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Artolsheim

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Artolsheim
Datei:Blason ville fr Artolsheim (Bas-Rhin).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (67)
Arrondissement Sélestat-Erstein
Kanton Sélestat
Gemeindeverband Ried de Marckolsheim
Koordinaten 48° 13′ N, 7° 34′ OKoordinaten: 48° 13′ N, 7° 34′ O
 {{#coordinates:48,208611111111|7,5733333333333|primary
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Höhe 168–174 m
Fläche
Einwohner 1.005 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 67390
INSEE-Code 67011
Website artolsheim.fr
Datei:Artolsheim, Mairie.jpg
Mairie Artolsheim

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Artolsheim <templatestyles src="IPA/styles.css" />[aʁ.tɔls.(h)ajm] <phonos file="LL-Q150 (fra)-Mathieu Kappler-Artolsheim.wav"></phonos> (elsässisch Àrtelse) ist eine französische Gemeinde mit 1005 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein und zum Gemeindeverband Ried de Marckolsheim.

Lage

Die Gemeinde liegt in der Rheinebene, 16 Kilometer nordöstlich von Colmar. Zwischen Artolsheim und dem westlich davon gelegenen Hessenheim verläuft der Rhein-Rhône-Kanal.

Artolsheim ist die französische Gemeinde mit dem weitesten Abstand zum Meer (jeweils 430 Kilometer zum Mittelmeer und zur Nordsee).<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />IGN Magazine n°50, November/Dezember 2008 (Memento vom 2. Mai 2015 im Internet Archive)</ref>

Geschichte

Nach französischer Geschichtsschreibung wurde Artolsheim im 8. Jahrhundert durch Mönche des Klosters Ebersmünster als "cour domaniale" (Dinghof) gegründet. Die Geschichte des Dorfes mag mit der des Klosters Ebersmünster bei Schlettstadt eng verbunden sein, das hier seit dem 10. Jahrhundert eine Kirche und vor dem 12. Jahrhundert schon einen Gutshof besaß. Auch das Kloster Ebersheim soll hier Besitz gehabt haben, wobei sich die französische Geschichtsschreibung gerne auf Erwähnungen oder "Urkunden" von 817, 824 und 829 beruft. Doch haben Ebersheimer Mönche alle diese "Urkunden" (kaiserliche Immunitäts- und Besitzbestätigungen für ihr Kloster) gefälscht, wie Historiker herausgefunden haben (z. B. Nuber u. a. in "Archäologie und Geschichte" 2011). Wann Artolsheim wirklich zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird, ist noch immer offen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort verwüstet. Wie alle Orte des Elsass spätestens bis 1661 von französischen Truppen besetzt, gehörte er von 1871 bis 1918 wieder zum Deutschen Reich, musste aber 1919 wieder an Frankreich zurückgegeben werden. Weil man eine deutsche Offensive nach dem Kriegsbeginn 1939 fürchtete, die dann 1940 tatsächlich auch erfolgte, wurde die Bevölkerung in das Département Dordogne evakuiert. Nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 war eine Rückkehr möglich. Artolsheim. wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs am 31. Januar 1945 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Endoffensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

Wirtschaft

Wichtige Erwerbszweige sind die Landwirtschaft und das Kleingewerbe. Der Bau des östlich verlaufenden Rheinseitenkanals begünstigte die Ansiedlung von Industrie.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2010 2021
Einwohner 694 705 630 649 643 728 931 992
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche St. Mauritius
  • Kreuzkapelle

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Persönlichkeiten

  • Thomas Seltz (* 1872 in Artolsheim; † 1959 in Vittefleur), Journalist und Politiker, Mitglied der französischen Abgeordnetenkammer

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 577–579.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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