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Jutta Fiegl

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Jutta Fiegl (2013)

Jutta Fiegl (* 24. September 1953 in Wien) ist eine österreichische Universitätsprofessorin, Psychotherapeutin, Lehrtherapeutin, Psychologin und Autorin.

Leben und Wirken

1983 wurde Jutta Fiegl an der Universität Wien promoviert. Von 1988 bis 1998 unterrichtet sie dort. 1990 schloss sie ihre Ausbildung zur Systemischen Familientherapeutin ab. Seit 2005 ist sie Psychotherapeutische Gutachterin. In den 1980er Jahren entwickelte sie das Wiener Liaisonmodell zur Betreuung von Mammacarcinompatientinnen und ihrer Angehörigen im Krankenhaus.

Sie arbeitet und forscht schwerpunktmäßig – in freier Praxis und im universitären Kontext – in den Bereichen Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychoonkologie, Reproduktionsmedizin, Psychosomatik und Sexualstörungen.

Fiegl arbeitet im Bereich Sterilität und psychische Folgen der Reproduktionsmedizin; sie ist seit 2005 Vizerektorin der von ihr mit gegründeten Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU), Dekanin der Fakultät Psychotherapiewissenschaft und ist dort in der Lehre tätig.

Im Bereich der In-vitro-Fertilisation zählt sie zu den wenigen spezialisierten Therapeutinnen.<ref>Journal für Fertilität und Reproduktion: 2007, 17 (4), u. a. S. 6f: Die Psychotherapeutin Jutta Fiegl und das neue psychosomatische Konzept; in: 25 Jahre Geburt des ersten IVF-Babys Österreichs - eine Wiener Erfolgsgeschichte - Teil 2 (PDF-Datei; 1,7 MB)</ref> Ihr Buch Unerfüllter Kinderwunsch erregte intensive Resonanz bei Presse und Publikum.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.oeagg.atÖsterreichischer Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik, ÖAGG-Zeitschrift Feedback (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot: Ausgabe 4/2004, S. 32f; Rezension von Martin Langer: Jutta Fiegl: Unerfüllter Kinderwunsch. (PDF-Datei)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. Juni 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zbmed.de: Empfehlungen der ZB MED, Medizinische Patientenliteratur zum Bereich "Sexualmedizin": u. a. Jutta Fiegl: Unerfüllter Kinderwunsch.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bundesverband der Frauenärzte, frauenaerzte-im-netz.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Dezember 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frauenaerzte-im-netz.de: Buchempfehlungen zum Thema "Unfruchtbarkeit": u. a. Jutta Fiegl: Unerfüllter Kinderwunsch.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.rinco2.chTV-Sendung Sprechstunde Gesundheit, Schweiz (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot: Info-Merkblatt zur Sendung vom 26. März 2006, S. 4: Schwangerschaft und Geburt; Buchtipps: u. a. Jutta Fiegl: Unerfüllter Kinderwunsch. (PDF-Datei</ref><ref>Gesundheitsseiten 24: Artikel: Kinderlosigkeit - Die Ursachen bei der Frau, dazu Buchtipp: Jutta Fiegl: Unerfüllter Kinderwunsch.</ref>

Standespolitisch hat sich Fiegl Ende der 1990er Jahre als Verhandlungsführerin der Wiener Psychotherapeuten bei den Vertragsgesprächen um Psychotherapie auf Krankenschein profiliert. Ihr Vorsitz im Wiener Landesverband für Psychotherapie war verbunden mit einer Ausweitung des psychotherapeutischen Angebots in Wien und dessen realer Inanspruchnahme.<ref>Alfred Pritz: Globalized Psychotherapy, Facultas Universitätsverlag, Wien 2002, 34f (engl.)</ref>

Seit 2008 ist sie Präsidentin der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP).

Fiegl engagierte sich seit Mitte der 1990er Jahre für die Akademisierung der Berufsgruppe, sowohl als Standesvertreterin, als auch als Lehrende in Propädeutika<ref>1993 bis 1997 Lehrbeauftragte im Propädeutikum des Österreichischen Arbeitskreises für Gruppentherapie und Gruppendynamik (ÖAGG)</ref><ref>1996 bis 1999 Lehrbeauftragte im Propädeutikum der Lehranstalt für Systemische Familientherapie der Erzdiözese Wien für Berufstätige</ref> und Fachspezifika.<ref>2001 bis 2002 Lehrtherapeutin in Ausbildung an der Lehranstalt für systemische Familientherapie der Erzdiözese Wien</ref> Zu ihrem Forschungsgebiet zählt die Ausbildungsforschung.

Von 2003 bis 2005 war Fiegl gemeinsam mit Heinz Laubreuter, Alfred Pritz und Elisabeth Vykoukal Mitglied des Gründungskomitees für die Gründung einer österreichischen Privatuniversität für Psychotherapie, die die Akademisierung von Psychotherapeuten fördern und ermöglichen sollte.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.szabo.atLexpress, Nr. 7, 13. Januar 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot: Bericht, S. 13: Dr. Alfred Pritz über die Gründung der Sigmund Freud Privatuniversität und ihre Leistungen für Mensch und Unternehmen. Sigmund Freud – Superstar. (PDF-Datei)</ref> Daraufhin kam es 2005 zur offiziellen Akkreditierung der weltweit ersten Universität für Psychotherapiewissenschaften, der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU).<ref>wien.ORF.at: Bericht vom 7. September 2005: Grünes Licht für Sigmund-Freud-Privatuni</ref> Fiegl ist seitdem dort als Vizerektorin<ref>Universitätskollegium der SFU: Rektorat, Vizerektorin Dr. Jutta Fiegl</ref>, Dekanin der Fakultät Psychotherapiewissenschaft, Leiterin des Psychotherapeutischen Propädeutikums und Verantwortliche für den Studiengang Systemische Familientherapie tätig.<ref>Universitätskollegium der SFU: Akademisches Stammpersonal und AbteilungsleiterInnen: u. a. Dr. Jutta Fiegl</ref>

Ehrungen

  • 2008 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien

Schriften (Auswahl)

  • Präoperatives Gespräch bei Brustoperationen – Belastung für Patientin und Arzt. Mit M. Langer, M. Ringler, E. Kunsita. In: Ringler/Fennesz/Springer-Kremser (Hrsg.): Frauen„Krankheiten“ Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe in Österreich 1982 – 1992 WUV-Universitätsverlag 1992.
  • Die In-vitro-Fertilisation aus der Sicht einer gynäkologisch-psychologischen Zusammenarbeit. Mit P. Kemeter. Fertilität (1989): 5: 156–161, Springer Verlag
  • Katamnestische Untersuchung von Paaren mit Kindern nach In-vitro-Fertilisation oder Samenspende. Mit P. Kemeter. In E. Brähler, A. Meyer (Hrsg.): Psychologische Probleme in der Reproduktionsmedizin; Jahrbuch der psychologischen Medizin 5, Springer Berlin Heidelberg 1991, ISBN 978-3-540-52553-0.
  • Ungewollt kinderlos, Zur Situation des Kinderwunschpaares und der Rolle der Medizin. Journal f. Fertilität und Reproduktion 1/1991.
  • Das Wiener Liaisonmodell zur Betreuung von Mammakarzinompatientinnen und ihrer Angehörigen. Mit M. Ringler, M. Langer. In: Pritz, Dellisch (Hrsg.): Psychotherapie im Krankenhaus, Verlag Orac 1994.
  • Richtlinien für die psychotherapeutische und soziale Beratung im Rahmen der humangenetischen Beratung. Gemeinsam mit A. Pritz und E. Wagner. Studie im Auftrag vom Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz; Sonderband; Bundeskanzleramt Sektion VI, 1996.
  • Adjusting to life when assisted conception fails. Mit Kemeter. Human Reproduction vol. 13 no. 4 pp. 1099–1105, 1998.
  • Das psychotherapeutische Gutachten im Bereich der Fortpflanzungsmedizin. In: Lanske/Pritz (Hrsg.): Das psychotherapeutische Gutachten. Wien 2002, ISBN 3-700-72224-9.
  • Unerfüllter Kinderwunsch. Das Wechselspiel von Körper und Seele. 1. Aufl., Walter Verlag (im Patmos Verlagshaus), Düsseldorf u. a. 2004, ISBN 3-530-40161-7.
  • Fiegl J. (2016) Empirische Untersuchung zum Direktstudium Psychotherapie. Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur, Band 14. Waxmann, ISBN 978-3-8309-3375-5.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Jutta Fiegl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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