Zum Inhalt springen

Burg Hohenrechberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. März 2026 um 10:44 Uhr durch imported>At40mha (Hilfe:Wikisyntax/Validierung#Fehlerhafte Dateioption behoben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Burg Hohenrechberg
Datei:Burg Hohenrechberg im Winter.jpg
Die Ruine von Südosten aus gesehen

Die Ruine von Südosten aus gesehen

Alternativname(n) Hohen-Rechberg
Staat Deutschland
Ort Rechberg
Entstehungszeit 1200
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Ruine
Ständische Stellung Grafen
Bauweise Buckelquader
Geographische Lage 48° 45′ N, 9° 47′ OKoordinaten: 48° 45′ 21″ N, 9° 46′ 55″ O
 {{#coordinates:48,755833333333|9,7819444444444|primary
dim=200 globe= name=Burg Hohenrechberg region=DE-BW type=building
  }}
Höhenlage 644,2 m ü. NHN
Burg Hohenrechberg (Baden-Württemberg)
Burg Hohenrechberg (Baden-Württemberg)

Die Burg Hohenrechberg, auch „Hohen-Rechberg“ geschrieben, ist die Ruine einer mittelalterlichen Spornburg südlich von Schwäbisch Gmünd, in der Nähe des Stadtteils Rechberg im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Geografische Lage

Die Burgruine liegt bei 644,2 m ü. NHN<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> auf der westlichen Schulter des Rechberges. Der Rechberg ist ein Zeugenberg und gehört zu den Drei Kaiserbergen. Er befindet sich am Nordrand der Schwäbischen Alb.

Geschichte

Ein Ulrich von Rechberg wurde 1179 erstmals genannt. Er war vermutlich der Erbauer der Burg, die zwischen 1200 und 1250 entstanden ist. Zum ersten Mal erwähnt wurde sie 1355. Die als staufische Dienstmannenburg erbaute Burg Hohenrechberg war Stammsitz der späteren Grafen von Rechberg. Sie bildete den historischen und den administrativen Mittelpunkt ihres Herrschaftsgebietes.

1448 bis 1450 plünderten Kriegsleute der Reichsstädte Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Hall die Umgebung der Burg, wagten diese jedoch nicht anzugreifen. Im Bauernkrieg 1525 wurde der Hohenrechberg von den plündernden Bauern verschont. Allerdings konnten die Burgbewohner nicht verhindern, dass die Klöster Lorch und Adelberg sowie die nahegelegene Burg Hohenstaufen niedergebrannt wurden. 1546 zog der Schmalkaldische Bund vor der Burg auf, sie blieb aber unversehrt. Dagegen wurde Schwäbisch Gmünd eingenommen.

Die Burg wurde mehrmals umgebaut und erweitert. Bis 1585 regierte die Herrschaft direkt von ihrer Stammburg aus. Sowohl 1648 im Dreißigjährigen Krieg wie auch 1796 zur Zeit der Französischen Revolutionskriege wurde die Burg zwar von den Franzosen besetzt, aber nie zerstört. Am 6. Januar 1865 wurde die Burg durch ein von Blitzschlag ausgelöstes Feuer zur Ruine.<ref>https://archivalia.hypotheses.org/128678.</ref>

Die Ruine ist seit 1977 eine herausragende Sehenswürdigkeit an der Straße der Staufer.<ref>Straße der Staufer auf stauferstelen.de. Abgerufen am 10. Juli 2016.</ref> Bis zum Jahr 1986 befand sich die Burg im Eigentum des Adelsgeschlechts. Damals wurde sie an einen Göppinger Privatmann verkauft.

Beschreibung

Die unregelmäßige vieleckige Burganlage hat eine Ringmauer mit Buckelquadern, einen staufischen Palas neben dem rechteckig vorspringenden Torbau und einen 30 Meter tiefen Burgbrunnen. Seit 1806 wurde die Burgkapelle (Alte Kapelle) nicht mehr genutzt.<ref>Hohenrechberg in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Ph. L. Adam: Gmünd, Hohenstaufen und Hohen-Rechberg, in: Das Königreich Württemberg. 1841 (als Volltext bei Wikisource)
  • Walter Ziegler: Stauferstätten im Stauferland, Walter Ziegler (Hrsg.), Konrad Theiss Verlag, 1977
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 1 · Nordost-Alb. Wandern und entdecken zwischen Aalen und Aichelberg. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1988, S. 49–72, ISBN 3-924489-39-4
  • Richard Strobel: Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg. Stadt Schwäbisch Gmünd, Band IV: Kirchen und Profanbauten außerhalb der Altstadt, Ortsteile. Deutscher Kunstverlag, München und Berlin 2003, ISBN 3-422-06381-1
  • Wilfried Pfefferkorn: Aktuelle Bauforschung an der Burg Rechberg. In: Schwäbische Heimat, 71. Jg. 2020, Heft 3, S. 320–325 (online)

Weblinks

Commons: Burg Hohenrechberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Schlösser: Schloss Adelmannsfelden | Schloss Baldern | Schloss Böbingen | Schloss Dambach | Schloss Dorotheenhof | Schloss ob Ellwangen | Schloss Essingen | Schloss Fachsenfeld | Gröll’sches Schloss | Schloss Heubach | Schloss Hohenroden | Schloss Hohenstadt | Schloss Horn | Schloss Kapfenburg | Schloss Laubach | Schloss Leinzell | Schloss Lindach | Schloss Neubronn | Schloss Rötlen | Schloss Schechingen | Schlössle Spraitbach | Stolch’sches Schloss | Schloss Tannhausen | Schloss Untergröningen | Schloss Utzmemmingen | Schloss Wagenhofen | Schloss Wasseralfingen | Schloss Westhausen | Schloss Wört


Stadtpalais: Palais Debler (Schwäbisch Gmünd) | Rathaus Schwäbisch Gmünd | Stahlsches Schlösschen (Schwäbisch Gmünd)

Burgen, Ruinen und Burgställe: Burgstall Aalen | Alte Bürg | Burgstall Agnesburg | Burgstall Baierstein | Burg Bargau | Burg Bettringen | Turmburg Bettringen | Behnburg | Burg Bopfingen | Burgstall Buch | Burg Degenfeld | Burg Dirgenheim | Burgstall Ebnat | Burg Eggenberg | Burg Erpfental | Burgstall Eulenburg | Burg Flochberg | Fröschburg | Burg Geislingen | Burg Göggingen | Burg Goldburghausen | Burg Granegg | Burg Gromberg | Burg Haisterhofen | Burg Herlikofen | Burg Heuchlingen | Burg Hohenalfingen | Burg Hohenrechberg | Burg Hornsberg | Burg Iggingen | Burg Itzlingen | Judenkirchhof Schechingen | Burg Kerkingen | Burg Killingen | Kocherburg | Burg Königsbühl | Burg Lauchheim | Burg Lauterburg | Turmhügelburg Leinroden | Burg Leinweiler | Burg Merkingen | Burg Mohrenstetten | Burg Mutlangen | Burgstall Neuler | Burg Neunstadt | Burg Neresheim | Burg Niederalfingen | Burg Niederroden | Burg Nordhausen | Burg Pfahlheim | Burg Pfersbach | Burgstall Pommertsweiler | Burgstall Rechbergle | Burg Reichenbach | Burg Rinderbach | Rinderburg | Burg Röhlingen | Burg Rotenbach | Burg Röttingen | Burg Rosenstein | Burg Schechingen | Burg Schenkenstein | Burgstall Schlössle | Burg Schönberg | Burg Schnaitberg | Burg Spraitbach | Burg Schwabsberg | Burg Stubenberg | Burg Treppach | Burg Unterschneidheim | Burg Waiblingen | Burg Waldau | Burg Waldhausen (Aalen) | Burg Waldhausen (Lorch) | Burg Waldstetten | Burg Weiler | Burgstall Westhausen I | Burgstall Westhausen II | Burgstall Westhausen III | Burgstall Winken | Burg Wöllstein | Burg Zipplingen | Burg Zöbingen

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein