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Lanxi Daolong

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Lanxi Daolong (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), W.-G. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Rankei Dōryū; * 1213 in Sichuan; † 1278) war ein chinesischer Chan-Meister und Kalligraph, der in der frühen Kamakura-Zeit in Japan aktiv war und dort wesentlich dazu beitrug, Zen als eigenständige Schule zu etablieren. Sein postumer Titel lautet Daikaku Zenji ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), wovon sich der Name der von ihm begründeten Tradition Daikaku-ha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ableitete, die bis zu ihrer Isolation im Kamakura der Muromachi-Zeit stark im Kriegerstand vertreten war.<ref name="matsunaga219">Matsunaga 1976, S. 219.</ref>

Bedeutende, direkte Schüler Lanxis in Japan waren u. a. Nampo Jōmin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch Nampo Jōmyō; 1235–1308) und Yakuō Tokken ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1245–1320).<ref>Dumoulin 1986, S. 166 f.</ref>

Von Lanxi hinterlassene Schriften sind das Zazenron ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); „Traktat über die Sitzmeditation“) und die Spruchsammlung Daikaku Zenji goroku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); „Analekten des Daikaku Zenji“).<ref>Dumoulin 1986, S. 32.</ref>

Leben

Lanxi war in China ein Zen-Priester, der in der Linji zong (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), W.-G. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Vorläufer der japanischen Rinzai-shū) ordiniert war. Er war Dharma-Nachfolger von Wuming Huixing (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), W.-G. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1162–1237).<ref name="dumoulin30">Dumoulin 1986, S. 30.</ref> Andere Meister von Lanxi waren Wuzhun Shifan (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1177–1249) und Chijue Daochong (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); 1169–1250).<ref>https://zen.rinnou.net/whats_zen/history.html</ref>

Lanxi traf 1246 auf Einladung von Hōjō Tokiyori in Hakata ein.<ref name="matsunaga219"/> Von Hōjō Tokiyori wurde er umgehend nach seinem Eintreffen in Kamakura zum Vorsteher des für ihn zu einem Zen-Tempel umfunktionierten Jōraku-ji berufen. Eine der ersten Amtshandlungen Lanxis war die Einrichtung einer eigenen Mönchshalle ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), sōdō). Das dort praktizierte, reine Zen (bislang war Zen in Japan immer nur in Verbindung mit den Ritualen anderer Schulen praktiziert worden) erwies sich aber als zu erfolgreich, die Einrichtungen des Jōraku-ji erwiesen sich schnell als zu klein für die Masse der neuen Schüler.<ref name="dumoulin30"/>

Aus diesem Grund ließ Hōjō Tokiyori einen neuen Tempel für Lanxi bauen, der 1253 fertiggestellt wurde und komplett nach dem architektonischen Vorbild chinesischer Chan-Klöster konzipiert worden war: den Kenchō-ji (benannt nach der Ära Kenchō, 1249 bis 1256). Lanxi wurde als Gründungsvorsteher eingesetzt.<ref name="dumoulin30"/> Der bedeutendste Schüler Lanxis aus dieser Zeit war Nampo Jōmin<ref>Matsunaga 1976, S. 221.</ref>. 1256 ordinierte Lanxi Hōjō Tokiyori.<ref>Matsunaga 1976, S. 148.</ref> Durch die große Popularität des Tempels unter Lanxi (es fanden sich über 200 Mönche ein<ref name="matsunaga219"/>), erlangte er schnell großen Ruhm im Land und wurde im Jahr 1259 in die Hauptstadt Kyōto an den Kennin-ji berufen. Lanxis Nachfolger am Kenchō-ji wurde Wuan Puning (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), W.-G. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); jap. Gottan Funei; 1197–1276).<ref name="matsunaga219"/><ref>Dumoulin 1986, S. 30 f.</ref>

Am zuvor von Enni Ben’en (1201–1280) restaurierten Kennin-ji wirkte Lanxi als elfter Vorsteher bis 1261 und führte in dieser Zeit ebenfalls die Praxis reinen Zens am Tempel ein. Am Kaiserhof hielt er unterdessen auf Einladung des abgedankten Go-Saga-tennō, den er auch in der Meditation unterwies, Vorträge über Zen.<ref name="dumoulin31">Dumoulin 1986, S. 31.</ref>

Bald nach seiner Zeit in Kyōto wirkte Lanxi wieder, als Nachfolger von Wuan Puning, als Vorsteher am Kenchō-ji. Nach dem Tod seines Gönners Hōjō Tokiyori wurde Lanxi jedoch Opfer von Verleumdungen; er wurde im Jahr 1265 beschuldigt, ein Spion Yuan-Chinas zu sein und musste daher in die Verbannung gehen. Kurze Zeit wurde ihm erlaubt, sich am Jufuku-ji aufzuhalten. Erst kurz vor seinem Tod wurde er begnadigt und konnte wieder sein Amt am Kenchō-ji einnehmen. Tokiyoris Sohn Hōjō Tokimune versuchte, ihm wieder zu altem Ruhm zu verhelfen und plante, Lanxi zu diesem Zweck einen eigenen Tempel zu bauen. Dies sollte der Engaku-ji werden, dessen Fertigstellung Lanxi allerdings nicht mehr erlebte.<ref name="matsunaga219"/><ref name="dumoulin31"/>

Literatur

  • Heinrich Dumoulin: Geschichte des Zen-Buddhismus. Band II: Japan. Francke-Verlag, Bern 1986. ISBN 3-317-01596-9.
  • Daigan Lee Matsunaga und Alicia Orloff Matsunaga: Foundation of Japanese Buddhism; Vol. II; The mass movement (Kamakura & Muromachi periods). Buddhist Books International, Los Angeles und Tokio 1976. ISBN 0-914910-27-2.
  • Helmut Brinker: Die zen-buddhistische Bildnismalerei in China und Japan von den Anfängen bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Franz Steiner Verlag, München 1973.
  • S. Noma (Hrsg.): Rankei Dōryū. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1247.

Einzelnachweise

<references/>

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