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Bobby (Gorilla)

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Datei:2013-03 Taxidermie Gorilla Bobby Naturkundemuseum anagoria.JPG
Bobby als Tierpräparat, dessen Entstehung Dorothea von der Osten im Jahr 1936 im Bild festhielt
Datei:Skulptur Hardenbergplatz 8 (Tierg) Bobby&Fritz Behn&1936.jpg
Skulptur von Bobby im Zoologischen Garten Berlin

Bobby (* ca. 1926; † 1. August 1935) war ein männlicher Gorilla, der am 30. März 1928 – im Alter von etwa zwei Jahren – als erster Gorilla in den Zoologischen Garten Berlin einzog<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/inlinethumb48.webshots.comInfoschild im Berliner Zoo (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> und bis heute das Logo des Zoos ziert.

Leben

Der Tierschriftsteller Paul Eipper hatte das Gorillakind – damals noch 16 Kilogramm schwer – von einem Tierzwischenhändler in Marseille übernommen und per Zug nach Berlin transportiert.<ref>Die Lieblingstiere der Berliner. In: Berliner Morgenpost, 18. November 2008</ref><ref>King Kong, der Vegetarier. Bei: Deutschlandfunk, 31. Oktober 2009</ref> Unter der Obhut von Pfleger August Liebetreu entwickelte sich Bobby zu einem ansehnlichen, ausgewachsenen Gorilla mit einem Körpergewicht von 262 Kilogramm. Bobby wurde schnell der Liebling der Berliner Zoobesucher. Er starb am 1. August 1935 an einer Appendizitis.

Ehrungen

Nach seinem Tod wurde bei Bildhauer Fritz Behn eine Granitstatue in Auftrag gegeben, die auch heute noch im Berliner Zoo zu betrachten ist. Die Dermoplastik Bobbys steht im Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Gorilla Bobby. (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> Sie wurde von den Berliner Präparatoren Karl Kaestner und Gerhard Schröder im Jahr 1935 mit Hilfe der von ihnen entwickelten Konservierungstechnik der Teilparaffinierung angefertigt.

Bobby inspirierte den Komponisten Walter Jurmann zu seinem Chanson-Evergreen Mein Gorilla hat ’ne Villa im Zoo,<ref>Das Museum ist ein mystischer Ort. In: Berliner Morgenpost, 10. Juni 2008</ref> im Jahr 1933 von Hans Albers gesungen und seither vielfach, unter anderem von Max Raabe, neu interpretiert.

Literatur

  • Paul Eipper: Tiere sehen dich an, 1928, Dietrich Reimer, Ernst Vohnsen Verlag Berlin
  • Paul Eipper: Der Tierfreund reist, 1934, Deutsche Buch-Gemeinschaft Berlin
  • Walter Koch: Bericht über das Ergebnis der Obduktion des Gorilla Bobby des Zoologischen Gartens zu Berlin. Ein Beitrag zur vergleichenden Konstitutionspathologie. Gustav Fischer, Jena 1937
  • Vorlage:LuiseBMS

Weblinks

Commons: Bobby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />