Zum Inhalt springen

Gleirschbach (Isar)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Februar 2026 um 11:34 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Gleirschbach
Datei:Gleirschbach.jpg
Der Gleirschbach in der Gleirschklamm, im Hintergrund die Pleisenspitze (2569 m)

Der Gleirschbach in der Gleirschklamm, im Hintergrund die Pleisenspitze (2569 m)

Daten
Lage Tirol, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Isar → Donau → Schwarzes Meer
Quelle nördlich der Pfeishütte
47° 20′ 6″ N, 11° 25′ 38″ O
 {{#coordinates:47,33496|11,427266|
dim= globe= name=Quelle Gleirschbach region=AT-7 type=waterbody
  }} 
Quellhöhe 1880 m ü. A.
Mündung in die IsarKoordinaten: 47° 22′ 33″ N, 11° 18′ 30″ O
 {{#coordinates:47,375833333333|11,308333333333|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Gleirschbach region=AT-7 type=waterbody
  }}
47° 22′ 33″ N, 11° 18′ 30″ O {{#coordinates:47,375833333333|11,308333333333|
dim=1000 globe= name=Mündung Gleirschbach region=AT-7 type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe 1000 m ü. A.
Höhenunterschied 880 m
Sohlgefälle 67 ‰
Länge 13,1 km<ref name="tiris" />
Einzugsgebiet 63,1 km²<ref name="tiris">TIRIS – Tiroler Raumordnungs‐ und Informationssystem</ref>
Linke Nebenflüsse Angerbach, Kristenbach
Gemeinden Innsbruck, Scharnitz
Datei:Trift Gleirschtal.jpg
Infotafel zur Trift im Gleirschtal am Eingang zur Gleirschklamm

Infotafel zur Trift im Gleirschtal am Eingang zur Gleirschklamm

Der Gleirschbach ist ein linker Nebenbach der Isar im Karwendel in Tirol.

Verlauf

Insgesamt ist der Bach ca. 12 km lang, davon entfallen 7,4 km auf das Stadtgebiet von Innsbruck, der Rest liegt auf Scharnitzer Gemeindegebiet.

Der Gleirschbach entspringt nördlich der Pfeishütte auf 1880 m ü. A. Zunächst fließt er nach Westen durch das zwischen der Nordkette und der Gleirsch-Halltal-Kette liegende Samertal. Auf dem letzten Abschnitt versitzt er für 2 Kilometer und entspringt erst wieder bei der Amtssäge (1223 m ü. A.) im Gleirschtal. Dieser Feuchtraum gibt der Möslalm ihren Namen. Kurz unterhalb der Versitzung, beim Marterl, fließt auch der im Mandltal auf der Nordseite der Nordkette entspringende 1,4 km lange Angerbach zu.

Ab der Möslalm, wo der Bach in Scharnitzer Gebiet wechselt, wendet sich der Lauf nach Nordwesten. Gleich unterhalb der Amtssäge vereinigt er sich mit dem aus dem Großkristental kommenden Kristenbach. Ab hier fließt der Gleirschbach in nordwestlicher Richtung durch das Gleirschtal, nach der Durchquerung der Gleirschklamm mündet er wenige Kilometer östlich von Scharnitz in die aus dem Hinterautal kommende Isar.

Geschichte

Bereits 1177 wird der Gleirschbach als flumen, quod decurrit apud Obernhouen descendens in Ysaram in einem Privileg Kaiser Friedrichs I. für das Benediktinerkloster Biburg genannt.<ref>Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 258–259, Nr. 726 (mit ausf. Bemerkungen).</ref> Im 16. Jahrhundert wurde die Trift von in den Seitentälern des Gleirschtals geschlagenem Holz durch die Gleirschklamm urkundlich erwähnt,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Karwendel-Geschichte(n)", Band 1. Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel (Memento vom 26. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> welche nach dem Bau einer Forststraße durch das Gleirschtal um 1960 endgültig eingestellt wurde.

Einzelnachweise

<references />