Ferdinand Kirnberger
Ferdinand Kirnberger (* 12. Januar 1875 in Mainz; † 25. Juni 1962 in Darmstadt) war ein hessischer Politiker (Zentrum) und Minister des Volksstaates Hessen.
Ausbildung und Beruf
Ferdinand Kirnberger war der Sohn des Mediziners Josef Theodor und Caroline Kirnberger. Er studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften an der Universitäten Freiburg im Breisgau, Berlin und Gießen. Nach den beiden Staatsprüfungen arbeitet er im Staatsdienst. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er zum Oberregierungsrat und später zum Ministerialrat befördert.
Im Jahr 1949 wurde er Präsident des Verwaltungsgerichtes Darmstadt.
Politik
Ferdinand Kirnberger war Mitglied der Zentrumspartei. Unter Staatspräsident Carl Ulrich trat Kirnberger am 21. Juli 1927 als Innenminister in das hessische Kabinett ein. Vom 14. Februar 1928 bis zum 13. März 1933 war er Finanz- und Justizminister unter Bernhard Adelung.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verlor er seine Posten und wurde in den Ruhestand versetzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Kirnberger zu den Gründern der Darmstädter CDU, übernahm aber dort keine Ämter mehr.
Sonstiges
Ferdinand Kirnberger war 1954 Gründungsmitglied der Darmstädter Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Er war seit 1924 Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Rheinpfalz Darmstadt im CV.<ref>Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des CV, des Cartell-Verbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen. - Wien, 1931, S. 219.</ref>
Ehrungen
- 1953: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
- Nach Ferdinand Kirnberger ist seit dem 6. Januar 1965 die Kirnbergerstrasse im Darmstädter Stadtteil Eberstadt benannt.
Werke
- Laiengespräche über den Staat. 1947
- Zeitschrift: Kirche und Gesellschaft. Soziologische Veröffentlichungen des kath. Akademikerverbandes. / Hrsg. von Ferdinand Kirnberger
Literatur
- Eckhart G. Franz: Kirnberger, Ferdinand. In: Roland Dotzert et al.: Stadtlexikon Darmstadt. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-8062-1930-2, S. 490 (Digitalisat).
Weblinks
- Literatur von und über Ferdinand Kirnberger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kirnberger, Ferdinand. Hessische Biografie. (Stand: 2. August 2022). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references />
(Großherzogtum Hessen) Karl von Grolman | Heinrich von Gagern | Reinhard Carl Theodor Eigenbrodt | Heinrich Karl Jaup | Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk | Friedrich Georg Gustav von Bechtold | Philipp Freiherr Rinck gen. v. Starck | Jakob Finger | Carl Friedrich Rothe | Ernst Albrecht Braun | Friedrich von Hombergk zu Vach (Volksstaat Hessen) Heinrich Fulda | Carl Ulrich | Otto von Brentano di Tremezzo | Ferdinand Kirnberger | Wilhelm Leuschner (Nationalsozialismus) Heinrich Müller | Ferdinand Werner | Philipp Wilhelm Jung
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(Großherzogtum Hessen) Karl du Thil | August Konrad Hofmann | Karl Wilhelm von Kopp | Carl Wilhelm Zimmermann | Ludwig Friedrich Carl Freiherr Schenck zu Schweinsberg | Maximilian Leopold Engelbert von Biegeleben | Heinrich August Schleiermacher | August Weber | Wilhelm Küchler | Ernst Albrecht Braun | Feodor von Gnauth | Johann Becker | (Volksstaat Hessen) Konrad Henrich | Ferdinand Kirnberger | (Nationalsozialismus) Heinrich Müller | Ferdinand Werner | Philipp Wilhelm Jung
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kirnberger, Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | hessischer Politiker (Zentrum) und Minister des Volksstaates Hessen |
| GEBURTSDATUM | 12. Januar 1875 |
| GEBURTSORT | Mainz |
| STERBEDATUM | 25. Juni 1962 |
| STERBEORT | Darmstadt |