Burg Ruppertstein
| Burg Ruppertstein | ||||||
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Ansicht von Norden | ||||||
| Alternativname(n) | Ruppertsfelsen für den Burgfelsen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Lemberg | |||||
| Entstehungszeit | bald nach 1200 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg, Spornlage | |||||
| Erhaltungszustand | Mauerreste | |||||
| Ständische Stellung | Grafen | |||||
| Geographische Lage | 49° 11′ N, 7° 41′ O
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| Höhenlage | 452 m ü. NHN | |||||
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Burg Ruppertstein ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg bei der Ortsgemeinde Ruppertsweiler in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz.
Geographische Lage
Die Überreste der Burg liegen etwa 1 km (Luftlinie) südlich von Ruppertsweiler, jedoch bereits auf Gemarkung von Lemberg, in 452 m<ref name="LANIS">Burg Ruppertstein auf: <ref name="DE-RP_LANDIS-Karte">Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)</ref></ref> Höhe auf dem nordöstlichen Ausläufer des 474,7 m hohen Hummelbergs. Zwischen Ruppertsweiler und dem Hummelberg erstreckt sich von Südwest nach Nordost auf etwa 280 m Höhe<ref name="LANIS" /> die Aue der Rodalb, eines linken Zuflusses des Schwarzbachs.
Geschichte
Archäologische Funde zeigen, dass schon in der Hallstatt- und Latènezeit (etwa 800 v. Chr. bis zur Zeit um Christi Geburt) im Bereich der späteren Burg eine Siedlung, die vielleicht befestigt war, existiert hatte.<ref name="jürgen-keddigkeit">Jürgen Keddigkeit: Burg Ruppertstein (Ruppertsweiler, VG Pirmasens-Land). heimat-pfalz.de, abgerufen am 18. Oktober 2020.</ref>
Über die Geschichte der mittelalterlichen Burg ist wenig bekannt.<ref name="jürgen-keddigkeit" /> Im Jahr 1198 erwarb Graf Heinrich I. von Zweibrücken den Hummelberg, der in der Kaufurkunde Ruprehtisberc heißt.<ref>Carl Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken aus der Linie Zweibrücken. Hrsg.: Ludwig Anton Doll (= Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Band 42). Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, 1962, ISSN 0480-2357, S. 9 (Regest Nr. 23).</ref> Dort wurde die Burg vermutlich bald danach im frühen 13. Jahrhundert erbaut. Zu ihrer Zerstörung kam es möglicherweise 1525 im Bauernkrieg; sie könnte aber auch schon früher dem Verfall überlassen worden sein.
Um 1900 wurde im Südwesten an den Burgfelsen eine Steintreppe angebaut, um die obere Plattform des Felsens erreichen und sie als Aussichtspunkt nutzen zu können.<ref name="jürgen-keddigkeit" /> Diese Steintreppe wurde 2007 durch die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land saniert.<ref>Informationstafel vor Ort.</ref>
Anlage
Die Burg stand am Fuß und auf der Plattform eines Buntsandsteinfelsens, der den umgebenden Nordostsporn des Hummelbergs um gut 10 m überragt und vor Ort auch Ruppertsfelsen genannt wird. Abseits des großen Hauptfelsens liegen in geringer Entfernung vier weitere, die kleiner sind: drei kleine am Nordwestrand des Gipfelbereichs in einer Reihe von Nordosten nach Südwesten, der zweitgrößte im Südwesten. Möglicherweise bildeten diese Felsen die Begrenzung eines Burghofs, der von Nordosten nach Südwesten reichte und nach Südosten durch den dort sehr steilen Berghang abgeschlossen war.<ref name="jürgen-keddigkeit" /> Sicher ist, dass es eine Unterburg am Fuß des Hauptfelsens gab und dass oben auf dessen Plattform eine Oberburg gebaut war.<ref name="jürgen-keddigkeit" />
Außer einigen Mauerresten, die wenig Aufschluss über Aussehen und Größe geben, ist von der Anlage nichts erhalten. Der Zugang von der Unter- zur Oberburg erfolgte ehemals vermutlich über eine hölzerne Treppe.<ref name="jürgen-keddigkeit" />
Verkehr
Großräumig erreichbar ist die Gegend der Burg über die Bundesstraße 10 (Pirmasens–Landau), Anschlussstelle Ruppertsweiler. Aus dem über die Kreisstraße 36 (B 10–Ruppertsweiler–Lemberg) anzufahrenden Dorf führen Wanderpfade, die nicht für Kraftfahrzeuge tauglich sind, hinauf zur Burgstelle.
Literatur
- Emil Heuser: Neuer Pfalzführer. 10. Auflage. Ludwigshafen am Rhein 1951.
- Marco Bollheimer: Felsenburgen im Burgenparadies Wasgau-Nordvogesen, 2. Auflage, Verlag M. Bollheimer, Karlsruhe 2010, ISBN 978-3-00-030923-6, S. 48–49.
Weblinks
- Burg Ruppertstein auf burg-lemberg.de
- Burg Ruppertstein auf heimat-pfalz.de
Einzelnachweise
<references />