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Zeise-Salz

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Strukturformel
Struktur des Zeise-Salzes
Allgemeines
Name Zeise-Salz
Andere Namen

Kaliumtrichloridoethylenplatinat(II)-hydrat

Summenformel K[PtCl3(C2H4)]
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer (Listennummer) 630-445-1
ECHA-InfoCard 100.158.770
PubChem 71311337
ChemSpider 167925
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 368,61 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,88 g·cm3−<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt

220 °C<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bei dem Zeise-Salz handelt es sich um einen Platinkomplex mit der Formel K[PtCl3(C2H4)]·H2O. Er wurde 1825<ref name="Love">Richard A. Love, Thomas F. Koetzle, Graheme J. B. Williams, Lawrence C. Andrews, Robert Bau: Neutron diffraction study of the structure of Zeise’s salt, KPtCl3(C2H4)·H2O. In: Inorganic Chemistry. Band 14, Nr. 11, 1975, S. 2653–2657, doi:10.1021/ic50153a012.</ref> oder 1827<ref name="Elschenbroich-367">Christoph Elschenbroich: Organometallchemie. 6. Auflage, Teubner, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8351-0167-8, S. 367 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> von dem dänischen Chemiker William Christopher Zeise entdeckt und gilt als eine der ersten synthetisierten metallorganischen Verbindungen.

Darstellung und Gewinnung

Zeise erhielt den Komplex durch Kochen von Kaliumtetrachloridoplatinat(II) (K2[PtCl4]) in Ethanol.<ref>William Christopher Zeise: Von der Wirkung zwischen Platinchlorid und Alkohol, und von den dabei entstehenden neuen Substanzen. In: Johann Christian Poggendorff, Berlin (Hrsg.): Annalen der Physik und Chemie. Band 97, Nr. 4. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1831, S. 497–541, doi:10.1002/andp.18310970402 (online auf den Seiten von Gallica – Bibliothèque numérique der Bibliothèque nationale de France – Band 21 von Poggendorffs Annalen).</ref><ref>William Christopher Zeise: Ueber die zwischen Platinchlorid und Alkohol Statt findenden wechselseitigen Zersetzungen, und die daraus entstehenden neuen Körper. In: Franz Wilhelm Schweigger-Seidel, Halle (Hrsg.): Journal für Chemie und Physik. Band 62, Nr. 4, 1831, S. 393–441 (online auf den Seiten von archive.org – The Internet Archive – gleichzeitig: Neues Jahrbuch der Chemie und Physik des pharmaceutischen Instituts zu Halle).</ref><ref>William Christopher Zeise: Ueber die zwischen Platinchlorid und Alkohol Statt findenden wechselseitigen Zersetzungen, und die daraus entstehenden neuen Körper (Fortsetzung). In: Franz Wilhelm Schweigger-Seidel, Halle (Hrsg.): Journal für Chemie und Physik. Band 63, Nr. 2, 1831, S. 121–135 (online auf den Seiten von archive.org – The Internet Archive – gleichzeitig: Neues Jahrbuch der Chemie und Physik des pharmaceutischen Instituts zu Halle).</ref> Hierbei spaltet sich aus Ethanol Wasser ab unter der Bildung von Ethen. Dieses koordiniert dann an das Platinzentrum und bildet das Zeise-Salz.

Synthese nach Zeise
Synthese nach Zeise

Zeise postulierte damals, dass das entstandene Salz Ethen enthielte. Dies konnte jedoch erst Jahrzehnte später bestätigt werden, als Kaliumtetrachloridoplatinat(II) mit Ethen zur Reaktion gebracht wurde und das gleiche Salz erhalten wurde.<ref>Karl Birnbaum: Ueber die Verbindungen des Aethylens und seiner Homologen mit dem Platinchlorür. In: Justus Liebigs Annalen der Chemie. Band 145, Nr. 1, 1868, S. 67–77, doi:10.1002/jlac.18681450115 (online auf den Seiten von archive.org – The Internet Archive).</ref>

Struktur

Im Zeise-Salz ist das zentrale Platinion quadratisch-planar koordiniert.<ref>M. Black, R. H. B. Mais and P. G. Owston: The crystal and molecular structure of Zeise’s salt, KPtCl3·C2H4·H2O. In: Acta Crystallographica Section B. Band 25, Nr. 9, September 1969, S. 1753–1759, doi:10.1107/S0567740869004699.</ref> Im Festkörper steht der Ethylenligand senkrecht zu dieser Ebene, in Lösung jedoch rotiert er um die σ-Bindung zum Metallion.<ref>Christoph Elschenbroich: Organometallchemie 2002 Teubner Verlag.</ref> Die Wasserstoffatome liegen nicht wie beim Ethen in einer Ebene mit den Kohlenstoffatomen, sondern sind etwas weiter vom Platin entfernt.<ref name="Love" /> Die C–C-Bindung ist etwas länger als die im Ethen.<ref name="Love" /> Durch Eliminierung von Kaliumchlorid kann das Dimer des Zeise-Salzes erhalten werden.

Dimer des Zeise-Salzes
Dimer des Zeise-Salzes

Einzelnachweise

<references />