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Zinswiller

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Zinswiller
Datei:Blason ville fr Zinswiller (Bas-Rhin).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Reichshoffen
Gemeindeverband Pays de Niederbronn-les-Bains
Koordinaten 48° 55′ N, 7° 35′ OKoordinaten: 48° 55′ N, 7° 35′ O
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Höhe 176–405 m
Fläche
Einwohner 712 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 67110
INSEE-Code 67558
Website zinswiller.com
Datei:Zinswiller Mairie.JPG
Mairie Zinswiller

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Zinswiller ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde mit 712 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied der Communauté de communes du Pays de Niederbronn-les-Bains.

Datei:Plaque-Armoiries des comtes de Hanau-Lichtenberg.jpg
Ofenplatte mit dem Wappen der Grafschaft Hanau-Lichtenberg aus einer Werkstatt in Zinsweiler (1684)

Geografie

Zinswiller liegt im Gebiet der in Frankreich so genannten Nordvogesen. Die Gemeinde wird im Nordwesten vom Forêt domaniale de Niederbronn flankiert und grenzt auf dieser Seite an die ehemalige Region Lothringen. Zum Gemeindegebiet gehört auch ein Teil des Regionalen Naturparks Vosges du Nord (Parc naturel régional des Vosges du Nord).

Geschichte

Mittelalter

Zinswiller erscheint erstmals 742 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Weißenburg (TradWiz 002). Schon 747 erhielt dieses Kloster eine zweite Schenkung (TradWiz 146). 803 bekam auch das Kloster Fulda hier Besitz (CDF 178, alle Quellenangaben in Regnum Francorum online). Die Herrschaft Lichtenberg kaufte das Dorf Zinsweiler<ref group="Anm.">Eyer, S. 61, grenzt den entsprechenden Teil des Dorfes ein als: „Zinsweiler, einseits des Wassers“, das heißt: westlich der Zinsel, einem Zufluss zur Moder (vgl.: Eyer, S. 116).</ref> 1332 von den Grafen von Ötingen.<ref>Eyer, S. 61.</ref> Durch Gebietserwerb im 14. Jahrhundert mussten zu Beginn des 15. Jahrhunderts die zu umfangreich gewordenen Ämter Ingweiler und Buchsweiler der Herrschaft Lichtenberg neu organisiert werden. Dabei wurde unter anderem das Amt Pfaffenhofen ausgegliedert und verselbständigt, zu dem auch Zinsweiler gehörte.<ref>Eyer, S. 238.</ref> 1456 trat der Graf von Lützelstein seine Rechte am Dorf an Lichtenberg ab.<ref>Eyer, S. 74f.</ref>

Anna von Lichtenberg (* 1442; † 1474), eine der beiden Erbtöchter Ludwigs V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474) heiratete 1458 den Grafen Philipp I. den Älteren von Hanau-Babenhausen (* 1417; † 1480), der eine kleine Sekundogenitur aus dem Bestand der Grafschaft Hanau erhalten hatte, um heiraten zu können. Durch die Heirat entstand die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Anna, erhielt Philipp I. d. Ä. 1480 die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg. Zu dieser Hälfte gehörte auch das Amt Pfaffenhofen mit Zinsweiler. In der Folgezeit gelangte das Dorf in die Hände der Grafen von Zweibrücken-Bitsch. Diese rechneten es ihrer Herrschaft Oberbronn zu.<ref>Weber, S. 37, Anm. 59.</ref>

Neuzeit

Von Zweibrücken-Bitsch gelangte die Herrschaft Oberbronn – und mit ihr Zinsweiler – 1551 als Mitgift anlässlich der Heirat der Amelie von Zweibrücken-Bitsch mit Philipp I. von Leiningen-Westerburg an diese Familie. Spätestens zu diesem Zeitpunkt schied Zinsweiler aus dem Einflussbereich der Grafschaft Hanau-Lichtenberg endgültig aus.<ref>Matt, S. 7.</ref>

In Nachfolge der Leininger wurden die Landgrafen von Hessen-Homburg und zu einem geringeren Teil die schwedische Adelsfamilie der Freiherren von Sinclair im 17. Jahrhundert Herren der Herrschaft Oberbronn. Durch die Reunionspolitik Frankreichs fielen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch die Herrschaft Oberbronn und das Dorf Zinsweiler unter französische Oberhoheit. Der hessen-homburgische Teil ging in der Mitte des 18. Jahrhunderts an die Familie Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein über, der Sinclair’sche Anteil an die ebenfalls schwedisch stämmige Familie derer von Lewenhaupt.<ref>Waltz und Rudolph.</ref>

1764 wurde das Dorf mit seiner Hammerschmiede an die Industriellenfamilie De Dietrich verkauft und schied damit aus der Herrschaft Oberbronn aus.<ref>Waltz und Rudolph.</ref> Mit den Umwälzungen, die die Französische Revolution brachte, wurde das Dorf nach 1793 in den Französischen Staat eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
820 927 1137 1009 950 754 822 769
Datei:Zinswiller StJacquesMajeur.JPG
Kirche Saint-Jacques-le-Majeur

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 903.
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.
  • Peter Karl Weber: Lichtenberg. Eine elsässische Herrschaft auf dem Weg zum Territorialstaat. Soziale Kosten politischer Innovation. Heidelberg 1993.

Weblinks

Commons: Zinswiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Aschbach | Batzendorf | Beinheim | Bernolsheim | Berstheim | Betschdorf | Biblisheim | Bietlenheim | Bilwisheim | Bischwiller | Bitschhoffen | Brumath | Buhl | Cleebourg | Climbach | Crœttwiller | Dalhunden | Dambach | Dauendorf | Dieffenbach-lès-Wœrth | Donnenheim | Drachenbronn-Birlenbach | Drusenheim | Durrenbach | Eberbach-Seltz | Engwiller | Eschbach | Forstfeld | Forstheim | Fort-Louis | Frœschwiller | Gambsheim | Geudertheim | Gœrsdorf | Gries | Gumbrechtshoffen | Gundershoffen | Gunstett | Hagenau | Hatten | Hegeney | Herrlisheim | Hochstett | Hœrdt | Hoffen | Hunspach | Huttendorf | Ingolsheim | Kaltenhouse | Kauffenheim | Keffenach | Kesseldorf | Kilstett | Kindwiller | Krautwiller | Kriegsheim | Kurtzenhouse | Kutzenhausen | Lampertsloch | Langensoultzbach | Laubach | Lauterbourg | Lembach | Leutenheim | Lobsann | Memmelshoffen | Merkwiller-Pechelbronn | Mertzwiller | Mietesheim | Mittelschaeffolsheim | Mommenheim | Morsbronn-les-Bains | Morschwiller | Mothern | Munchhausen | Neewiller-près-Lauterbourg | Neuhaeusel | Niederbronn-les-Bains | Niederlauterbach | Niedermodern | Niederrœdern | Niederschaeffolsheim | Niedersteinbach | Oberbronn | Oberdorf-Spachbach | Oberhoffen-lès-Wissembourg | Oberhoffen-sur-Moder | Oberlauterbach | Oberrœdern | Obersteinbach | Offendorf | Offwiller | Olwisheim | Ohlungen | Preuschdorf | Reichshoffen | Retschwiller | Riedseltz | Rittershoffen | Rœschwoog | Rohrwiller | Roppenheim | Rothbach | Rott | Rottelsheim | Rountzenheim-Auenheim | Salmbach | Schaffhouse-près-Seltz | Scheibenhard | Schirrhein | Schirrhoffen | Schleithal | Schœnenbourg | Schweighouse-sur-Moder | Seebach | Seltz | Sessenheim | Siegen | Soufflenheim | Soultz-sous-Forêts | Stattmatten | Steinseltz | Stundwiller | Surbourg | Trimbach | Uhlwiller | Uhrwiller | Uttenhoffen | Val-de-Moder | Wahlenheim | Walbourg | Weißenburg (Elsass) | Weitbruch | Weyersheim | Windstein | Wingen | Wintershouse | Wintzenbach | Wittersheim | Wœrth | Zinswiller Vorlage:Klappleiste/Ende

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