickelt, die nur mit einem elektrooptischen Kontrollsystem ausgestattet ist.

Bewaffnung

Datei:Pantsir-S1 missile maks2009.jpg
Rakete 57E6-E

Lenkwaffen

Das Panzir-S1-System ist mit insgesamt zwölf zylinderförmigen Raketenstartbehältern aus Leichtmetall ausgestattet. Jeder diese Behälter fasst eine Boden-Luft-Rakete vom Typ 9M335 (57E6 oder 57E6-E).<ref name="janes-ad2001">Tony Cullen: Jane's Land-Based Air Defense 2001-2002. Vereinigtes Königreich, 2001. S. 94–95.</ref> Alternativ kann Panzir auch die 9M311M-Lenkwaffen der 2K22 Tunguska einsetzen.<ref name="apa">Karlo Kopp: KBP 2K22/2K22M/M1 Tunguska SA-19 Grison / 96K6 Pantsir S1 / SA-22 Greyhound SPAAGM / Самоходный Зенитный Ракетно-Пушечный Комплекс КБП 2К22М/М1 Тунгуска-М/М1 / 96К6 Панцирь-С1. In: ausairpower.net. Air Power Austrailia, abgerufen am 13. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die 57E6-Rakete wiegt beim Start 74,5 kg und ist zweistufig. Die erste Stufe ist der 95Ja6-Booster mit einem Durchmesser von 170 mm.<ref name="kbp">PANTSIR-S1. Konstruktionsbüro für Gerätebau Tula. In: kbptula.ru. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 15. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/kbptula.ru (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Am Heck dieser ersten Stufe sind vier Stabilisierungsflächen angebracht. Die zweite Stufe hat einen Durchmesser von 90 mm<ref name="kbp" /> und kann grob in drei Teile aufgeteilt werden: Hinter der Lenkwaffenspitze befinden sich der Aufschlagzünder, der Näherungszünder sowie die Aktuatoren für die Steuerflächen. Nach dieser Sektion folgt der Continuous-Rod-Sprengkopf. Dieser wiegt 20 kg und hat einen Sprengstoffanteil von rund 5 kg. Der Sprengkopf nimmt rund zwei Drittel der Länge der zweiten Raketenstufe ein. Im Heck sind die Elektronik, Rechnereinheit, Gyroskope sowie die Transponder für die Funk- und elektrooptischen Steuereinheiten verbaut. Am Flugkörperrumpf sind zwei Gruppen von Lenk- und Steuerflächen angebracht. Am Heck sind vier trapezförmige Stabilisierungsflächen angebracht. Am vorderen Viertel des Rumpfs sind vier kleine trapezförmige Steuerflächen angebracht. Diese Flächen sind an den Rumpf angelegt, während sich die Lenkwaffe im Transport- und Startbehälter befindet, sie entfalten sich unmittelbar nach dem Start.

Die Lenkwaffe wird mit einer Ausstoßladung aus dem Raketenstartbehälter ausgestoßen. In einer Entfernung von rund 7 m wird der Booster gezündet. Dieser beschleunigt die Lenkwaffe innerhalb von rund 2 bis 2,4 Sekunden auf 1220 bis 1300 m/s.<ref name="apa" /><ref name="kbp" /> Danach ist der Booster ausgebrannt und wird abgeworfen. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt der Weiterflug der zweiten Raketenstufe antriebslos. Die Rakete verliert während des Marschfluges etwa 40 m/s pro Kilometer an Geschwindigkeit – nach der Gesamtflugzeit von maximal 15 Sekunden beträgt die Endgeschwindigkeit noch rund 700 m/s.<ref name="kbp" /> Abhängig von der Flugbereichsgrenze kann die Lenkwaffe Flugmanöver mit einer maximalen Querbelastung von 18 bis 32 g durchführen.<ref name="apa" /><ref name="kbp" /><ref name="ukr-panzir">Sprotyvg7.com.ua: УСТРОЙСТВО И ОСНОВЫ ЭКСПЛУАТАЦИИ ЗРПК «ПАНЦИРЬ-С»</ref>

Während des Fluges werden sowohl die Rakete als auch das Flugziel elektrooptisch und mittels Radar verfolgt. Kurskorrekturen werden im Feuerleitrechner des Fahrzeuges ermittelt und mittels Mikrowellen an die Lenkwaffe gesendet. Kommt das Flugziel in den Ansprechradius (7 m) des Näherungszünders, wird der Gefechtskopf gezündet.<ref name="apa" /> Dieser hat einen effektiven Wirkungsradius von rund zehn Metern (je nach Zielgröße).<ref name="apa" /> Bei einem Direkttreffer wird der Sprengkopf durch den Aufschlagzünder ausgelöst. Wird das Ziel verfehlt, zerstört sich die Lenkwaffe nach einer bestimmten Flugzeit selbst. Die maximale Einsatzdistanz der 57E6 liegt bei 20 km.<ref name="kbp" /><ref name="ukr-panzir" />

Kanonen

Zusätzlich zur Raketenbewaffnung sind die Panzir-Systeme mit zwei doppelläufigen 30-mm-Maschinenkanonen 2A38M ausgestattet. Die Kanone ist eine Weiterentwicklung der Gsh-30 und hat einen Munitionsvorrat von jeweils 700 Schuss.<ref></ref> Die Besatzung kann zwischen panzerbrechenden AP-Geschossen und Brand/Spreng-Geschossen wählen – je nachdem, welches Ziel bekämpft werden soll. Die Kadenz liegt bei 2500 Schuss pro Minute, die effektive Kampfreichweite bei 4000 m und die Zielhöhe bei maximal 3000 m. Es können bei Bedarf auch Bodenziele bekämpft werden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Панцирь-С1" (SA-20), зенитный ракетно-пушечный комплекс.] In: arms-expo.ru. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="ukr-panzir" />

Einsatz

Datei:Будни авиагруппы ВКС РФ на аэродроме Хмеймим в Сирии (43).jpg
Panzir-S1 auf dem Militärflugplatz Hmeimim (Syrien)

Russisch-Ukrainischer Krieg

Angeblich sollen Panzir-Systeme im Januar 2015 in der Ostukraine gesichtet worden sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nicholas de Larrinaga: Russian TOS-1 and Pantsyr-S1 systems reported in east Ukraine (Memento vom 8. Februar 2015 im Internet Archive), auf janes.com (englisch).</ref><ref>Eliot Higgins: Russia’s Pantsir-S1s Geolocated in Ukraine. In: bellingcat.com. 28. Mai 2015, abgerufen am 28. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine abgebrannte 95Ja6-Boosterstufe (die auch in anderen Raketen verwendet wird) war bereits vor November 2014 dokumentiert worden.<ref>The Chinese QLZ87 Automatic Grenade Launcher Raising Red Flags: An Examination of Arms & Munitions in the Ongoing Conflict in Ukraine. (PDF; 15 MB) Research Report No. 3. In: armamentresearch.com. November 2014, S. 78, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juli 2019; abgerufen am 4. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bürgerkrieg in Syrien

Mehrere Panzir-S2 waren seit dem 26. November 2015 neben dem S-400-Flugabwehrsystem im Rahmen des russischen Militäreinsatzes in Syrien zum Eigenschutz der Luftwaffenbasis in Latakia stationiert,<ref>Jermie Binnie: Russian deployment of new Pantsyr to Syria confirmed. In: janes.com. Jane’s Information Group, 8. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juni 2016; abgerufen am 28. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> seit 2016 auch innerhalb Syriens in Palmyra.<ref>Russia's military in Syria: Bigger than you think and not going anywhere, CNN, 9. Mai 2016 (englisch).</ref> Im Jahr 2017 sollen dabei durch das System insgesamt fünf unbemannte Luftfahrzeuge (drei IAI Heron, eine Boeing RQ-21A und eine Bayraktar) abgeschossen worden sein.<ref>Jeremy Binnie: Russia claims Pantsyr-S1s in Syria have shot down foreign UAVs. In: IHS Jane's 360. 30. August 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2017; abgerufen am 28. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weiterhin kam es durch Panzir-S1-Systeme zu mehreren erfolgreichen Abschüssen von Grad-Raketen, die auf den russischen Flugplatz in der Nähe von Latakia abgefeuert worden waren.<ref>Russian Pantsir-S1 Air-Defense System Intercepted Grad Rockets Over Khmeimim Air Base. (englisch).</ref>

Bei israelischen Luftangriffen am 9. Mai 2018 wurde ein Panzir-S1-System der syrischen Streitkräfte von einem Delilah-Marschflugkörper getroffen.<ref>David Cenciotti: The Israeli Air Force Has Just Released A Video Of A Pantsir-S1 Air Defense System Being Struck In Last Night’s Attack In Syria. In: theaviationist.com. 11. Mai 2018, abgerufen am 11. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Russischen Experten zufolge hätte dies nicht geschehen können, wenn das System gefechtsbereit gewesen wäre. Dafür wurden zwei mögliche Ursachen genannt: entweder sei die Munition verbraucht oder das System abgeschaltet gewesen.<ref>Daniel Brown: Russia explains why its air defenses were beaten by Israel in Syria. In: businessinsider.de. 14. Mai 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Dezember 2018; abgerufen am 26. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wieso allerdings die Panzir-Systeme in einem Kriegsgebiet – wo Angriffe jederzeit zu erwarten sind – nicht gefechtsbereit und aufmunitioniert sind, nannten die Experten nicht.

In der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 2019 flogen die israelischen Luftstreitkräfte Angriffe gegen Ziele in Syrien. Nachdem die israelischen Flugzeuge beschossen worden waren, zerstörten sie mindestens ein Panzir-System, ohne dass dieses effektiv gegenwirken konnte.<ref>Israel releases video of dramatic air strike on two Syrian SAM systems, first one was firing 2 missiles. In: alert5.com. Alert 5, 21. Januar 2019, abgerufen am 21. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>IAF Attacks Iranian Targets in Syria. In: iaf.org.il. Israeli Air Force, 21. Januar 2019, abgerufen am 21. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 1. März 2020 zerstörte eine türkische Drohne mindestens ein Panzir-System der syrischen Streitkräfte.<ref>Turkish Drone Strike Destroys Syrian Army’s Pantsir-S1 Air Defense System. In: defenseworld.net. 29. Februar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2022; abgerufen am 28. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bürgerkrieg in Libyen

Im dortigen Bürgerkrieg kamen seit 2019 Panzir-Systeme zum Einsatz. Diese wurden von den Truppen Chalifa Haftars eingesetzt. Der von der Türkei unterstützten Regierung der Nationalen Übereinkunft und deren Streitkräfte Libyens soll es mit Bayraktar TB2-Kampfdrohnen gelungen sein, 15 Panzir-Systeme zu zerstören. Analysen der Panzir-Wracks haben ergeben, dass diese aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammten, welche die Truppen von Chalifa Haftar unterstützten.<ref>Defenseworld.net: Libyan Army Destroys 4 more of Haftar’s Pantsir S1 Systems. (englisch).</ref><ref>Forbes.com: One Of Russia’s Most Advanced Missile Systems Captured In Libya. (englisch).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offiziere.ch: From Syria and Iraq to Libya: Turkey repeatedly demonstrates the combat effectiveness of its drones (Memento vom 27. September 2020 im Internet Archive), abgerufen am 14. Mai 2023 (englisch).</ref><ref>Aljazeera.com: Libyan TV airs video showing alleged UAE military involvement. (englisch).</ref>

Datei:Ukrainian armed civilians.jpg
Ein von Ukrainern erbeutetes Panzir

Russischer Überfall auf die Ukraine

Beim russischen Überfall auf die Ukraine setzen die russischen Streitkräfte Panzir-Systeme ein. Russischen Angaben zufolge konnten mit dem Panzir mehrfach ukrainische Flugzeuge und Drohnen abgeschossen werden. Gemäß OSINT-Analysen des Militär-Blogs Oryx, sind bis März 2026 mindestens 39 Systeme der Streitkräfte Russlands als Totalverlust (zerstört oder erbeutet) sowie 5 als beschädigt zu vermerken.<ref name="oryxspioenkop-rus">Attack On Europe: Documenting Russian Equipment Losses During The Russian Invasion Of Ukraine. In: oryxspioenkop.com. Oryx Spioenkop, 14. März 2022, abgerufen am 27. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Search ∙ Russia ∙ WarSpotting. Abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="express">Putin hammer blow as Russian Pantsir S1 missile system destroyed in Ukraine. In: express.co.uk. Daily Express, 2. März 2022, abgerufen am 14. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ellie Cook Security, Defense Reporter: Russia loses two prized Pantsir systems as Ukraine mocks "leaky" defenses. 7. Januar 2024, abgerufen am 18. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ellie Cook Security, Defense Reporter: Ukraine destroys series of Russian air-defense systems in precision strikes. 30. Juni 2024, abgerufen am 18. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Unfälle

Nach aserbaidschanischen Medienangaben wurde am 25. Dezember 2024 eine Embraer 190 AR auf dem Flug Flug 8243 der Azerbaijan Airlines von Baku ersten Ermittlungen zufolge beim Anflug auf Grozny mit einer Flugabwehrrakete von einem Panzir-S der Russischen Streitkräfte abgeschossen. Die Kommunikationssysteme seien zuvor komplett gestört gewesen.<ref>ARD-aktuell: Flugzeugunglück in Kasachstan – Absturz oder Abschuss? tagesschau.de, 27. Dezember 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024.</ref><ref>Preliminary investigation: AZAL aircraft shot down by Russian air defence. In: caliber.az. 26. Dezember 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>KİV: AZAL-ın təyyarəsi Rusiyanın “Pantsir-S” HHM-nin hücumuna məruz qalıb. In: report.az. 26. Dezember 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Russian air-defense system downed Azerbaijan plane, sources say. In: reuters.com. Reuters, 26. Dezember 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Flugzeug versuchte über das Kaspische Meer den kasachischen Flughafen Aqtau zu erreichen, stürzte jedoch vor Erreichen des Flughafens ab. Es wurden 38 der 67 Personen an Bord der Maschine getötet.<ref name="bbc:0">Azerbaijan Airlines plane crash for Kazakhstan with 67 pipo onboard. In: bbc.com. BBC News, 25. Dezember 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="bbc:1">Sofia Ferreira Santos: Dozens killed as passenger plane crashes in Kazakhstan. In: bbc.com. BBC, 25. Dezember 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nutzerstaaten

Nutzer

Ehemalige Interessenten

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Panzir-S1 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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